Freitag, 9. Dezember 2016

Advent neun - Fehlt uns was?

Wenn der Herr morgen käme, dann wäre das nicht nur ein Schrecken für die Christen, die sich gerade irgendwo in den allgemeinen Vergnügungstaumel eingelassen haben ... Es wäre auch für jene eine fremde und programmwidrige Störung, die gerade mitten im vollen christlichen Betrieb sind. Wir sind nämlich so sehr und so sicher im "wahren Christentum", daß uns nichts mehr fehlt. Wir haben doch den menschgewordenen Heiland, wir haben die Sakramente, wir haben die wahre Lehre, wir sind geborgen in der wahren Kirche - wo ist da noch Raum für die Erwartung? Freilich, es gibt den Tod und das Leben nach dem Tode. Aber steht das nicht für unser Gefühl "auf einem anderen Blatt"?
... So machen wir das Vorläufige zum Endgültigen, das Rasten auf dem Weg zu einem Daueraufenthalt, das Zelt zum festen Wohnsitz, den Anfang zum Ziel - und dies alles mit dem guten Gewissen, christlich zu leben. 
Alfred Kardinal Bengsch: In Erwartung der Wiederkunft. Berlin 1966. S. 16 f.

Kommentare:

Brettenbacher hat gesagt…

..dauerndübellaunig? geschäftsneidisch? resentimentverstopft?
welthassend ? endzeitfanatisch ?

Noch unkatholischer geht es jedenfalls nicht mehr !

(aber diese 15 Tage halten wir das auch noch aus...)

Andreas hat gesagt…

Seid bußfertig, Brettenbacher!

;-)