Donnerstag, 15. Dezember 2016

Advent fünfzehn - Wo niemand es ahnt

Der Herr ist nahe, denn Seine Gnade ist in uns. Nicht bloß wie eine kostbare Perle, die wir scheu behüten, sondern als die königliche Kraft, die unseren Taten Gültigkeit für morgen gibt. Wir handeln schon in der Vollmacht der Bürger des Gottesreiches ...
Denn nichts, was ein Christ tut, hat nur Sinn und Wirkung für diese Erde, alle seine Werke reichen in die Ewigkeit, wenn sie in der Gnade getan sind. Er hat eine herrscherliche Verfügungsgewalt, die auch das Unbedeutendste wertvoll machen kann vor Gott. Mitten in der Welt und mit dem kümmerlichsten Werkzeug baut er am kommenden Reich, gerade da, wo niemand es ahnt, wo er scheinbar nichts anderes tut als alle andern.
Alfred Kardinal Bengsch: In Erwartung der Wiederkunft. Berlin 1966. S. 22 f.

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