Donnerstag, 25. Dezember 2014

Ärmlichkeit früher und heute

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Dem Ochsen fehlt ein Horn, dem Esel ein Ohr, dem Hirten ein Arm, ein Schaf hat überhaupt keine Beine mehr und die anderen teilweise Prothesen (aus Zündhölzern). Dafür ist der Weihnachtsstern direkt in die Hütte reingeflogen: Meine Weihnachtskrippe. Zumindest die Figuren haben bislang mindestens vier Generationen überlebt, wenn ich das recht überschaue. Ein wenig ärmlich ist das Ensemble zweifelsohne, aber nicht ärmlicher als die Welt, in die Christus geboren worden ist. 
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Eine Ärmlichkeit, die sich in unser aller Leben allzu oft fortschreibt, der Gnade Gottes und aller guten Absichten zum Trotz. Und so wird man sich selbst am Weihnachtstag plötzlich bewußt, wie man gerade dem Bösen einmal mehr auf den Leim gekrochen ist - ausgerechnet an Weihnachten, einem dieser Feste mit den vielen guten Vorsätzen! Wie rasch holt uns unsere Ärmlichkeit ein ... aber ist Gott nicht auch Mensch geworden, um uns in unserer Ärmlichkeit ein- und aus ihr heimzuholen?

1 Kommentar:

martina hat gesagt…

Eine reich gesegnete Weihnachtszeit!