Mittwoch, 8. Oktober 2014

Sententiæ LXXI

Die Liturgie ist nicht theoretisch erdacht, sondern geschichtlich geworden. So enthält sie viele Eigenwilligkeiten, Unausgeglichenheiten, wie ein Mensch sie zeigt, der seine Entwicklung durchlaufen hat, oder ein Volk, das einen geschichtlichen Weg gegangen ist. Gewiß auch Mängel vielerlei Art. In der Liturgie ist die Geschichte von zwei Jahrtausenden und mehreren Kulturen gegenwärtig; die Gegenwart und der Einzelne haben sie anzuerkennen und sich in sie einzuleben ...
Romano Guardini, Liturgische Bildung

Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Yes! Man sollte unsere Kirchen mit leicht erschwinglichen Exemplaren von RG zur Kirche und ihrer Liturgie, für jeden zu haben, hinten auslegen. Das wär mal ein Reformansatz...

Andreas hat gesagt…

Keine schlechte Idee! Ein Büchlein mit Gedankensplittern, die Wesentliches und Wichtiges wieder neu zur Sprache und Ordnung in die Wirrsal unserer Zeit bringen ...