Montag, 12. Dezember 2016

Advent zwölf - Das Höchste nur Anfang

Da sagt ein altes Eucharistiegebet: "O heiliges Gastmahl, in dem Christus empfangen, das Andenken Seines Leidens erneuert und uns ein Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben wird".
Die ersten beiden Gedanken finden wir vertraut: Mahl und Opfer. Aber den dritten kennen wir kaum. Und doch gehört er dazu. Um es grob zu sagen: Die heilige Kommunion ist uns nicht zuerst gegeben, damit wir innerlich satt werden, sondern damit wir mehr Hunger haben. Sie ist wohl das Kostbarste, was uns der Herr hinterlassen hat, denn sie ist ja Sein Fleisch und Blut. Aber sie weist über sich hinaus auf jenes Beisammensein mit Christus, das "kein Auge geschaut hat" ...
Wenn so das Höchste nur Anfang ist (freilich: was für ein herrlicher Anfang!), wieviel mehr gilt das von allem anderen! Es kann in unserem christlichen Leben nichts Endgültiges geben, weil wir dem Kommenden immer entgegen reifen müssen.
Alfred Kardinal Bengsch: In Erwartung der Wiederkunft. Berlin 1966. S. 18 f.

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