Montag, 11. August 2014

Sententiæ LXV

... Sie ahnen überhaupt nicht mehr, welcher Flammen es bedarf, um den Unrat im Innern des Menschen zu tilgen, und daß im Kreuz Jesu diese Flammen lichterloh brennen. 
Durch allen beruhigten Pharisäismus unserer vermeintlichen Religiosität hindurch dringt sein Schrei: 
"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!" 
In der finstersten Nacht des Geistes, während jede Fiber seines Körpers leidet, im äußersten Durst nach Gott, nach der verlorenen Liebe, sühnt er unsere behagliche Gleichgültigkeit. 
Hans Urs von Balthasar

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