Samstag, 18. Oktober 2014

Bestechendes aus dem Wäschekorb

Vor einigen Tagen brummte ein ansehnlich Tier aus der Familie der Vespidae durch die Wohnung. Was nun passieren kann, hortet man getrocknete Wäsche junggesellig zusammengeworfen im Korb statt gefaltet im Schrank, habe ich heute morgen erfahren. Ich griff mir ein Leibchen, zogs mir über und spürte einen Stich in der Brust. Derweil ich das Unterhemd hochschob, purzelte eine Wespe heraus, bemerkenswert groß und mächtig ... wohl der Brummer von neulich ... eine junge Wespenkönigin? Im Wäschewust, hochgeadelt zum Winterquartier?
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Wir waren danach wohl beide etwas daneben. Während ich den Stachel suchte, der in solchem Fall ja nicht vorhanden, beömmelte sich das Tierchen auf dem Fußboden. Ich habe es dann eingefangen und nach einer Weile an die Luft gesetzt, wo es sich rasch aus dem Staub machte ... und womöglich kann ich jetzt von mir behaupten, daß ich einen Stich habe, einen königlichen gar.
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Draußen wartete derweil ein wunderbarer Herbsttag ...
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Kommentare:

Tarquinius hat gesagt…

Stoff, aus dem Heiligenviten sind! Die Brust durchstach ihn ein brennender Pfeil, derweil sich die Himmel öffneten...

Andreas hat gesagt…

... und Chöre der Engel sangen von "dieser Biene, die ich meine, nennt sich Maya" und (Karel) Gott lächelte dazu ...