Freitag, 16. Dezember 2016

Advent sechzehn - die uns auf die Nerven gehen

Der Herr ist nahe, wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind. Es gibt eine Gemeinschaft in Christus, die kein Tod löst. Der Leib Christi bleibt, freilich verwandelt und verherrlicht ...
Seien wir doch ehrlich: Es kann auch ein bedrückender Gedanke sein, daß unsere Gemeinschaft schon das Reich sein soll, das ewig dauert. Ist sie nicht oft so erbärmlich und deutlich von dieser Welt, mit allem Zank und Ärger? Schockiert uns nicht manchmal der Gedanke an die ewige Gemeinschaft mit Menschen, an deren Frömmigkeit wir nicht zweifeln, die uns aber heillos auf die Nerven gehen?
Alfred Kardinal Bengsch: In Erwartung der Wiederkunft. Berlin 1966. S. 24.

Kommentare:

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

Ich hege seit Jahrzehnten die Hoffnung, dass, falls ich in den Himmel komme, das Paradies so weitläufig ist, dass ich den Meisten aus dem Wege gehen kann

Felicitas hat gesagt…

Wenn das passiert, bedeutet es nur, dass wir zu wenig lieben.

Andreas hat gesagt…

Die "Antwort" des Kardinals auf diesen "Konflikt", liebe Felicitas und liebe Anni, erscheint morgen am 17. Dezember ... ;-)