Mittwoch, 10. Februar 2016

Heiligt Kasteiung zu!

Doch auch jetzt
ist Sein Erlauten:
"Kehret um zu mir her
mit all eurem Herzen!" -
mit Kasteiung, mit Weinen, mit Klage.
Zerreißt euer Herz,
nimmer eure Gewänder,
und kehret um zu IHM eurem Gott!
denn gönnend und erbarmend ist er,
langmütig und reich an Huld,
leidsein läßt er sichs des Übels.
Wer weiß, er kehrt um,
läßt sichs leidsein
und übrig läßt er hinter sich Segen:
Hinleitspende und Guß
für IHN euren Gott.
Stoßt in die Posaune auf Zion,
heiligt Kasteiung zu,
rufet Einschließung aus!
Ladet das Volk,
heiligt die Versammlung,
holet die Alten zuhauf,
ladet die Spielkinder noch
und die an den Brüsten saugen,
hervorschreite
aus seiner Kammer der Neuvermählte,
aus ihrem Gemache die Braut!
Zwischen Flursaal und Schlachtstatt
weinen sollen die Priester,
die IHM amtenden,
sie sollen sprechen:
"Schone, DU, dein Volk!
gib dein Eigentum nimmer dem Hohn,
daß ihr Gleichwort darüber die Weltstämme sagen!
Warum soll man unter den Völkern sprechen:
Wo ist ihr Gott?!"
 
Da eiferte ER um sein Land,
da dauerte es ihn seines Volks.
ER antwortete,
er sprach zu seinem Volk:
"Wohlan, ich sende euch
Getreide, Most und Öl,
daß ihr euch dran sättigt.
Nicht gebe ich euch mehr hin
als einen Hohn unter den Stämmen
(Joel 2, 12 ff. - Lesung der Messe zum Aschermittwoch
in der Übersetzung von Martin Buber).

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