Dienstag, 9. September 2014

Hinaus!

Dann ist es mit dem Königtum der Himmel gleich wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und hinauszogen - dem Bräutigam entgegen.
Fünf von ihnen waren dem Aberwitz verfallen und fünf waren verständig. So hatten denn die Aberwitzigen nur die Lampen, aber kein Öl mitgenommen. Die Verständigen dagegen hatten Öl in ihren Krügen samt ihren Lampen mitgenommen.
Als der Bräutigam sich Zeit ließ, nickten alle ein und schliefen.
Mitten in der Nacht aber erscholl ein Schrei: Da - der Bräutigam! Hinaus - ihm entgegen! (Mt 25, 1-6).
In den wenigen Versen ist gleich zweifach die Rede von "Hinaus" und "Entgegen": von Aufbruch. Es gibt den Aufbruch der Aberwitzigen und jenen der Verständigen. Eingeschlafen sind sie zwischendurch alle: die Verständigen wie die Aberwitzigen. Da aber der Bräutigam nahe ist, kommen Letztere nicht weit, denn ihre Lampen sind ausgebrannt. So tappen sie nicht nur im Finstern, sondern bleiben als Schatten im nächtlichen Dunkel zurück. Allein die Verständigen haben Öl übrig.
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Omnipotens sempiterne Deus,
da nobis fidei, spei et caritatis augmentum ...
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Allmächtiger und ewiger Gott,
gib uns Vermehrung des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe ...
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Das Öl des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe ... der drei göttlichen Tugenden, von denen die Oratio des 13. Sonntags nach Pfingsten auch spricht. So müssen wir unsere Lampen und Krüge mit diesem Öl füllen, die Wegweiser achten und uns auf den Weg machen ...
Da - der Bräutigam! Hinaus - ihm entgegen!

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