Mittwoch, 21. Januar 2015

Das Manifest der heiligen Agnes

 hl. Agnes - Glasfenster in der Herz-Jesu-Kirche, Zürich-Oerlikon 
Die Jungfrau, die dem Kyrios angetraut ist - bis hinein in das Zeugnis des eigenen Blutes, hinein in die furchtlose Hingabe des Lebens für Christus und, in letzter Konsequenz, an ihn:
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Agnes steht in der Schar jener heiligen Frauen, die wirklich Braut waren, unzertrennlich, unverbrüchlich, ungeschieden. So gesehen ist sexuelle Enthaltsamkeit, auf welche das Konzept der Jungfräulichkeit zu oft reduziert wird, nur ein Phänomen letztlich viel größerer Lebensentwürfe - wenngleich ein wesensprägendes, in welchem sich die völlige Hingabe an den Kyrios einen Ausdruck verschafft. Das Martyrium aber wird zum äußersten Manifest in der Konsequenz eines schon lang beschrittenen inneren Weges und zum erhöhten Zeichen der Freiheit.
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Der Geist, der in einem solchen Leben steckt, tut uns oft not, und so fürchten wir das Schwert. Gewiß: Nicht jedem ist dieses Manifest abverlangt, die innere Haltung aber, die ihm vorausgeht, kann uns stark machen gegen die Versuchung in diesem Aion. Die heilige Agnes helfe uns mit ihrer Fürsprache, uns aus ihrem Vorbild das zu gewinnen, was uns im Rahmen unseres Standes zum Heil dienen kann ... ora pro nobis!
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Bild: Die hl. Agnes - Fenster in der Herz-Jesu-Kirche, Zürich-Oerlikon.

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