Montag, 8. Juni 2015

Kommentarsplitter

Zu den perfidesten Praktiken "wohlmeinender" Abtreibungsbefürworter zählt die Strategie, Opfer gegeneinander auszuspielen. Im Nachgang des gestrigen Beitrages wurde mir mit vorwurfsvollem Unterton das Los eines minderjährigen Mädchens um die Ohren gehauen, welches nach einer Vergewaltigung mit Zwillingen schwanger ging und dem Tod ins Auge sehen mußte. Diese "wohlmeinenden" Zeitgenossen wissen offenbar und zweifelsfrei ganz genau, was zu tun ist: Abtreiben! Es mag schön sein für diese "wohlmeinenden" Mitmenschen, daß sie sich klar und deutlich zur einen Seite hin solidarisieren und zur anderen entsolidarisieren können. Ich kann es leider nicht, denn es gibt keine "Lösung", die eines Menschen Herz in so einem Fall nicht grämen und kümmern würde.
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Die schwangere Minderjährige ist aber nicht in erster Linie Opfer Ihrer Zwillinge, sondern das Opfer eines Vergewaltigers. Damit ist der kaum zu widerlegende Eindruck verknüpft, daß nach einem halben Jahrhundert sexueller Revolution, Befreiung und Freizügigkeit die Dinge ärger stehen als zu den muffigst-altvorderen Zeiten einer "repressiven" Sexualmoral. 
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Überraschung? Von wegen ... wenn nämlich der trotz aller Zivilisation bis heute archaisch funktionierende Sexualtrieb nahezu rund um die Uhr und fast allerorten immer wieder genährt, gar befeuert wird, dann muß man sich nicht wundern, daß eine wachsende Zahl von Menschen auf der dauernden Suche nach dem noch geileren Kick jene Tabus suchen, welche nach umfänglicher Enttabuisierung noch Grenzen sprengen können.
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Warum etwa gerät ein mieses Buch, das zwischenzeitlich nicht minder mies verfilmt worden ist (ich verlasse mich hier auf Urteile der Literatur- und Filmkritik), zum bestseller im Buchladen und zum blockbuster auf der Leinwand? Womöglich, weil Fifty Shades of Grey ein noch bestehendes Tabu bricht? Mithin also an die dunkle Seite des Sexualtriebs appelliert, derweil die Menschen mit ihrem "Blümchen-Sex" zwischenzeitlich sowas von durch sind, daß schlicht der nächste Kick her müßte? Und glaube keiner, man könne diese Entwicklung in den Griff bekommen, indem man den Kindern im Kindergarten einen Dildo in die Hand drückt und sie anleitet, wie man sich befingert und befriedigt ... linke Narretei!
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Zurück zum Thema "Abtreibung" - als wichtiger Bestandteil, um ein Klima der sexuellen "Selbstverwirklichung" und "Freiheit" aufrecht erhalten zu können, ist sie nicht eine Lösung, sondern Teil eines gewaltigen Problems. Die Opfer dieses Klimas sind nicht zuletzt unzählige Kinder - ob im Mutterleib oder doch später im Leben: Opfer einer in letzter Konsequenz enthemmten Sexualität.

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