Sonntag, 10. August 2014

Für die verfolgte Kirche beten

Das achte Buch der Constitutiones Apostolorum - einer überwiegend in Syrien entstandenen Kirchenordnung aus dem vierten Jahrhundert - enthält eine Reihe von liturgischen Texten, darunter das folgende Gebet, das dem Bischof nach der Spendung der hl. Kommunion zum Ende der Feier des eucharistischen Mysteriums aufgetragen war. Wir könnten es uns neu zu eigen machen und dabei besonders an die vielen Christen denken, die im Irak und in Syrien und anderswo auf der Welt in diesen Tagen Verfolgung leiden ...
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Allmächtiger Gott, 
Wahrhaftiger und Unvergleichlicher:
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Du bist überall und für alle zugegen;
einen Wandel kennst Du nicht,
ob auch die Zeiten sich wandeln;
auch Ewigkeiten sind keine Grenzen für Dich,
denn ohne Anfang bist Du,
und Du kennst auch kein Ende;
in unzugänglichem Licht ist Dein Thron;
unsichtbar ist Dein Wesen;
und doch bist Du bekannt für jedes vernünftige Geschöpf,
das ehrlich Dich sucht;
Du läßt Dich erfassen von allen, die Deine Aufrichtigkeit suchen:
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Du Gott Deines in Wahrheit sehenden,
an Christus glaubenden Volkes!
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Sei gnädig, 
erhöre uns um Deines Namens willen
und segne alle, 
die sich beugen vor Dir,
gewähre Ihnen die nützlichen Bitten ihres Herzens
und schließe keinen von ihnen aus von Deinem Reich.
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Heilige sie vielmehr,
bewahre und beschütze sie, 
hilf ihnen
und mache sie frei vom bösen Feind und von jeglichem Gegner.
Bewahre ihre Häuser,
segne ihren Eingang und ihren Ausgang.
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Ehre, Lob und Herrlichkeit,
Verehrung und Anbetung sei Dir 
und Deinem Sohne Jesus, Deinem Christus,
unserem Kyrios und Gott und König,
und dem Heilgen Pneuma
jetzt und allezeit und
in die Ewigkeiten der Ewigkeit.
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Amen.
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Der Text ist (mit wenigen Modifikationen, deren wesentlichste darin besteht, daß im vierten Absatz  "erhöre mich" in "erhöre uns" geändert wurde) entnommen aus: Otto Pies SJ (Hg.): Im Herrn. Gebete im Geist des königlichen Priestertums. Freiburg (7) 1957. S. 533.

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