Motto ... schreibe deutlich, aber bleib höflich. Wir haben uns daran gewöhnt, viel zu vieles einfach hinzunehmen. Am Rande: Martin Mosebach saß in seiner Einrede Vom Wert des Verbietens (enthalten im Essay-Band Der Ultramontane) über das Postulat einer "Freiheit der Kunst" konsequenter zu Gericht.
Mittwoch, 3. September 2025
Mittwoch, 23. Juli 2025
Downtown, corner spot ...
Der Gedanke, der Blogozese neues Leben einzuhauchen, hat was. Nicht zuletzt, weil es meines Ermessens einer möglichst reichen und gerne kraftvollen Gegenöffentlichkeit zu diversen Nachrichtenportalen bedarf, die unter dem Label "katholisch" eine überwiegend zweifelhafte Reformagenda voran treiben. Noch schöner wäre natürlich eine Initiative, die mit diesen Medienangeboten halbwegs auf Augenhöhe mithalten könnte - leider sehe ich im deutschsprachigen Bereich hier weder einen gemeinsamen Willen und ein professionelles Angebot mit Reichweite noch Ressourcen und Finanzmittel dafür.
Bloggen schafft dieses Desiderat zwar nicht aus der Welt (oder müsste es nicht eher "in die Welt" heißen?), könnte die Lücke aber zumindest teilweise füllen. In Punkto Vielfalt hätte diese Strategie sogar die Nase vorn - vorausgesetzt natürlich, es finden sich (wie früher) hinreichend Teilnehmer mit Lust am Schreiben und Liebe zur Kirche, die im Glauben gut gegründet sind und ein Talent für das rechte und angemessene Wort mitbringen.
Um es mit dem All-time Evergreen aus dem vorigen Beitrag zu sagen:
Don't hang around ... Things will be great when you're ... Downtown!"
Sonntag, 20. Juli 2025
Just listen to the music ... Downtown
Hätte mich irgendwer vor Kurzem aufgefordert, für ein Brainstorming zum Thema "Blogozese" ein paar halbwegs kreative Ideen beizusteuern, wäre wahrscheinlich sowas wie "Boulevard der Dämmerung" oder "Downgrade statt Downtown" dabei rausgekommen; also von wegen ... When you′re alone and life is making you lonely / you can always go / Downtown.
Wie komme ich jetzt da drauf? Klingt vielleicht etwas theatralisch, aber als ich - auf einem früheren Blog - am 09. Juli 2009 zum ersten Mal etwas über eine Landkirchenorgel in die Tasten hackte, da schrieb ich mich allmählich auch aus einer gar nicht so kleinen Krise zurück in die Welt des Glaubens, in ein Leben mit Gott.
Die Blogozese wurde für mich zu einer Art "Downtown", eine bunte Mischung katholischer Blogger, Jungs und Mädels, meinungsstark und glaubensfroh, mit denen man sich fallweise austauschen, an denen man sich orientieren konnte ... just listen to the music of the traffic in the city ... you can forget all your troubles, forget all your cares.
Freitag, 17. Juli 2020
Die Macht der Gewöhnung - was macht sie mit uns?
Gewiss - wir regen uns darüber auf; wir teilen die Beiträge nicht direkt auf fcbk oder Twitter, sondern verwenden screenshots oder spiegeln hanebüchene Artikel, um die entsprechenden Medien nicht durch Klicks weiter zu hypen; wir üben uns in eifriger Einigkeit, dass das "inoffizielle Medienportal der deutschen Bischofskonferenz" (oder wie immer man die Namensnennung zu vermeiden trachtet) und anverwandte Angebote schon wieder ins Klo gegriffen haben (so wie heute bereits vorvorvor-, vorvor-, vorgestern und gestern und erwartbar morgen usf.); wir kichern uns ein "haeretisch.de" in die Hand; sehen bestätigt, was wir ja schon immer wussten; suhlen uns im neuesten (eigentlich ist es zu 90 Prozent derselbe, nur jeweils wieder aufgebrüht) Medien-Muckefuck: concinationem nostram da nobis hodie!
Die Frage kann man nicht deutlich genug in die Runde werfen, also nochmal: Wann haben wir eigentlich damit angefangen, diese fortgesetzte Unterwanderung, Leugnung, Pervertierung von Glaubensinhalten als völlig normal zu empfinden?
Von gewissen "katholischen" Verbänden und "Vertretungen" ganz zu schweigen ...
