Montag, 22. Juni 2015

Das Netz auswerfen

... in verbo autem tuo laxabo rete (Lk 5, 5).
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Auf Dein Wort hin will ich mein Netz auswerfen!
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Ich weiß nicht, Kyrie Christe, was mir ins Netz gehen wird.
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Vielleicht nur wieder Abfall,
der meinen Geist und das Gemüt kitzelnde Dreck aus der Zeit,
der mich immer wieder von Dir wegführt?
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Er beschwert mich,
er zieht mich hinab mit meinem Netz,
hinein in die dunklen Wasser
aus dem er kommt.
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Libera me
de ore leonis,
ne absorbeat me tartarus,
ne cadam in obscurum.
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Du aber willst, das ich das Netz auswerfe,
mich der Anfechtung stelle,
jede Niederlage überwinde,
wieder neu beginne ...
Dir zeige, was ich auch gefangen habe:
mein Versagen,
meine Armseligkeiten,
die arme Beute meiner Schwachheit.
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Du nimmst sie an und verwandelst sie.
Ich muß sie nur Dir in die Hand vertrauen:
alles, was ich habe,
und mich selbst.

Kommentare:

Tarquinius hat gesagt…

Bewegender als jedes noch so eindrückliche Zitat sind doch diese persönlichen Zeugnisse. Ich danke dafür, und am besten auch ... mit meinem (kläglichen) Gebet.

viasvitae hat gesagt…

Ich schließe mich an. Wirklich schön. Quid multa.

Andreas hat gesagt…

Lieben Dank für die Rückmeldungen!