Sonntag, 21. September 2014

Große Abbitte!

Ach, wenn ich dich nicht hätte, du liebe Schubert-Messe, was wär' mir Erd' und Himmel heut' geworden? Ein Bannort jede Stätte, auch die Hohe Messe in St. Antonius. Des Zelebranten Kehlkopf war entzündet, Töne waren ihm kaum zu entlocken. Und ohne singenden Priester kein recht gesungenes Amt. So wurde rasch eine Betsingmesse anberaumt, in der Kürze der Planung empfahl sich besagte Liedgutperlenkette ... und so lag die Schöpfung doch nicht formlos da, säuselten die Lüfte, brausete das Meer und sang feiernder Wesen unendlicher Chor. Staunen nur kann ich und staunend mich freu'n, daß mithin unter den gegebenen Umständen ein formidables "deutsches Amt" herausgekommen ist! Mein Heiland, Herr und Meister, führ uns durch deine Huld alsdann nicht nur ins Reich der Wonnen ein auch künftiglich (dann gerne wieder mit gregorianischen Chorälen), sondern nimm, Kyrie Christe, zudem meine Abbitte an: Ich werde nie mehr die Schubert-Messe belästern. Zumindest nicht in der kommenden Woche! Versprochen.
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Das mit dem Becher und Brot (hier) haben wir natürlich weggelassen.

Kommentare:

Severus hat gesagt…

Na also, siehste: eine Wendung zum Besseren - *grins* ;-))

Tarquinius hat gesagt…

Ha, wer hätte das gedacht, liegt hier vor Schuberts Majestät, im Staub Andreas da? Er hat ihn gar oft beleidigt schwer; o Franz, vergib den Frevelmut, er reuet ihn gar sehr!

(Zur Sühnung bring auf dem Spieltisch dich selbst zum Opfer dar, ums Amtes willen hab Geduld, vergib die deutsche Schuld......)