Dienstag, 25. August 2015

Tagessplitter

Heute rutschte mir - das Thema ist auf dieser Seite nicht ganz neu - wieder irgendwo ein Bild unter die Augen, das mich an die "Höhe" kirchlicher Kunst nach Das Konzil erinnerte. Wir erinnern uns: Damals lag Bronzekunst schwer im trend, wobei menschliches Kunstschaffen im echten Holozän bereits weiter gediehen schien als bei dessen Epigonen ein paar tausend Jahre später. Nach Das Konzil mochte man denken, es könne nichts eckig, ungelenk und klumpig genug geraten, um sich das "Prädikat" (von "Adel" ganz zu schweigen) sakraler Kunst zu erwerben.
.
Das alttestamentarische Bilderverbot leuchtet jedenfalls unvermittelt wieder ein, denn welcher Gott will sich schon als einfallslos kubistische Fresse im Quadrat dargestellt sehen? Daß uns Gott in Christus mit menschlichem Angesicht begegnet, ist den Bronze-Zombies jener Zeit jedenfalls kaum abzuspüren - so bleibt am Ende vielleicht die Frage, ob sich nun jede Kunst ihre Häresie oder jede Häresie ihre Kunst schaffe?

Keine Kommentare: