Dienstag, 10. November 2015

Tagessplitter

Erinnerlich, als wäre es erst gestern gewesen - da wurde bei allen möglichen Gelegenheiten das Hohelied der Aufklärung intoniert: Man solle den Mut aufbringen, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Man müsse sich aus aller Unmündigkeit radikal befreien. Solle sich emanzipieren, kritisch sein. O tönet fort, ihr süßen Himmelslieder, ...
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Und heute? Klärt einem ein Kulturwissenschaftler morgens auf DRadio Kultur auf, man solle sich angesichts gewisser aktuell heranflüchtend einwandernder Wertvorstellungen vor "Aufklärungsfundamentalismus" hüten ... die Träne quillt, die Erde hat mich wieder! Aber echt.

Kommentare:

Tarquinius hat gesagt…

Es ist ja nicht neu, dass Aufklärung den schlimmsten Aberglauben gebiert ... eine ganz neue Temerität ist wohl aber, wenn sie am Ende verlangt, den Verstand zu guillotinieren.
Ein Gutes hat diese Krise also vielleicht, wenn sich dadurch diese alte Narretei nun endlich selbst erledigt ...

Andreas hat gesagt…

Du bist halt auch so ein Tradifundi ... ;-)