Montag, 15. Dezember 2014

Tagessplitter (heute aus'm Dornwald)

Alle Jahre wieder kommt Maria auf dem Weg durch den Dornwald auch bei der Blogozese vorbei (was immer das jetzt auch heißen mag). Die in vielen Dingen sonst sehr verehrliche Freiburgbärin quält meine Ohren heute Abend mit der erschütternden Version eines Chores, dessen renommée so ausdauernd erstklassig beleumundet ist wie die Truppe drittklassig singt, zumindest im dargebotenen Youtube-Video.
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Wer sich nun das Maul darob verreißt, sollte auch gegenhalten können - gerne würde ich eine vorbildliche Einspielung präsentieren ... Maria durch den Dornwald ging in der Bearbeitung von Gottfried Wolters ...
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Den Beweiß, daß man auch diesen Tonsatz bestmöglichst ruinieren kann, tritt auf den gängigen Videoportalen jedoch manch andre Sing- und Sangesrunde nicht minder (un-) talentiert an. Am ehesten versöhnlich reagierten meine von den Wiener Sängerknaben zuvor malträtierten Ohren auf die Wiedergabe durch den Jungen Chor Overbach.
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Die Freiburgbärin möge mir dieses kleine Scharmützel verzeihen und mit allen anderen geschätzeten Lesern dem hier das Ohr neigen:


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Wer trotzdem mehr auf Wiener Sängerknaben steht: hier lang.

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Ja, dieser Junge Chor war ganz brauchbar. Fast so gut wie unsere Schola, die vorgestern dieses Lied gesungen hat.

peccator quidam hat gesagt…

Was war denn bei den Sängerknaben gar so schlimm, abgesehen vom durCH und den siebm Jahrn? Und dem üblichen Knabengeknödel? Mei, es sind halt Österreicher!

Der Text ist leider eh verhunzt: Es muß natürlich™ heißen: da han die Dornen Rosen getragen, und, wie es sich für einen Leis gehört, singt der ächte Deutsche: Kyrieleis (reimt sich auf Reis), nicht dieses bourgeoise Kyrie eleison! ;-)

Dennoch ist die Overbacher Version sehr schön. Und ja, auch besser als die Wiener. Danke für die Empfehlung!

Andreas hat gesagt…

Was mir an den Wienern en detail nicht gefällt, mag ich garnicht sagen, denn dazu müßte ich es mir nochmals anhören, wonach der Sinn mir aber garnicht steht.

Wolters Satz ist - vor allem in der letzten Strophe, in der die Dornen hörbar aufblühen - eine, sagen wir: starke Überhöhung der schlichten Leise; da kann man dann auch Kyrieleison singen ... ;-)