Samstag, 14. Juli 2018

Die Welle reiten, wenn man sie schon nicht aufhalten kann: Rod Drehers Strategieschrift "Die Benedikt-Option"


"Der heutige Mensch sucht ... lebendige Gemeinschaft zu finden. Aber droht ihm nicht die Gefahr, daß die Gemeinschaften, in denen er natürlicherweise steht - Familie und Gemeinde, Volk und Staat -, durch die fortschreitende Säkularisierung des Lebens ihre letzte Weihe und Heiligkeit und damit auch ihre zusammenhaltende Kraft verlieren? Zeigt uns da nicht Benedikt, besser als alle Soziologie, den Weg zur Heilung, weil er den Weg zur Heiligung der Gemeinschaft zeigt?"
¶ Adalbert von Neipperg OSB | Benedikt. Lehrmeister des christlichen Lebens | Freiburg 1938 | 44


Der Christ steht in der Zeit immer vor der Herausforderung, zur Welt (hier als jene "unerlöste" Welt verstanden, insofern sie sich der Erlösung bewusst entzieht) Stellung zu beziehen - zumal, wenn er seinen Glauben und die Kirche als Vermittlerin dieses Glaubens ernst nimmt. Er muss im Blick auf Christus und die eigene Unzulänglichkeit seinen Stand in der Welt regelmäßig prüfen und hinterfragen; "Gestaltet euch nicht dieser Weltzeit gleich", mahnt Paulus die Gemeinde von Rom, "sondern lasst euch umgestalten kraft der Neuerung des Denkens" (Röm 12, 2). Auch sollen - diesmal ist das Wort an die Christen von Korinth gerichtet - jene, "die mit der Welt verkehren", dies so tun, "als verkehrten sie nicht mit ihr; denn vorrüber geht die Gestalt dieser Welt" (1 Kor 7, 31).

In seinem Buch Die Benedikt-Option. Eine Strategie für Christen in einer nachchristlichen Gesellschaft zieht der US-amerikanische Publizist Rod Dreher daraus die folgende Konsequenz: "Eine Kirche, die genauso aussieht und sich genauso anhört wie die Welt, hat keine Existenzberechtigung" (196) - und trifft damit den Schwachpunkt des heutigen Christentums in der westlichen Hemisphäre; ein Christentum, das nicht nur weitestgehend seine Waffen streckt, wo es zur Verteidigung des christlichen Menschenbildes gerufen wäre, sondern zuweilen auch an dessen fortschreitender Destabilisierung aktiv mitwirkt, geschehe dies nun aus Kleinmut angesichts der eigenen, von der Gegenseite als "vormodern" deklassierten Weltanschauung beziehungsweise aus Zweifel an den Inhalten des eigenen Glaubens - oder resultiere ein die christliche Botschaft aufweichendes aggiornamento aus jenem Pragmatismus, der Relevanz von der Anschlussfähigkeit des Glaubens an den Zeitgeist ableitet, wie dies zum Beispiel regelmäßig auf Katholikentagen zu beobachten ist, diesen zwischen Selbstzweifeln und Sakropop oszillierenden Betäubungsorgien angesichts des faktisch schwindenden Einflusses der Kirche auf den öffentlichen Diskurs.

Ein solches sich der Welt und deren Regeln anbiederndes Christentum geht in der Regel mit einer verwässernden bis vollständig verschwindenden Verkündigung des Glaubens einher. Dreher verweist auf eine soziologische Studie unter amerikanischen Jugendlichen (katholischer und protestantischer Provenienz inbegriffen) von 2003, die feststellte, "dass die meisten der befragten Teenager einer schwammigen Pseudoreligion anhängen, für die die Forscher die Bezeichnung 'Moralisch-Therapeutischer Deismus' (MTD) prägten" (27): Gott ist gut, aber außer in Notlagen so wichtig nun auch nicht; Hauptsache, man geht fair miteinander um und ist mit sich selbst im Reinen; gute Menschen kommen in den Himmel. Diese "Glaubensbekenntnis", Hand aufs Herz, dürften auch viele Menschen hierzulande teilen, Christen inklusive.

Der erste Funke zu Drehers Buch, so der Autor im Vorwort, war die Geburt seines ersten Kindes im Jahr 1999. Dreher, der sich damals als "ein gläubiger Christ und ein überzeugter Konservativer" betrachtete, der "keinen Konflikt zwischen diesen beiden Dingen" sah, stellte Überlegungen an, "was für eine Welt seine Kinder erben" würden. Das Ergebnis waren wachsende Zweifel am "handelsübliche[n] politische[n] Konservatismus" mit dessen "unkritische[r] Begeisterung für die freie Marktwirtschaft", welche diejenige Institution beschädige, die aus Drehers Sicht "als die am dringlichsten zu bewahrende" erscheine: "die Familie". Diese Überlegungen lassen sich auf die Verhältnisse in Deutschland und auf weite Teile Europas übertragen, in denen das (programmatisch) "klassische" Bild der Familie sowie die (praktische) Organisation familiären Lebens ebenso durch wirtschaftliche Zwänge, wie durch ideologisch motivierte Umgestaltung unter scharfem Druck stehen - befördert nicht zuletzt durch eine noch immer (beziehungsweise nur noch) "konservativ" oder gar "christlich" dekorierte Politik.

Drei Punkte sind zwischenzeitlich angeschnitten, die ein Stück weit den Hintergrund der Benedikt-Option illustrieren mögen: Die Verweltlichung des Christentums und der Kirchen, der Verlust an Glaubenssubstanz und der auch von der Politik mehr und mehr begünstigte kulturelle Gegenwind, der seit einigen Jahrzehnten an Stärke zunimmt und christliche Positionen in Frage stellt, die - sagen wir: bis in die Mitte der 1960er-Jahre noch zu den Fundamenten westlicher Gesellschaftsordnungen zählten. Dreher gibt sich keinen Illusionen hin und rechnet nicht mit einer Wende zum Besseren, sondern ist überzeugt, dass Christen, die dem Evangelium treu bleiben, zunehmenden Angriffen ausgesetzt sein werden, bis sie sich dem Zeitgeist gefügig erweisen:
"Niemand außer den verblendetsten 'Religiösen Rechten' alter Schule glaubt noch daran, dass diese kulturelle Revolution wieder zurückgedrängt werden könnte. Die Welle kann nicht aufgehalten werden, man kann sie nur reiten" (30).
Von daher versteht sich die Benedikt-Option als ...
"... Alarmglocke für die konservativen Christen in der westlichen Welt (...) sie zu warnen, dass die größte Gefahr, der wir heute ausgesetzt sind, nicht von aggressiven Kräften der politischen Linken ausgeht und auch nicht vom radikalen Islam, wie viele zu glauben scheinen. Das sind die Gefahren, die unseren christlichen Brüdern und Schwestern in China, Nigeria und im Nahen Osten drohen. Für uns geht die größte Gefahr von der liberalen, säkularen Ordnung selbst aus. (...) Die Benedikt-Option ist keine Technik, um die politischen und sonstigen Niederlagen, die Christen erlitten haben, rückgängig zu machen. Sie ist auch keine Strategie dafür, die Uhr zu einem imaginären Goldenen Zeitalter zurückzudrehen. Und erst recht ist sie kein Plan für den Aufbau einer Gemeinschaft der Reinen, abgeschlossen von der realen Welt" (372 sq.).
Was nun ist diese Benedikt-Option? Letztlich der Versuch, aus der Regel des heiligen Benedikt, mithin aus einem anderthalb Jahrtausende alten und in einer Zeit starker politisch-kultureller Umbrüche entstandenen Buch, welches das konkrete Zusammenleben von Mönchen regelt, Prinzipien abzuleiten, an denen sich Christen heute orientieren können, um gegen alle Widerstände ihrer Umwelt ein erfülltes Leben aus dem Glauben zu führen. Das ist selbstverständlich mit der Aufgabe verknüpft, die eigene Lebenshaltung an diese Prinzipien zurückzubinden: eine "Auf-Gabe" geliebter Gewohnheiten und gar Selbstverständlichkeiten mithin inklusive.

Zur "Übertragung" der spätantiken Ordensregel auf den Alltag christlicher Laien in der Gegenwart scheint Dreher vor allem durch Besuche der einstigen Abtei von Norcia (Nursia - der Geburtsort des hl. Benedikt) inspiriert. Die Benediktiner pflegen die außerordentliche Form des römischen Ritus und besiedelten das lange Zeit aufgelassene Kloster zur Jahrtausendwende neu; seit 2016 ein Erdbeben die Gebäude zum Einsturz brachte, lebt der Konvent auf einem Gutshof vor den Toren der Stadt.

Dreher schaute den Benediktinern bei Gebet und Arbeit über die Schulter und unterhielt sich eingehend mit ihnen, um zuletzt seine Eindrücke darauf hin zu befragen, was sie für das Leben der Christen in der Welt bedeuten könnten. Eine Forderung ergibt sich dabei quasi aus der Gemeinschaftsstruktur eines Klosters von selbst: Christen, welche die Benedikt-Option leben möchten, müssen sich zu Gemeinschaften zusammenschließen - nicht zu einer so streng umrissenen wie ein Kloster, aber auch nicht so locker wie das Irgendwie-Dazugehören in einer Kirchengemeinde. Eine Benedikt-Options-Gemeinschaft zeichnet sich durch eine intensive soziale Interaktion ihrer Mitglieder in allen Lebensbereichen aus, ob geistlich, kulturell, alltagsbezogen oder etwa auch wirtschaftlich.

Um die Übertragung benediktinischer Prinzipien nunmehr an einem Beispiel zu illustrieren: Die Benediktsregel (Kap. 48) fordert von einem Mönch, wie intelligent und geistig gewandt er immer sein mag, auch körperliche Arbeit ein. Daraus zieht Dreher die Schlussfolgerung, in "dem derzeit anbrechenden Zeitalter" könne ...
"... das benediktinische Konzept der Heiligung durch alltägliche Arbeit ein wichtiges Vorbild für traditionsbewusste Christen im Berufsleben sein. Erstens und vor allem macht uns das benediktinische Modell bewusst, dass Arbeit und Gottesverehrung zusammen gehören und dass unsere Berufstätigkeit nichts von unserem Glauben getrenntes ist. Zweitens zeigt es uns, dass körperliche Arbeit ein Geschenk ist - ein Geschenk, dass Christen neu entdecken müssen, wenn die nachchristliche Gesellschaft uns aus bestimmten Berufsfeldern hinausdrängt. Und schließlich lehrt es uns, dass Arbeit ein Geschenk ist, das wir Gott und der Gemeinschaft zurückgeben sollen. Wenn 'Benedikt-Options'-Gemeinschaften überlebensfähig sein sollen, müssen sie diese Art von Solidarität wiederentdecken, nicht nur auf einer 'rein geistlichen', sondern auch auf einer ganz praktischen Ebene" (281).
Flankiert werden Drehers Überlegungen zur Benediktsregel von Ausführungen zu den Konzepten tschechischer Dissidenten während der kommunistischen Herrschaft wie Václav Havel ("antipolitische Politik") und Václav Benda ("parallele Polis") und durch einen Blick auf die italienische Laienbewegung der "Tipi Loschi", die aus einer an der katholischen Tradition orientierten Haltung heraus Familien in ihren Reihen sammelt und überdies karitativ tätig ist. Dem Autor ist wichtig, dass sich unter dem Deckmantel der Benedikt-Option keine in sich geschlossenen Ghettos bilden, die jeden Bezug und Kontakt zu ihrer Umwelt verweigern und verlieren und damit auch keine Möglichkeit haben, auf die Welt einzuwirken - wobei dieses Einwirken vor allem nach dem Konzept einer Graswurzel-Bewegung erfolgen wird.

Diese Seitenblicke in den europäischen Kulturkreis sind hilfreich. Durch das Buch zieht sich eine große Zahl praktischer Hinweise zur Umsetzung der Benedikt-Option im Alltag des Einzelnen wie in der Gemeinschaft; viele davon können auch im europäischen Kontext direkt umgesetzt werden. Probleme dürften hier - um auch die "Praxistipps" an einem Beispiel auszuweisen  - eher aus dem Protest von Kindern resultieren, denen die Eltern ein Smartphone verweigern, was Dreher im Blick auf erschreckende Zahlen zum Pornographie-Konsum unter pubertierenden Jugendlichen empfiehlt: "Väter und Mütter, die nie auf die Idee kämen, ihre Kinder in einem Raum voller Porno-DVDs unbeaufsichtigt zu lassen, denken sich nichts dabei, ihnen Smartphones zu geben. Das ist moralischer Wahnsinn" (362). Dabei wüssten wohl die wenigsten, "dass Apple-Gründer Steve Jobs seine Kinder keine iPads benutzen ließ und ihren Zugang zu Technologie strikt beschränkte" (364).

Insgesamt schreibt Rob Dreher jedoch aus einer dezidiert US-amerikanischen Perspektive heraus; der originäre Untertitel A Strategy for Christians in a Post-Christian Nation bezieht sich natürlich zunächst einmal auf die Vereinigten Staaten. Manche Ausführungen sind "typisch amerikanisch" und in andere Kontexte nicht eins zu eins übertragbar. Hier ist der deutsche Leser gefordert, sich Gedanken zu machen, wie die vorgestellten Strategien hierzulande anzupassen wären.

Greifen wir als Beispiel das Thema "homeschooling" heraus: In den Vereinigten Staaten lässt sich so das öffentliche Schulsystem umgehen - undenkbar in Deutschland. Für einen der Tradition verbundenen Katholiken ist das Angebot an passenden Schulen aber gering. Die gängigen kirchlichen Einrichtungen stellen in der Regel keine echte Alternative zum öffentlichen Sektor dar. Die wenigen Gründungen im Umfeld altritueller Gemeinschaften, die eine katholische Erziehung garantieren, lassen sich sozusagen an einer Hand abzählen und befinden sich zuweilen noch - finanziell, personell, rechtlich - in der Konsolidierungsphase. Das Pendant zu "homeschooling" könnten alsdann jene Schulen sein, die - in wachsender Zahl und oft sehr erfolgreich - von Evangelischen Freikirchen unterhalten werden und die eine am biblischen Menschenbild orientierte Bildung vermitteln. Das wäre übrigens im Sinne einer von Dreher befürworteten "Ökumene der Schützengräben", die auf der Einsicht beruht, dass angesichts der "kulturellen Umwälzungen seit den 1960er-Jahren (...) konservative Evangelikale und strenggläubige Katholiken mehr Gemeinsamkeiten miteinander" haben "als mit den Liberalen innerhalb ihrer jeweils eigenen Konfession" (219).

Es ließe sich nun noch viel mehr über dieses inhaltsreiche Buch schreiben, etwa zu den philosophischen Wurzeln der heutigen Krise, die Dreher vom ausgehenden Mittelalter bis zur Gegenwart nachzeichnet; für die Neuzeit streicht der Autor zudem die Entwicklungslinien im anglo-amerikanischen Bereich heraus und spürt dem Narrativ der Aufklärung auch aus dieser Perspektive nach. Dabei gelingt es Dreher, auch jene Leser mitzunehmen, die nicht unbedingt umfänglich philosophisch (oder, je nachdem, auch soziologisch oder theologisch) behaust sind: die Ausführungen mögen den Leser fordern, aber sie überfordern ihn nicht, wenn er aufmerksam bei der Sache bleibt.

Eines bleibt Dreher dem Leser ein Stück weit schuldig: Gerade ob der Sympathie, welche der Autor einer mittelalterlichen Weltsicht erkennbar entgegen bringt, welche "alles in der Welt als sakramental" (48) erlebte, wäre es wünschenswert gewesen, den potentiellen übernatürlichen Wert der Benedikt-Option deutlicher zur Sprache zu bringen, stärker noch zu akzentuieren. Hierzu schreibt der eingangs zitierte Benediktinerabt Adalbert von Neipperg, dessen kleines Büchlein man durchaus einen Vorläufer von Drehers Benedikt-Option nennen mag:
"Wie Benedikt im Oberen und im Mitbruder, im Kranken und im Pilger Christus sieht und verehrt, so sieht er auch die Gemeinschaft als Ganzes im Lichte des Glaubens: Sie ist ihm heilige Gemeinschaft, zusammengefügt durch Gottes Ruf, zusammengehalten durch Gottes Heiligen Geist, der in der Einheit des Lebens und der Liebe die einzelnen miteinander verbindet" (Neipperg, op.cit. 52).
Die Benedikt-Option kann meines Dafürhaltens nicht nur Interessens-, Zweck- oder meinethalben auch Notgemeinschaft sein, sie muss vor allem auch zur Heilsgemeinschaft werden und sich als solche verstehen.

Ein weiterer Kritikpunkt, eher formaler Natur, betrifft die deutsche Ausgabe, für dessen flüssig lesbare Übersetzung der Bloggerkollege Tobias Klein (hier) verantwortlich zeichnet. Dem Manuskript hätte ein abschließendes Lektorat gut getan; so aber fallen gewisse Flüchtigkeitsfehler in Schrift und Formulierung ein wenig zu oft auf, als dass man sie einfach verschweigen könnte. Auch in Sachen Layout ließe sich vielleicht etwas mehr herausholen. Andererseits aber muss man dem kleinen fe-medienverlag danken, dass er dieses Buch, welches in den Vereinigten Staaten offenbar stark diskutiert wird, einer deutschsprachigen Leserschaft überhaupt zugänglich gemacht hat.

Rod Drehers Benedikt-Option ist für Christen, die sich der Heiligen Schrift und der Tradition verbunden sehen, ein wichtiges, ja: ein notwendiges Buch. Es rüttelt aus der Lethargie der Gewöhnung auf, mit der man gesellschaftliche Entwicklungen (die in der Regel ja nicht auf einen Schlag, sondern per Salamitaktik fortgeschrieben werden) allzu oft hinzunehmen pflegt, solange man sich selbst nicht direkt betroffen glaubt (was ohnehin ein Trugschluss ist, denn in der vermeintlich bewahrten Ruhe liegt bereits eine latente Kumpanei mit dem Zeitgeist). Mit gewissem Augenzwinkern möchte man sogar sagen, Drehers Benedikt-Option stehe in der Tradition etwa des Enchiridion militis christiani des Erasmus von Rotterdam, ist Theorieschrift und Handlungsanleitung zur Selbstvergewisserung und Stellungnahme des Christen in der Zeit, für die Auseinandersetzung zwischen Christen und der Welt und zur schrittweisen erneuten "Durch-Setzung" des Christlichen in der Welt - all das natürlich mit Benedikt-Options-Gemeinschaften im Rücken, die dieses Programm erst ermöglichen, da sie den dazu nötigen Atem verschaffen.

Und was ist Drehers Buch sicher nicht? Ein fromm' Traktat mit jenem zuweilen ganz gerne gelesenen Lamento über die Übel der Zeit, den man mit leicht wohligem Schauer durchschmökert, um all das danach ins Regal zu räumen. Wer nach der Lektüre nicht zumindest überlegt, was nunmehr zu tun sei, hat nur wenig von diesem Buch verstanden. Und weniger noch, das steht zu befürchten, von seinem christlichen Glauben.

¶ Rod Dreher | Die Benedikt-Option. Eine Strategie für Christen in einer nachchristlichen Gesellschaft | aus dem Amerikanischen von Tobias Klein | 398 Seiten | Kißlegg 2018 | fe-medienverlags GmbH | ISBN 978-3-86357-205-1 | 19.95 EUR