Freitag, 28. Februar 2014

Heute 20 Uhr - wie und was auch immer ...

Dicit illis Jesus:
Vos autem quem me esse dicitis?
Respondens Simon Petrus
dixit ei:
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TU ES CHRISTUS FILIUS DEI VIVI.
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Respondens autem Jesus,
dixit ei:
Beatus es, Simon Bar Jona:
quia caro et sanguis non revelavit tibi,
sed Pater meus,
qui in cælis est.
.
Et ego dico tibi, quia
.
TU ES PETRUS
ET SUPER HANC PETRAM
AEDIFICABO ECCLESIAM MEAM
.
et portæ inferi
non prævalebunt adversus eam.
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(Mt 16, 15-18)
.
Gott segne Benedikt XVI. und erleuchte seinen Nachfolger Franziskus!

Dienstag, 25. Februar 2014

Der Grenzbaum

Odo Casel OSB
Das Kreuz aber ist Grenzbaum; es steht dort, wo das irdische Leben aufhört, wo es scheinbar in den Tod hinübergeht, in das dunkle Tor, wohin unser irdisches Auge nicht reicht. Nur der Glaube an Gottes Barmherzigkeit gibt uns den Mut, diesen Weg, der scheinbar zum Tode führt, zu gehen. Wer diesen Glauben nicht hat, wer nicht weiß, daß hinter dem Tor ein anderes Leben beginnt, der bleibt lieber zurück und tanzt um den irdischen Lebensbaum, bis die Schlange herauszüngelt und ihn mit tödlichem Giftbiß verwundet.
Wer aber in blindem Vertrauen, im Gehorsam und in Hingabe der Liebe den Grenzbaum sucht, wer die Schwelle des Todes bereitwillig überschreitet, der kommt in das Land des wahren Lebens, des göttlichen, aionischen, nie aufhörenden Lebens. Ihm wird der Weg zum Lebensbaume freigegeben; der darf offen hinzutreten und die Frucht ergreifen, die ihm Anteil am Leben des wahren und lebendigen Gottes gibt, des deus vivus verus sanctus. Der allein immer lebende, der allein wirkliche, der allein heilige, von den Sündern durch die Unendlichkeit getrennte und abgesonderte Gott gibt uns sterblichen und sündigen Schattengeschöpfen Anteil an seinem ewig seienden Leben, seiner allein feststehenden Wirklichkeit und Wahrheit, seiner unendlich strahlenden und reinen Heiligkeit. Alles das aber durch das Kreuz ...
Odo Casel OSB: Der neue Baum des Lebens in: Mysterium des Kreuzes. Paderborn o.J. S. 49 f.

Glaube, Sinn und Tomaten

Unsere "Theologen" beschwören zuweilen gern den aktuellen "Glaubenssinn des Gottesvolkes" als Glaubensregel und sind dabei sehr unredlich, indem sie verschweigen, welchen Anteil sie selbst an der inbegriffenen Degeneration haben. Der beschworene "Glaubenssinn" verhält sich zum Glaubensgut nämlich wie eine holländische Gewächshaustomate zum Original von den sonnensatten Feldern unseres Gottes: sehr blass, sehr wässrig und bemerkenswert geschmacklos.

Montag, 24. Februar 2014

Ach neee ...

... die schon wieder: Freiburger Seelsorger fordern Mitsprache bei Bischofswahl (hier). Der übliche Verein, der sich schon für Sakramente im Sonderangebot bei "Geschieden-Wiederverheirateten" und gegen die deutsche Neufassung des Missale Romanum ausgesprochen hat. Haltet doch endlich mal die Klappe ... ich kann das Gewinsel und Geheule echt nicht mehr hören!

Sonntag, 23. Februar 2014

Das BamS!

Auf der Fahrt nach Basel las ich heute im Gastmahl des hl. Bischofs Methodius von Olympus und sah mich unfreiwillig grinsen, da ich mir ein Bild, das der Autor einer über Jungfräulichkeit referierenden Jungfrau in den Mund legt, etwas zu bildlich vorstellte:
Ja, eine Seele, die nicht gleichwie mit Salz bestreut wird mit den Sprüchen Christi, die muß anfaulen und Würmer gebären.
Leider gibts dazu kein Photo, aber dafür ist mir (noch immer läuft die Basler Mustermesse, Tiere vom Bauernhof inklusive) ein Zicklein begegnet. Und Ziegen lecken, soweit ich weiß, gerne Salz. 
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Ohne nun Jungfrauen in irgendeiner Weise mit Ziegen in Verbindung bringen zu wollen, leiste ich mir dennoch die hanebüchen geklitterte Gedankenfolge: Ziege > Salz > Jungfrau > Methodius (immer noch besser, als daheim mein Schraubglas mit Salz drin abzulichten) ...
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Freitag, 21. Februar 2014

Sententiæ XLVII

Adam, der gemeinsame Vater, nahm Wohnung im Paradies, doch wegen seiner Ungerechtigkeit und Sünde wurde er aus dem Paradies hinausgeworfen. Wir aber, die wir Erben seiner Natur und seiner Strafe sind, steigen im Glauben an Christus durch die Teilhabe an diesen Mysterien zum Himmel empor, wie er gesagt hat: "Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht ins Himmelreich gelangen" (Joh 3, 5).
Aus der ersten Katechetischen Homilie des Bischofs Theodor von Mopsuestia (Kap. 5).

Donnerstag, 20. Februar 2014

Guardini goes Baywatch

Ich habe einmal gelesen, wie bei einem Fischervolk in der Südsee die Menschen sich, auf einem bloßen Brett reitend, in die Brandung werfen, zum Spiel, zur Lust! Welch unendlicher Rausch der Naturverbundenheit muß über einen solchen Menschen kommen! Als sei er ein Wasserwesen, oder selbst ein Stück Welle!
Hätte Guardini geahnt, daß Surfen heute eine "Trendsportart" ist, und hätte er obendrein all den Schnickschnack, der drumherum getrieben wird, vorhergesehen, die zwischen 1923 und 1925 publizierten Briefe vom Comer See wären womöglich noch eine Spur kulturkritischer ausgefallen, als sie es ohnehin schon sind ...

Mittwoch, 19. Februar 2014

Barocke Verwüstung

Heute Abend ein wenig Barockschelte - die alipianischen Marginalien mögen darüber hinwegsehen und die Geistbrauser meinethalben darob frohlocken, derweil ich mich hinter Romano Guardini verschanze. Allerdings sollte man einen Tagebucheintrag aus den 1930er Jahren, der von Gattung und Art her eher spontanes Empfinden spiegelt, nicht allzu hoch hängen ...
In Cefalù. Der Dom ragt wie eine Gottesburg empor, und die Stadt liegt zu seinen Füßen. Inwendig hat ihn das Barock verwüstet. Das Barock hat ja immer zerstört, wohin es kam. Wenn man die alten, edlen Stile liebt, die vorausgehen, möchte man es hassen, so groß seine Kunst sein mag. Und wenn man auch die Abneigung vor irgendeinem seiner Werke vergißt, so erwacht sie doch bald wieder, sobald es mit seinem Prunk neben Bauten tritt, die jene heilige Innerlichkeit haben, altchristliche, oder romanische, oder gotische.
Romano Guardini: Tagebuch - Reise nach Sizilien in: In Spiegel und Gleichnis - Bilder und Gedanken. Mainz / Paderborn (7) 1990. S. 161.

Montag, 17. Februar 2014

"Euch näher als je!"

Zum Ende dieses Tages soll Romano Guardini noch selbst zu Wort kommen - mit einigen die kleine Schrift Den Menschen erkennt nur, wer von Gott weiß abschließenden Gedanken, die uns in der Verworrenheit und im Niedergang unserer Zeit Mut zusprechen könnten:
Aus dem Leben der ägyptischen Wüsteneinsiedler wird erzählt, wie einer nach langer Prüfung der Ferne fragt: "Herr, wo warst Du doch in der schrecklichen Zeit?" Gott aber antwortet: "Dir näher als je!".
Immer ist Er nahe, seiend an der Wurzel unseres Seins, redend in der Tiefe unseres Gewissens. Doch es ist offenbar so, daß wir unser Verhältnis zu Gott zwischen den Polen der Ferne und der Nähe erleben sollen. Durch die Nähe werden wir gestärkt, durch die Ferne geprüft. Wenn Gottes Nähe sich zu fühlen gibt, ist es leicht, gläubig zu sein; ist Er aber fern, dann wird es Zeit für den nackten Glauben, der nichts hat als das Wort: "Ich lasse Dich nicht!"
Mit der großen Geschichte ist es nicht anders. In früheren Zeiten war, so scheint es, die Welt von Gott voll. Nicht, daß die Menschen besonders gut gewesen wären; es hat Unrecht und Sünde gegeben wie heute. Trotzdem war wohl etwas anders: das Gute ist aus der Nähe Gottes heraus geschehen, und das Böse wider diese Nähe, und deswegen waren auch Umkehr und Buße so tief. Im Lauf der Zeit wird aber das Herz immer kühler. Die Welt wird immer voller von Sachen; die Stunde bedrängt von immer heftigerem Geschehen - das Dasein aber in seiner Tiefe wird immer leerer. So leer, daß Einer, der gescheit war wie wenige und im Innersten verworren wie kaum einer sonst, erklären konnte, Gott "sei tot". Ein furchtbares Wort! Wie es meistens nachgesagt wird, ist es ja nur Gerede; der es aber zuerst gesagt hat, hat damit das Gefühl der Gottesleere, des Alleinseins im Ganz-Fremden ausgesprochen. Daraus hätte in ihm, der ja doch die Offenbarung vernommen hatte, die Treue gegen den fernen Gott hervorgehen können; er hat aber die Weise seines Fühlens mit Wirklichkeit gleichgesetzt und gesagt, Gott sei nicht mehr.
Nun spricht die halbe Welt es ihm nach. Wenn aber einmal die Zeit kommt - und sie wird kommen, nachdem die Dunkelheit durchgestanden ist - und der Mensch Gott fragt: "Herr, wo warst Du doch damals?", dann wird er wieder die Antwort vernehmen: "Euch näher als je!" Vielleicht ist Gott unserer frostigen Zeit näher als dem Barock mit der Pracht seiner Kirchen, dem Mittelalter mit der Fülle seiner Symbole, dem frühen Christentum mit seinem jungen Todesmut; nur empfinden wir es nicht. Er aber erwartet, daß wir nicht sagen: "wir fühlen keine Nähe, also ist kein Gott" - sondern daß wir Ihm durch die Ferne hin die Treue halten. Daraus könnte ein Glaube erwachsen, nicht weniger gültig, ja reiner vielleicht, härter jedenfalls, als er in den Zeiten des inneren Reichtums je gewesen ist.
Romano Guardini: Den Menschen erkennt nur, wer von Gott weiß in: Die Annahme seiner selbst / Den Menschen erkennt nur, wer von Gott weiß. Mainz 1987. S. 75 ff.

Fundamentales - zum Geburtstag von Romano Guardini

Rund ist das Datum wirklich nicht - aber weil mir die Persönlichkeit, die heute vor 129 Jahren a.D. 1885 zur Welt kam, viel bedeutet, sei des Geburtstags von Romano Guardini erinnert. Als geistlicher Autor hat mich Guardini in jüngeren Jahren stark geprägt; daß die Lektüre seiner Schriften in mir eine gewisse Freude zum Wort und an der Sprache geweckt hat, dürfte dabei eine eher nebensächliche Selbsteinschätzung sein. Es gibt wichtigere Themen und Fragestellungen, in denen Guardini mir Orientierung geboten hat und noch heute bietet.
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Meines Ermessen rührt das daher, daß in seinen Büchern so häufig nichts "fertig" vorgestellt wird; das kommt meiner Wesensart vermutlich entgegen. Man muß nur einen Blick auf so manchen Untertitel seiner Schriften, in so manches Vorwort eines Textes werfen und sehen, wie der Autor selbst mit seinem Thema ringt und wie er Ausführungen als "Versuche" charakterisiert - wer aber diese Versuche mitvollzieht und durchschreitet, dem wird deutlich, daß der Leser hier keineswegs gnädig gestimmt werden soll, wenn etwa der Gedanke von den zu erwartenden Pfaden abweicht. Darin konnte ich mich, gerade auch im Soziotop der katholischen Tradition, verorten - mehr als in Predigten und Katechesen und überfrömmelten Umtrieben, wo mitunter und für manche Fragen recht (und zu) rasch die "passende" Lösung zur Hand scheint: Lösungen, die zwar das Problem ins Auge fassen, nicht aber jenen Menschen, der sich damit herumschlägt - der Mensch aber ist Teil des Problems, ist mit dem, was auf ihm lastet, häufig eng verwoben, und auch diese Knäuel gilt es zu lösen und zu entwirren. Guardini wußte darum.

Darüber ließe sich viel noch sagen ... mehr, als es Zeit und Form eines Blogeintrages geraten sein lassen. Ich möchte daher lieber auf ein zweites Thema kommen, das ich sozusagen Guardini verdanke: die Liebe zur Heiligen Liturgie und die Faszination daran. Ich meine, es war das Bändchen Vom Geist der Liturgie, das überhaupt das erste gewesen sei, was ich von Romano Guardini las. Von dort führte rasch ein Weg zu dem anderen Büchlein Von heiligen Zeichen und zum Taschenbuch Beten im Gottesdienst der Gemeinde, einer nachkonziliar gekürzten Neuauflage der Besinnung vor der Feier der heiligen Messe. Gerade auch der tiefe Reichtum der "alten" Messe, die ich damals bereits kennen gelernt hatte, wurde mir anhand dieser Bücher - manch andere wie die Vorschule des Betens könnten hier auch Erwähnung finden - deutlich; was kein Wunder ist, schließlich schrieb Guardini selbst auf dem Hintergrund der vorkonziliaren Liturgie. Von Guardini aus griff ich im Lauf der Jahre zu anderen Büchern, die mir erreichbar waren: Das Jahr des Heiles von Pius Parsch etwa oder die zehn Bände des Liber sacramentorum des sel. Ildefons Schuster OSB, griff zu den Erwägungen, welche die Hersteller Benediktinerin Ämiliana Löhr unter dem Titel Das Herrenjahr veröffentlicht hatte und zu den Werken ihres Spirituals, womit wir bei Odo Casel OSB angekommen sind. Und es blieb nun nicht allein beim Lesen - letztlich verführte mich Guardini auch zum Stundengebet, zur Möglichkeit, mich immer wieder an den großen, den unaufhörlichen Lobpreis der Ekklesia anzuschließen.
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In einer Zeit, in denen mein Glaube schwach und hohl und veräußerlicht war (es gab sie; auch Guardini konnte mich vor anderen Lockungen nicht immer schützen), war es - neben der Orgel, die mich band - eben jene Heilige Liturgie als Maß, Form und Gerüst, die mich doch bei der Sache hielt und so die letzte Glut hütete. Wie das ohne dieses Fundament ausgegangen wäre, welches Guardini gelegt hatte und das gewiß verschüttet war, aber mich trotzdem getragen hat - das weiß ich nicht. Doch ich habe mir den Glauben wieder lebendiger gewinnen können, vielleicht auch ein Stück gereift ... was, wie ich hoffe, ganz im Sinn Guardinis sollte liegen und sich ihm mit verdankt: Deo gratias!

Sonntag, 16. Februar 2014

Das BamS! (Achtung schweinisch!)

Mit Blick auf das Bild am Sonntag! vom vergangenen Wochenende und den Umstand, daß die gemeine Hauskatze in der christlichen Ikonographie nicht gerade reüssiert, wurde ich von Thomas auf Schweine aufmerksam gemacht. Zufällig bin ich heute vor den Toren der Basler Mustermesse (gemeint ist nicht die Alte-Messe-Molch-Messe in Basel, sondern eine Handelsmesse) an einigen vorbeigekommen (das passiert eigentlich öfter, die Schweine heute waren aber richtige) ...
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Beklagenswerter Weise kommen Schweine in der christlichen Kunst zumeist nicht besonders gut weg und müssen überwiegend als Sinnbilder für den Teufel, das Böse oder - im "besten" Fall - für den Sünder den Ringelschwanz hinhalten. Die susophobe Grundeinstellung des Alten Testamentes dürfte hinlänglich bekannt sein; daß Christus jede Menge Dämonen zweier Besessener in eine Schweineherde vertrieben hat, poliert nun den Ruf der armen Tiere ebenso wenig auf wie der Umstand, daß der verlorene Sohn im Gleichnis so vor den Hund gekommen ist, daß er Schweine hüten mußte. Nach Cäsarius von Heisterbach können böse Geister den Sünder in Gestalt von Schweinen quälen. Der Weinberg Christi wiederum wird im Utrechter Psalter von einem Eber verwüstet, weil Ps 79, 14 entsprechende Verdachtsmomente ausbreitet. Und das sind jetzt nur einige Schweinereien aus der Rezeptionsgeschichte.
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Aber und immerhin: Die Concordantia Caritatis des Zisterzienserabtes Ulrich von Lilienfeld (gest. 1358), eine Art typologisch-allegorisches Hand- und Hilfsbuch für eher ahnungslose Prediger, sieht im Eber ein Symbol für Stärke und Kampfbereitschaft (so auch auf Wappenschilden) und erblickt in der Gefangennahme eines Ebers eine Analogie zur Gefangennahme Christi. 
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Wer nun Lust auf mehr Schwein hat, kann sich hier bei Thomas noch jede Menge schöner Schweine anschauen!

Samstag, 15. Februar 2014

Die Exposition und das Verstummen

Der Sündenfall - Detail aus einem Glasfenster in der
Pfarrkirche St. Wendelin zu Altglashütten im Schwarzwald

Die Zäsur ist deutlich: Mit dem Sonntag Septuagesima öffnet sich erneut der Themenkreis des österlichen Mysteriums. Die Ekklesia beginnt im Stundengebet ihre Schriftlesung mit den ersten Versen der Genesis, dem Schöpfungsbericht. Den Schlüssel zu dieser Lesung aber findet man in der Antiphon zum Magnificat während der ersten Vesper:
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Dixit Dominus ad Adam:
De ligno quod est in medio paradisi,
ne comedas:
in qua hora comederis
morte morieris.
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Der Herr hat zu Adam gesprochen:
Vom Baum, der steht in der Mitte des Paradieses:
Iss nicht davon!
Zur Stunde, da du davon essest,
wirst du des Todes sterben.
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Die nun anbrechende Vorfastenzeit exponiert das durch den Sündenfall ausgelöste Menschheitsdrama, das uns erneut gewärtig werden soll, auf daß wir es in der bald folgenden Fastenzeit im Geist der Buße innerlich bis unter das Kreuz durchschreiten. Die Worte der Genesis aber werden uns in der Osternacht erneut begegnen - dann erhellt vom Lumen Christi, vom Licht des Kyrios, der in seiner Auferstehung vom Tod eine neue Schöpfung emporführt.
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Doch Ostern liegt heute in einem fernen Horizont, und das Alleluja hat die Kirche in der Vesper vorerst verabschiedet, indem sie es nochmals zu Gottes Lob und Preis am Ende besonders erklingen ließ:
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Benedicamus Domino - alleluja, alleluja!
Deo gratias - alleluja, alleluja!
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Nun ist es verstummt.

Über alle Welt hinaus

Zur Zeit beschäftigt mich immer wieder die Frage, was ich eigentlich tue, wenn ich "glaube", wo dieses "glauben" für mich mit Schwierigkeiten verbunden ist und was es von mir einfordert, nämlich das totale Vertrauen, daß dieser Gott tatsächlich so ist und jener Gott ist, wie er sich in der Heiligen Schrift und in der Überlieferung der Ekklesia gemäß seinem Wort kund tut ...
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... also das alte Lied: Pascals "Gott der Philosophen und Gelehrten" mag man beweisen können, dem "Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs" kann man nur vertrauen, und das ist, so geht es mir jedenfalls, die größte Herausforderung dieses Glaubens - in allen Anfechtungen oder bei all den Sinn verheißenden Alternativen, die einem über den Weg laufen, und die oft bequemer scheinen und einleuchtender dazu. Um das Vertrauen, das all dem zum Trotz den Glauben aufschließt, muß man immer wieder ringen, ich zumindest.
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Bei den Laudes heute morgen ist mir das wieder hochgekommen, beim Gedanken des letzten Verses aus dem 63. Psalm, der eigentlich bereits von der Antiphon vorbereitet war - wie auch von der vorangehenden Psalmodie dieser Gebetshore mit ihrem deutlichen Kräftespiel aus glaubensfroher Zuversicht und Bedrohungen eben dieses Glaubens:
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Lætatur iustus in Domino et confugit ad eum, *
et gloriantur omnes recti corde.
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Der Gerechte freut sich im Herrn 
und nimmt seine Zuflucht bei ihm, *
und alle, die redlichen Herzens sind, dürfen sich rühmen.
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Zuflucht nehmen ... da tönen die Gefährdungen des Glaubens mit hinein, denn der Akt setzt etwas voraus, wovor man flieht. Im Psalm sind es hinterlistige Feinde, die weniger mit dem Schwert, als mit Worten kämpfen: Aber mit einer Zunge, die gewetzt ist wie ein Schwert. Ich höre darin von all jenen all das, was mich vom Glauben abbringen möchte: es raunen Psychologen, Soziologen, Biologen, Philosophen und auch Theologen - ein erfülltes Leben sei einfacher zu haben und ehrlicher obendrein, unabhängig, emanzipiert, humanistisch sinnreich ausgefüllt, im Hier und Jetzt und ohne ein Jenseits, das ich mir einreden ließe.
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Und doch glaube ich - glaube, daß Gottes Verheißung wahr ist, daß nichts passiert, bei dem Gott nicht seine Finger mit im Spiel hat, daß alles, was mir widerfährt, ganz gleich, ob sich darin der unmittelbare Wille Gottes manifestiert oder ob es eine Folge der Sünde, meiner Sünde ist, daß all dies von Gott zum Segen ausgebreitet oder gewandelt wird, wenn ich ihm nur vertraue, auch wenn es manchmal in meinem Horizont eine regelrechte Zumutung ist. Gott stärke mein und unser aller Vertrauen in seinen Weg und Rat und führe uns über alle Welt hinaus zum Ziel!
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Der Gerechte freut sich im Herrn 
und nimmt seine Zuflucht bei ihm, *
und alle, die redlichen Herzens sind, dürfen sich rühmen.

Ravenna fürs Wohnzimmer

In einem Kommentar zum vorherigen Eintrag sprach Severus die Vermutung aus, ich müsse ja noch viel Platz in meinem Bücherschrank haben ... dem ist leider keineswegs so. Heute habe ich dennoch erneut der Diakonie zwei Euro über die Theke geschoben (samstags gibts Prozente!) und fünf Bücher nach Hause getragen - darunter Schriften von Romano Guardini (meinerseits Dubletten zum Weiterverschenken) oder etwa ein interessantes Büchlein über Bäume (weniger mit Blick auf die Botanik, sondern eher auf die Heilsgeschichte). Und dann war da noch diese schöne Mappe mit Reproduktionen, zu der ich mir passende Glasrahmen besorgen möchte, um mir eine "Mosaikwand" zu gestalten: Deo gratias!

Donnerstag, 13. Februar 2014

Synodeskes - kalte Dusche als Buch

Den Gedanken habe ich hier bereits das ein oder andere Mal geäußert, aber weil ich die Sache spannend finde, komme ich heute erneut darauf zurück. Wie früher schon verraten, drücke ich mich regelmäßig in einem Sozialladen der Diakonie herum, vor allem zwischen den Bücherregalen.
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Das Sortiment ändert sich schnell und schwankend. Was der Laden anbietet, stammt überwiegend aus Wohnungsauflösungen und Nachlässen; doch finden sich immer wieder Schwerpunkte im Angebot, die auf den "Erblasser" ein wenig schließen lassen. Welcher Mensch mag einst dieses Buch gekauft, in jenes die Nase gehalten haben? Wo mag sich dieser Mensch geistig oder auch geistlich heimisch gefühlt haben? Auch: Wie er wohl ausgesehen haben mag? Wie könnte es um sein Wesen bestellt gewesen sein? Das sind alles interessante Fragen, die für mich an manchen Büchern kleben. Bücher haben ihre Schicksale!
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Im Bereich geistlicher Literatur fluteten zum Beispiel zeitweilig auffällig viele evangelikale Kleinschriften die Abteilung für mehr oder minder fromme Hinterlassenschaften (konkret: drei Regalböden "Religion") - offenbar war den Protestanten also eine Seele entkommen, und ein Alte-Messe-Molch, wie ich einer bin, hofft gerne, daß Gott sie gerecht gemacht habe. Das wünsche ich natürlich auch jenem konzilsbewegten Ex-Zeitgenossen, auf dessen Tod und Scheiden einige progressivere Hinterlassenschaften schließen lassen:
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Ich weiß zwar nicht genau, was ich mit diesen Brummern konkret anfangen sollte, und womöglich habe ich sie nur gekauft, weil sie billig zu haben waren (eine Schwäche von mir) ... allein der Titel der zugehörigen Monographie Das deutsche Konzil wirkt bereits wie eine kalte Dusche in der aktuellen Eiszeit des hiesigen Katholizismus ...
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In dem gelben Teil, welches auf gut 900 Seiten den Ertrag dieses "deutschen Konzils" zusammenfaßt, lassen sich so reizvolle Sätze lesen wie etwa im Beschluss "Räte und Verbände" zum Start des Abschnitts 3.4.2 (auf S. 671):
Der Katholikenrat der Diözese ist der Zusammenschluß von Vertretern des Laienapostolats aus den Komitees bzw. sonstigen Gremien der mittleren Ebene und der Katholischen Verbände sowie von weiteren Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft.
"Vertreter" - "Komitee" - "Gremium" - "mittlere Ebene" - "Verbände" - alles drin! Ich bin unumwunden begeistert! 
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Aber es gab auch wirklich interessante Entdeckungen ... etwa Das Neue Testament in der Übersetzung von Fridolin Stier - ein schöner Zuwachs für meinen kleinen Hort verschiedener Ausgaben der Heiligen Schrift!

Mittwoch, 12. Februar 2014

Tipp für Tebartz

... Man kann verallgemeinern, dass nahezu – nein, dass ausnahmslos alle wert-, pracht- und wundervolle Architektur auf diesem Planeten aus Verschwendung entstanden ist, meistens aus Steuerverschwendung, und dass selten bis nie Sozialdemokraten oder gar Grüne, so versiert sie in puncto Steuerverschwendung auch sein mögen, daran beteiligt waren, denn sogar wenn Sozialdemokraten oder Grüne Konzerthallen bauen lassen, verzichten sie auf menschenverachtende Freitreppen und faschistoid prunkene Portale und lassen die irgendwie diskriminierende Zentralachse wenigstens auf der Damen- bzw. Unisex-Toilette enden.
Michael Klonovsky in seiner Acta diurna vom 10. Februar 2014 über bundesrepublikanische Architektur unter Berücksichtigung von Bischofshäusern und Flughäfen samt einem Tipp, wie Bischof Tebartz im Mediantenstoadl unserer Tage seine Haut womöglich noch retten könnte (hier, ggf. scrollen) ...

Dienstag, 11. Februar 2014

Durch Maria zu Christus

Madonna in der Lourdes-
grotte bei der Pfarrkirche 
im badischen Forchheim
Schöne Eigentexte prägen das Fest der Erscheinung der unbefleckt empfangenen Jungfrau in der Eucharistia und im Stundengebet. Bei der Reform der Rubriken zu Beginn der 1960er-Jahre behielt man daher im Breviarium Romanum die hohe Ordnung für die Laudes und Vesper bei, obschon der Anlass selbst als Fest dritter Klasse eingestuft wurde - ein Ausnahmeregelung, die sonst eigentlich nur bei Eigentexten besonders alter Heiligenoffizien zu finden ist.
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Im Introitus der eucharistischen Mysterienfeier sehen wir das himmlische Jerusalem zu uns hinabsteigen (Offb 21, 2):
Vidi civitatem sanctam Jerusalem novam, descendentem de cælo a Deo, paratam sicut sponsam ornatam viro suo.
Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, herabsteigen aus dem Himmel von Gott her, bereitet wie eine Braut, geschmückt ihrem Bräutigam.
Ebenfalls auf die Schauung des Johannes greift die Lesung zurück:
Da ward geöffnet Gottes Tempel im Himmel und zu sehen war in seinem Tempel die Lade seines Bundes. Und da entstanden Blitze und Stimmen und Donner und Beben und gewaltiger Hagel. Und ein gewaltiges Zeichen ließ sich sehen am Himmel: Eine Frau, gewandet mit der Sonne und unter ihren Füßen der Mond und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen. Und ich hörte eine gewaltige Stimme im Himmel sagen: Nun ist geworden die Rettung und die Kraft und das Königtum unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten (Offb 9, 19 / 12, 1 und 1o).
Die heilige Liturgie ist hier einerseits Zuchtmeisterin aller Marienfrömmigkeit und streckt andererseits jenen Skeptikern die Hand entgegen, welche die Verehrung Unserer Lieben Frau beargwöhnen: Denn wo wir Maria sehen und ehren, da sehen und ehren wir den Kyrios in der Herrlichkeit. Wo sich Maria uns zuwendet, da wissen wir: Es ist der Kyrios, der uns Maria zur Mutter geben hat und der sie uns geschenkt hat, sie zu uns sendet: Er ist es, der durch sie wirkt, wie er auch durch die Ekklesia wirkt, deren Urbild Maria ebenfalls ist.
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Ein Gedanke von Benedikt XVI., der seine Schriften immer wieder durchzieht, mag das noch ein wenig veranschaulichen: Das Wort, mit dem der Engel bei Lukas die Jungfrau anspreche (was wir im Evangelium des heutigen Festes wieder hören und erleben), dieses Wort ...
... lehnt sich eng an den Gruß an, mit dem der Prophet Sophonias das gerettete Israel der Endzeit grüßt (Soph 3, 14 ff.), und es nimmt zugleich die Segenworte auf, mit denen man die großen Frauen Israels gepriesen hatte (Ri 5, 24; Jdt 13, 18 f.). So wird Maria als der heilige Rest Israels, als das wahre Sion gekennzeichnet (...) Mit ihr beginnt nach dem Text des Lukas das neue Israel, nein: es beginnt nicht bloß mit ihr, sie ist es, die heile "Tochter Sion", in der Gott den neuen Beginn setzt.
Das andere Bild unseres Textes - die "Überschattung mit der Kraft des Höchsten" - verweist auf den Tempel Israels und auf das heilige Zelt in der Wüste, wo sich Gottes Gegenwart in der Wolke anzeigte, die seine Herrlichkeit ebenso verbirgt wie offenbart (Ex 40, 43; 3 Kg 8, 11). Wie Maria voher als das neue Israel, als die wahre "Tochter Sion" geschildert worden war, so erscheint sie nun als der Tempel, auf den sich die Wolke herabsenkt, in der Gott mitten in die Geschichte eintritt (Einführung in das Christentum. Augsburg (10) 2000. S. 256 f.).
Mit ihrer Fürsprache helfe uns Maria, Gott in unserer Geschichte entgegen zu gehen ... ora pro nobis!

Sonntag, 9. Februar 2014

Das BamS!

Bei Gängen durch die Blogozese oder auch bei den katholischen Bloggern auf facebook mag man den Eindruck gewinnen, Katzen erfreuten sich in unseren Kreisen ausgesprochener Beliebtheit. Wundert mich eigentlich, denn Hauskatzen (um die geht's dabei) streichen keinem Heiligen ums Bein und sitzen keiner Heiligen im Schoß und tummeln sich auch sonst nicht bedeutungsschwanger in frommer Kunst; ja, sie bringen es nicht einmal auf einen eigenen Eintrag im Herder'schen Lexikon der christlichen Ikonographie, wo sie schlicht nicht vorkommen. 
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Aber was soll's - nach dieser blogfaulen Woche gestehe ich einen gewissen Mangel an aktueller Inspiration und präsentiere darob kurzerhand ein Alles-für-die-Katz-Bild am Sonntag! ...
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Samstag, 8. Februar 2014

Wenn Glaubwürdigkeit aufbricht

"Wir glauben vieles, aber nicht alles" hat sich die berückende schweizerische Kirchenzeitschrift aufbruch (hier) als Motto ausgesucht. Der Herr Alipius macht aktuell auf das Magazin aufmerksam, welches unter anderem zu reizvollen Umfragen einlädt, bei denen gerne auch mal ausnahmslos tendenziöse Antwortmöglichkeiten vorgeben werden. Aber immerhin - bei einer Umfrage, ob der Churer Bischof Vitus Huonder zurücktreten sollte, konnte man als Antwort auch ...
Nein, denn Bischof Vitus Huonder handelt im Einklang mit Kirchenlehre und Kirchenrecht.
... anklicken, was irgendwann 60 Prozent, mithin eine klare Mehrheit der Abstimmenden getan hatten (dokumentiert im Kommentarbereich des alipianischen Beitrages hier). Nun gut - die Blogozese dürfte mitgeholfen haben, dieses Ergebnis zu erzielen, aber das ist legitim. Zumal, wenn eine Antwortmöglichkeit geboten wird, die man guten Gewissen wählen kann ...
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Nun wollte auch ich mein Stimmlein in die virtuelle Urne tragen. Doch leider wurde die Umfrage zwischenzeitlich "sistiert", sprich: abgeblasen. Angeblich, weil der Zugang zur Seite nicht immer gewährleistet gewesen sein soll:
Mitteilung in eigener Sache: Wir haben mehrfach Hinweise erhalten, dass der Zugang zur Umfrage “Soll der Churer Bischof Vitus Huonder zurücktreten?” nicht immer gewährleistet gewesen wäre. Diese Hinweise nimmt der aufbruch ernst, denn wir wollen Fairness garantieren. Deshalb haben wir die Umfrage derzeit sistiert und gehen der Sache auf den Grund. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis.
"Fairness garantieren"! Sollte da etwa ein verstörtes Reformseelchen die Seite nicht gefunden haben, weil böse Huonder-Fans in Massen (übrigens rund 500 im absoluten Ergebnis) den Server stürmten? Wer's glaubt, wird selig! 
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Und, liebe aufbruch-Macher ... wir glauben ja auch vieles, aber nicht alles!
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Screenshot von aufbruch.ch am 9. Februar / 20.20 Uhr

Montag, 3. Februar 2014

Einladung aus traurigem Anlass

Traurig ist es immer, wenn es jedoch in der eigenen Stadt passiert, drückt es besonders:
Das Schlimmste für den Pfarrer: Der Tabernakel wurde aufgebrochen, das Allerheiligste einer katholischen Kirche. Auch in St. Georg werden dort die in der eucharistischen Messe geweihten Hostien, nach katholischem Glauben der Leib Christi, aufbewahrt – in einem vergoldeten Kelch. Der fehlt, die Hostien lagen auf dem Boden (von hier).
Ich möchte dazu einladen, in dieser Woche eine Viertelstunde - jeder, wann er mag - vor dem Allerheiligsten zu verweilen und Sühne zu leisten für diese und so viele weitere sakrilegische Taten andernorts - um Sühne zu leisten, aber auch, um für jene zu beten, die so etwas machen.

Sonntag, 2. Februar 2014

Das BamS!

Dieser Tage hatte ich einige Zeilen über meinem Besuch der Waldkapelle bei Waltershofen geschrieben (hier) und ein gotisches Vesperbild erwähnt, zu welchem man dort einst pilgerte und das sich heute in der Pfarrkirche von Waltershofen befindet. Das Bild am Sonntag soll es nun zeigen, auch im Blick auf das Bericht zum heutigen Fest der Darstellung des Kyrios im Tempel: "Und auch dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen" prophezeite der greise Simeon Unserer Lieben Frau, nachdem er zuvor von ihrem Kind gesagt hatte, es sei zu einem Zeichen bestimmt, dem widersprochen werden wird (vgl. Lk 2, 34 f.). 
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Ich habe schon so manche Pietá-Darstellung gesehen; wenige nur haben mich wirklich unmittelbar angerührt - wenn ich hier der Mutter Jesu ins Antlitz schaue, weiß ich: Das ist dieser seltenen Bilder eines.
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Samstag, 1. Februar 2014

Gedanken vom Gebrabbel

Bekannte haben einen alten Schuppen an ihrem Haus hochgeputzt und zu einer Art Oratorium ausgebaut. Heute wurde dort eine Heilige Messe gefeiert, gut und gern 30 Gläubige dürften wir gewesen sein. In die Kanonstille hinein schmatze dort ein Kleinkind und brabbelte da ein anderes. Der caselianische Alte-Messe-Molch in mir will solche Augenblicke natürlich gerne im völligen Schweigen erfahren, doch letztlich brabbeln wir doch andauernd alle vor Gott, mal passt es, mal weniger, mal überhaupt nicht ... was Wert daran ist, empfängt sich vor allem durch das Beten der Ekklesia, durch die Heilige Liturgie.

Kleinkinder, welche die Kanonstille bebrabbeln und verschmatzen, wissen nicht, was sie tun, und selbst wenn sie es wüßten, wäre das eher hinzunehmen als etwa all unsere Verfehlungen und sündhaften Verstrickungen, mit welchen wir nicht nur die heilige Handlung, sondern die gesamte Heilsordnung immer wieder stören ...