Dienstag, 4. Oktober 2016

Guide me, O thou great Redeemer

Vor einigen Tagen kam eine Anfrage einer evangelischen Freikirche herein, die auf dem alten blog meine deutsche Nachdichtung der englischen Kirchenhymne Guide me, o thou great Redeemer aufgetan hatte und diese wohl nachsingen will. Da ich diese Fassung selbst nicht mehr recht auf dem Schirm hatte, werde ich sie hier einfach "wiederverwerten" - zumal ich das Lied nach wie vor ungemein schätze ...
1. Guide me, O thou great Redeemer,
pilgrim though this barren land;
I am weak, but thou art mighty;
hold me with thy powerful hand;
Bread of heaven, Bread of heaven,
feed me now and evermore,
feed me now and evermore.
Führe, lenke, großer Erlöser,
meinen Schritt durch Wüstenland.
Bin ich schwach, bist Du doch mächtig,
leite mich mit starker Hand.
Brot vom Himmel, Brot vom Himmel,
stärk’ mich jetzt und allezeit,
Stärk’ mich jetzt und allezeit!
2. Open now the crystal fountain,
whence the healing stream doth flow;
let the fiery cloudy pillar
lead me all my journey through;
strong Deliverer, strong Deliverer,
be thou still my Strength and Shield,
be thou still my Strength and Shield.
Lass’ aus Fels und Stein die Quelle
sprudeln, die mir Heilung bringt.
Scheine mir als Feuersäule,
dass mein Mut empor sich schwingt.
Treuer Hüter, treuer Hüter,
sei Du Stärke mir und Schild.
Sei Du Stärke mir und Schild!
3. When I tread the verge of Jordan,
bid my anxious fears subside;
bear me through the swelling current,
land me safe on Canaan's side;
songs of praises, songs of praises,
I will ever give to thee,
I will ever give to thee.
Tret’ ich einst an Jordans Gestade,
nimm all’ Angst, all’ Furcht von mir.
Mag der Tod, selbst Teufel toben,
Deinem Sieg vertrau’ ich hier.
Licht vom Lichte, Licht vom Lichte,
brich mir an in neuem Tag!
Brich mir an in neuem Tag!
Lass’ mich schaun’ in heil’gem Strahlen
ewig Dein Jerusalem.
Hebe Deinem Volk die Tore,
dass sie weit und offen stehn.
Preis und Ehre, Preis und Ehre,
steig’ empor zu Deinem Thron,
steig’ empor zu Deinem Thron.
Wie man unschwer merkt, wurden die letzten Verse ein wenig "ausgebaut" und auf zwei Strophen verteilt - man hat dann einfach etwas noch mehr zu singen, was in diesem Fall eine Freude ist, wie man dem Original hier ablauschen kann.

Kommentare:

dilettantus in interrete hat gesagt…

Hat die erste Zeile nicht eine Silbe zu viel?

Andreas hat gesagt…

Wenn man streng ist: Ja. Aber die Melodie fängt das meines Dafürhaltens problemlos auf ...

dilettantus in interrete hat gesagt…

Und wenn man einfach "lenk" singt?

Andreas hat gesagt…

Würde mir nicht so zusagen: "Führe, lenke" entspricht ja dem "Guide me, O thou", die Silbenüberzahl greift erst danach, fällt bei der melodischen Tarnung jedoch ohnehin nur dem gestrengen Ohr auf ... ;-)

Eugenie Roth hat gesagt…

Und hier die Noten mit Text:
https://www.youtube.com/watch?v=JBialmYF2I4