Freitag, 4. März 2016

Beim Busfahren betrachtet

Der Bus ließ heute Morgen auf sich warten und kam ... endlich doch, wenngleich verspätet. Nun war auch das Fortkommen nicht eben rasant und rief mit fallender Zeit den Zweifel wach, ob ein bestimmter Anschluss noch zu erreichen sei ... Für solche Fälle habe ich einen Notfallplan im Kopf, der mir dennoch rechtzeitiges Aufschlagen bei der Arbeit sichern soll; dennoch saß ich in diesem viel zu langsamen Bus und ärgerte mich zunächst rum, unlustig des drohenden Umwegs. Fortkommen wollte ich, wie ich's mir gedacht hatte, wie es sich sonst und oft bewährt hat.
Gott, wir denken uns immer wieder Wege aus.
Nicht, daß diese nicht funktionierten ...
zuweilen funktionieren sie
sogar wunderbar ... fast zu gut.
Laß uns aber stets damit rechnen,
daß Deine Wege anders sein können,
daß Du uns manchmal auf Deine Wege nötigst,
auch wenn wir der Meinung sind,
die seien doch ein Umweg. 
Laß uns darauf vertrauen,
daß, wenn ein Weg zum Ziel führt,
es der Weg ist,
auf den Du uns mitnimmst.
Und hilf uns dessen vor allem zu erinnern,
wenn die Wege unwirtlich sind,
steinig und im Dunkel und
wir uns kaum trauen, sie zu gehen.

Kommentare:

KH hat gesagt…

Beim Lesen Ihres Posts fällt mir das Gedicht von
J.H.Newman ein:
"Lead, Kindly Light"
Es beschreibt meinen ständigen Kampf zwischen Gottes Willen
und meinem Willen. Und es zeigt mir, wie wenig ich noch auf Gott vertraue. "One step enough for me" ist im Moment noch nicht genug für mich. Ich kämpfe, daß es so sein wird.

Andreas hat gesagt…

Ich denke, daß es immer wichtig ist, ehrlich mit uns selbst zu sein - und das heißt meist: Unsere Schwäche vor Gott einzugestehen und zu bekennen. Wenn wir diesen Schritt ehrlich und vorbehaltlos tun, nicht nach tausend rechtfertigenden Entschuldigungen und Ausflüchten suchen, sondern Gott angesichts unserer Armseligkeit mit dem Vertrauen, das uns möglich ist, um seine Gnade bitten ... dann ist dieser "one step" vielleicht doch nicht so gering, wie wir zuweilen denken, da wir nicht vom Fleck zu kommen scheinen.

Danke für die Erinnerung an Newmans Gedicht!