Donnerstag, 16. April 2015

Benedikt und das Maschinengewehr

So recht helfen kann ich mir nicht ... aber wann immer wieder irgendein Trachtenverein vor dem Kloster Mater Ecclesiæ aufmarschiert, kommt mir der Musikantenstadl in den Sinn. Einerseits will ich glauben, daß Benedikt XVI. an solchen Abordnungen seine helle Freude hat; diese sei ihm von Herzen gegönnt und das nicht nur heute - andererseits haben diese folkloristischen Auftritte immer etwas Drollig-Pittoreskes, was mir samt Bier, Brezn und Weißwurst mit der Würde selbst des abgelegten Amtes nicht ganz vereinbar scheint. Sei's drum und über den Schatten gesprungen: Gottes Segen ad multos annos zum Geburtstag, Benedikt!
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Wenn wir aber schon bei Geburtstagen sind ... da hätte ich heute gar einen Hundertsten auf Lager, wenngleich man dem Jubilar nicht mehr einen frohen Ruhestand auf viele Jahre, sondern eher Requiem æternam wünschen wird. Er selbst komme hier nochmals zu Wort:
... Wer nicht täglich mit Gott ringt, der wird seinen suchenden Brüdern nichts mehr sagen können. Denn mit Gott kann man nicht religiös flirten, sondern man muß mit ihm ringen, wie Jakob mit dem Engel ... Sonst gibt es den sattsam bekannten katholischen Krachmacher, der auf der Plattform eines katholischen Vereins seine natürlichen Fähigkeiten abreagiert. Er wird zum routinierten religiösen Funktionär, der morgen auch in jeder anderen "Richtung" aktiv sein kann. Aber er enttäuscht bald ...
Das stammt aus einem Beitrag mit dem Titel Christus und die Super-Aktivisten, der wiederum dem Buch Christus auf der Reeperbahn entnommen ist. Der Verfasser, der heute 100 Jahre alt geworden wäre, wurde zuweilen als "das Maschinengewehr Gottes" apostrophiert:
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1 Kommentar:

Severus hat gesagt…

Pater Leppich, unvergessen!
Danke für diese Erinnerung!