Dienstag, 19. August 2014

Geburtstagsphoto

Die Photographie feiert übrigens heute ihren 175. Geburtstag; das mag zwar nicht ganz korrekt sein - aber man hat sich allgemein darauf geeinigt, daß deren Siegeszug an jenem 19. August begonnen habe, an dem 1839 Louis Jacques Mandé Daguerre vor der Pariser Akademie der Wissenschaften die sogenannte "Daguerreotypie" vorstellte, mithin das erste brauchbare photographische Verfahren.
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Mit Bildern kann man viel Schindluder treiben, aber auch viele schöne Sachen anstellen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich so gerne bloggen würde, wie ich es tue, wenn damit nicht die Möglichkeit verbunden wäre, diese Seite auch mit Bildern zu gestalten. Ich habe meine Freude dran. Und ich photographiere gerne, gewiß nicht übermäßig professionell, aber auch nicht ganz talentfrei ... wie ich hoffe.
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Zudem gefällt mir der Gedanke, daß sich in einer Photographie nicht nur flüchtige Lebensmomente ein wenig festhalten lassen, sondern auch Dinge, die gewiß auf Zeit geschaffen sind, denen aber die Vergänglichkeit deutlich eingeschrieben ist. Wie etwa diesem kleinen Bildnis Unserer Lieben Frau: keine große Kunst, allmählich dem Verwittern anheim gegeben - und doch spricht mir dieses Bild, das ich in Biederbach im Schaft eines Wegkreuzes entdeckt habe, in seiner Naivität (mehr als manch großartige "Madonna") unverstellt und eindringlich von der gütigen, der milden, der süßen Jungfrau Maria ...
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Kommentare:

Geistbrausz hat gesagt…

Nun, ich bin der Meinung, mein Herr, daß diese neue Mode der "Photographie", deren Jubiläum Sie heute feiern, das Ende der abendländischen Kunst sein wird! Außerdem wird sie ohne Zweifel die Jugend verderben, den Glauben an Gott und König untergraben, Revolutionen anzetteln und uns in zwei Weltkriege ungeahnten Ausmaßes führen! Ja, lachen Sie nur, mein Freund. Sie werden schon sehen.

Martin Johann v. Grannenfeldt, den 19. August 1840

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

Schindluder treiben? Mit Bildern? Fotos? Das geht doch gar nicht. Hier gilt laut EG Verordnung von 1991 der Analogieschluss zu des Geheimrats Worten: „Was du schwarz auf weiß mit nach Hause nehmen kannst, das ist wahr.“
Mach mal weiter so, wirst schon sehen.

Andreas hat gesagt…

Gemach, gemach, mein werter Herr von Grannenfeldt, denn Sie wissen ja - dies zu behaupten unterfange ich mich übrigens gerne im Blick auf Ihren schätzenswerten Geist, wenngleich mich dieser hin und wieder ein Quentchen zu brausend deucht - auch, dasz die Kirche bei allem Unbill und aller Verheerung, die heraufzubeschwören Sie sich genötigt sehen, doch immer die Freude und die Hoffnung, die Trauer und den Schmerz des menschlichen Geschlechtes zu teilen gewillt sein wird.

Andreas hat gesagt…

Frau Freiburgbärin, solange nicht ihr Adlatus Theo den Geheimrat auf seine unvergleichliche Art aktualisiert, nehme ich das gerne zur Kenntnis.