Sonntag, 15. November 2015

Bilder vom Tag

Sic transit gloria fontis - vor dem Badischen Bahnhof zu Basel stehen zwei Brunnen; genauer: Was von ihnen und dem Aufgang dazwischen noch übrig ist. Die Treppe ward einer (spr)öden Straße geopfert, die Schalen hat man mit Erde befüllt und pflegeleicht bepflanzt. Allein die beiden großen Brunnenskulpturen sind noch vorhanden. Eine zeigt ein nackig' Weib, das von einem Stier geschoben wird - eine etwas handfeste Allegorie der nahen Wiese, eines Flüssleins, das aus dem bäuerlichen Wiesental bei Basel in den Rhein mündet. 
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Nun mag man bei (allegorisch) bestierten Damen (in Bahnhofsnähe) eher an jene Maid Europa denken, die von Zeus, so raunt die Mythe, quasi auf die Hörner genommen wurde, als an Feld-, Wald- oder Wiesenflüsse ... Und schaut man sich unseren Kontinent aktuell an, dann passt die Skulptur samt reichlich derangiertem Gestus recht gut in die Zeit:
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Das Motiv gibt es wahlweise auch mit verdorrtem Grünzeug vornweg ...
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Kommentare:

Tarquinius hat gesagt…

Und was entspringt nun dieser, im wahren Wortessinne, bestialischen (Fluss-)Bettgeschichte ... ?

Andreas hat gesagt…

Angesichts der aktuellen Lage gewiß kein Paradiesstrom ...