Dienstag, 13. September 2016

Tagessplitter

Die homiletisch beliebte Frage, was ein bestimmtes Fest "uns heute noch sagen kann" oder "für uns heute bedeutet" (zuweilen das Einfallstor für allerhand, sagen wir's mal nett: un-orthodoxe Um-Deutungen), stellt sich natürlich auch mit Blick auf das gestrige Fest Mariä Namen und dessen historischer Veranlassung - 333 Jahre nach der Schlacht am Kahlenberg, welche unter Anrufung Unserer Lieben Frauen Namen die Zweite Wiener Türkenbelagerung beendete ... und nein: die Antwort lautet zuerst einmal nicht, auch heute möglichst konsequent jenen Islam wieder loszuwerden, der sich in Europa zunehmend breit macht.

Gewiß, dessen Ausbreitung ist nicht zu unterschätzen! Erinnert sei in diesem Zusammenhang etwa nur an Tayyip Erdoğan, der, von der Muse des Dichters Ziya Gökalp geküsst, sich bekanntlich so vernehmen ließ: "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten" ... ok, das war 1998 und damit schon eine Weile her; aber Hand auf's Herz: glaubt wirklich jemand, dieser zweifelsohne lupenreine Demokrat sieht das heute wesentlich anders?

Das sollte man im Hinterkopf behalten und allzeit wehrhaft sein. Im Blick auf die Frage, was uns das Mariä-Namen-Fest heute angeht, existiert aber eine all dem vorausliegende Antwort: Es gilt, sich auch die geistige und geistliche Haltung zu erobern, die den Sieg vom 12. September 1683 errungen hat: Maria hilf!

Kommentare:

Brettenbacher hat gesagt…

..mit Wissenschaft besteckt, trockenhumorig aufgeweckt, eine gründelnde Miscelle, vom Tresen der Profanen her ins Lob der Immaculata mit einstimmend,
ist dieses:
Sven.K. Knebel, Lieb Vaterland, magst ruhig sein- ein mythenkritischer Einwurf. In: Zweinundzwanzigste ETAPPE. Almanach für Politik, Wissenschaft & Kultur; Ss.77-83

Tarquinius hat gesagt…

*hust* Nun ja, ein Mangel an Demokratösität ist nun das letzte, was ich am Sultan an der Überhöhten Pforte auszusetzen habe. Wie dem auch sei: Maria hilf!

Kirchfahrter Archangelus hat gesagt…

Präzise Punktlandung zwischen den raufenden Haufen buntorientierter Hyperventilierer und selbsternannter Verteidiger der Fiktion "christliches Abendland".
Der Standpunkt dürfte umfassend unpopulär und daher katholisch sein.
Gefällt mir.

Felicitas hat gesagt…

Viel schöner so!