Donnerstag, 16. Oktober 2014

Der Heilige und die Problembären

... Zum Unterschied von Kolumban sprach Gallus fließend alemannisch, was ihm zu großem Vorteil wurde. Er ließ sich im Steinachtal, wo heute St. Gallen steht, nieder und gründete 613 das gleichnamige, für Kunst und Wissenschaft und die gesamte Kultur Europas sehr wichtige Kloster. Nach der Überlieferung hing er seine Reliquienkapsel an einem Dornengestrüpp auf und pflanzte das Kreuz auf den Hügel. Ein Bär, der während der Nacht die Reste der Mahlzeit aufzehrte, mußte nach der Legende dafür Holz herbeischaffen. Gallus wird deswegen oft mit einem Bären dargestellt. Schlangen mußten von der Stelle weichen, wo der Mönch seinen Wohnsitz aufschlagen wollte. Der Herzog Gunzo hörte von ihm und ließ ihn zu seiner, von einem Dämon geplagten Tochter bitten. Gallus befreite sie von dem bösen Geist ...
Heilige, die sich mit Bären abgeben, sind mir besonders sympathisch. Bären sind faszinierende Tiere, freilich mit Vorsicht zu genießen. Durch seine Fürbitte unterstütze der hl. Gallus heute besonders Kardinal Burke und dessen Mitstreiter in der Auseinandersetzung mit einigen römischen und synodalen Problembären ... ora pro nobis!
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Das Bild zeigt den hl. Gallus auf einer Prozessionsfahne der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu Wittnau bei Freiburg. Das Zitat ist entnommen aus: Richard Dold: Gottesfreunde am Oberrhein. Freiburg 1949. S. 16 f.

Kommentare:

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

So problematisch ist der Umgang mit Problembären auch wieder nicht.

Andreas hat gesagt…

Aber das große Gruseln schieben und kein Anathema auslassen, wenn ich mit lustigen Stofftiershooting-Videos ankomme ...