Montag, 1. Februar 2016

Das Strahlen des Logos und Vorleuchten des erhöhten Kyrios

Mariä Lichtmess - Pfarrkirche zu St. Märgen im Schwarzwald
Lumen
ad revelationem gentium
et gloriam plebis tuæ Israel!
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Enthüllendes Licht: den Völkern!
Und Herrlichkeit: deinem Volk Israel!
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(Lk 2, 32)
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Mit dem heutigen Tag Mariä Lichtmess, oder, wie früher zuweilen gesagt wurde, Unserer Lieben Frauen Lichtweihe, schließt endgültig die Weihnachtszeit. Ich möchte daher nochmals den hl. Ignatios von Antiochien zu Wort kommen lassen. Der Abschnitt aus dem Brief an die Epheser hat nicht unmittelbar mit diesem Tag zu tun ... doch die Rede von den laut rufenden Geheimnissen, tría mystéria, vollbracht in der Stille Gottes, und vom Stern, der aufstrahlt, markiert auch die Größe und die Not jener Begegnung im Tempel: Nur die in Stille harren können wie Simeon und Hanna, die werden den Stern sehen, Gott im Kinde erkennen und schauen das Strahlen des Logos, das Vorleuchten des erhöhten und verherrlichten Kyrios in seinem Licht, im Glanz neuer Schöpfung ...
Und es blieb dem Fürsten dieser Welt die Jungfrauschaft Marias und ihre Niederkunft verborgen, ebenso auch der Tod des Herrn - drei laut rufende Geheimnisse, die in Gottes Stille vollbracht wurden. Wie wurden sie nun den Äonen offenbar?
Ein Stern erstrahlte am Himmel, heller als alle Sterne, und sein Licht war unaussprechlich und seine Neuheit erregte Befremden; alle übrigen Sterne aber samt Sonne und Mond umgaben den Stern im Reigen, er selbst übertraf durch sein Licht alle ... (Brief an die Epheser 19, 1 f.).
Das Zitat ist entnommen aus: Die Apostolischen Väter. Griechisch und Deutsch. Übertragen und herausgegeben von Joseph A. Fischer. München 1956. S, 156 f. Im Bild: Mariä Reinigung / Darstellung des Herrn - Deckengemälde in der Pfarr- und Wallfahrtskirche zu St. Märgen im Schwarzwald.

Kommentare:

Tarquinius hat gesagt…

Die Vergreisung der Gesellschaft hat auch hier zugeschlagen. Der heilige Josef wird nämlich auch immer älter, so kommt's mir vor ... ;-)

Andreas hat gesagt…

Dabei ist Bart noch nicht mal grau ... von wegen "Silver Ager"!