Donnerstag, 26. November 2015

Typisch deutsch(e Kirchensprache)

Wir haben auf pastorale Weise das Leid des Betroffenen anerkannt und ihm deshalb 10.000 Euro zukommen lassen.
Mal ganz abseits des vertrackten  - und, sollte sich der Verdacht erhärten, sehr beschämenden - Bezugsrahmens dieser bischöflichen Aussage: Der Satz ist extrem typisch für die katholische Apparatschik-Kirche in Deutschland. Daß er in besagtem Kontext gefallen ist, macht ihn auch nicht besser.
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 Quelle: Meine 10.000 mal fettgeliebte Kirchenseite (hier).

Kommentare:

sophophilo hat gesagt…

In Zukunft werde ich mich bemühen, Sachverhalte wahlweise auf dogmatische, liturgische oder kanonistische Weise anzuerkennen. Bin gespannt, wie das aussieht.

Andreas hat gesagt…

Darum gehts mir nicht - sondern darum, daß bei der allerersten Ansage zum konkreten Vorwurf in diesem Interview gleich mal eine Geldsumme in den Ring geworfen wird. Nicht, daß man das verschweigen müßte; aber es gibt noch weitere Ebenen, die man aus dem Glauben und der Hirtensorge heraus im Blick auf ein (mutmaßliches) Opfer und einen (mutmaßlichen) Täter zur Srache bringen kann, ehe man den Begriff "pastoral" gleich monetär aufpolstert.

viasvitae hat gesagt…

Und damit hast Du sehr Recht!

Tarquinius hat gesagt…

Von unserem Pastoral können sich die Hottentotten da unten mal einen Zehntausender abschneiden!

Andreas hat gesagt…

Du meinst die, für die noch immer das Wunder und nicht der Zweifel des Glaubens liebstes Kind ist?