Donnerstag, 11. Juni 2015

Tagessplitter

Hin und wieder hört man von sehr frommen Zeitgenossen, die sich im Vertrauen auf irgendwelche Bibelverse irgendeinem Unbill aussetzen, sich dabei um rein garnichts kümmern und am Ende schlimmstenfalls ins Gras beißen. Meist wird vergessen, daß auch in Punkto "Gottvertrauen" die Gnade auf der Natur aufbaut; und wer immer seine Sorge allein auf den Herrn werfen mag, muß vorab zumindest eines tun: erstmal Werfen.
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"Am Tage versehrt dich die Sonne nicht, und nicht der Mond bei Nacht": Bleichgesichtigen Glatzköpfen (wie meinereiner) bringt es zum Beispiel eher wenig, sich auschließlich auf diesen Vers aus Psalm 120 zu verlassen, um dann einen Sonnenstich zu kassieren. Die Natur lässt schließlich Baumwolle wachsen, derweil irgendwo auf Gottes weiter Erde (in diesem Fall: Made in China) daraus Mützen werden. Die zieht man sich über die Rübe und vermeidet - Deo gratias! - sehrenden Unbill stechender Sonne.
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Beim Einkaufen kam mir heute so eine Mütze in die Finger. Sie erinnerte mich nicht nur an Ps 120, 6, sondern auch an Ps 143, 1 ... Und da sage nun einer, man verursachte in Oberndorf am Neckar aktuell nur Streuverluste (mir scheint ohnehin, daß die Sache von einigen profilgierigen Politikern, Politessen und Pressefritzen reichlich aufgeblasen wird) ... 
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Kommentare:

Tarquinius hat gesagt…

Witzigerweise trieb mich dieser Tage beinahe der gegenteilige Gedanke so um. Aber genau so machen wir es ja all zu häufig - zumindest mal ich: Dem Herrgott das überlassen, um das wir uns selbst kümmern sollten, und uns selbst darum bekümmern, was eigentlich eher des Höchsten Baustelle ist.

Zur amerikanischen Schirmmützenvariante und Streugeräten: Also alleine schon von der Ästhetik her würde ich ja hier (wie auch sonst) das vorkonziliare Standardgewehr bevorzugen. Beim Hantieren mit dem G36 hatte ich zudem immer Angst, nur noch Polyamidscherben in den Händen zu halten, wenn ich mal versehentlich zu fest drücke ...

Andreas hat gesagt…

Mag sein, daß ich mich beim G36 etwas weit aus dem Fenster lehne; in Stetten am kalten Ars.. ähh Markt bekam ja noch das G3 in die Hand gedrückt ... zuviel Plaste an der Braut kann zumindest das Gottvertrauen stärken! ;-)