Sonntag, 1. März 2015

Was platt machen ...

Selbst auf die Gefahr hin, das Gerücht zu füttern, unkonziliäre Vorlieben der Alte-Messe-Molchschaft wären vor allem ästhetischer Natur: Ad vesperam griff ich zu einer Ausgabe des Breviarium Monasticum, die mir vor geraumer Zeit in die Hände gefallen ist; wenn ich aber eine Sache fast ebenso wenig abkann wie derzeitige Wortmeldungen deutscher Bischöfe, dann sind es verdrehte und verknitterte Lesebändchen in Büchern ... und drum gab's im Anschluß einen Schonwaschgang; wenn man schon den Bischöfen den Kopf nicht schonungslos waschen kann ...
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Kommentare:

Tarquinius hat gesagt…

Was ich noch weniger leiden kann, sind kupierte Bändchen. Auf Deine Idee bin ich aber auch noch nicht gekommen ... befürchte aber, dass ich tollpatschigerweise aus dem Waschbecken ein Brevier-Baptisterium machen würde ...

Andreas hat gesagt…

Nun ja, in diesem Fall war das Verfahren ohnehin nur teilweise wirksam: Die Bändel sind zu dünn und leichtgewichtig. Ist halt wieder so eine belgische Spar-Editio ... ;-)

Eugenie Roth hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Salutis, Sie könnten die noch feuchten Bändchen vorsichtig auf Stufe 1 bügeln, falls ein derartig modernes Gerät sich in Ihrem Haushalt befindet.
Aushängen können sich Knitter bei dem Gewicht der Bänder nicht, denn dieses liegt ja unterhalb dem Gewicht einer Feder ...
Ich wünsche guten Erfolg!
Eugenie Roth

Andreas hat gesagt…

Danke für den Hinweis, Eugenie ... bei manchen Bändchen - sofern fester gewebt und etwas gewichtiger - reicht aber das Feuchtverfahren durchaus. In dem Fall werde ich aber in der Tat ggf. noch drüberbügeln ... ;-)

Sursum corda hat gesagt…

Ich glaube, wir haben dasselbe Hobby! Zerknitterte Lesebändchen kann ich auch nicht leiden. Kleiner Tip: Die Enden bestreiche ich mit ein wenig Weißleim, dann fransen sie nicht mehr aus. Verschlissene Bändchen lassen sich sehr gut durch Satin-Geschenkband ersetzen. Einziger Nachteil: Sie liegen nach dem Einsetzen dann auf der falschen Seite des Kapitalbandes, was aber nicht sonderlich stört.

Andreas hat gesagt…

Nun ja, als "dasselbe Hobby" würde ich dann eher unser beider (vermutete) Leidenschaft für Schießgewehre etc. sehen und weniger die Not vertrudelter Lesebändchen ... ;-)

Das Verkleben der Enden habe ich übrigens auch schon praktiziert, kann man wirklich nur weiterraten ...