Freitag, 29. August 2014

Enthauptung - damals und heute

Enthauptung des Täufers - Filialkirche St. Michael, Niederrotweil
Sævit in hunc vis tyranni;
Laus adcrescit hinc Iohanni,
Tyranno supplicium; 
Stultus servit sapienti, 
Quia iustus in præsenti 
Purgatur per impium.
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Wie auch Königs Macht ertobe, 
Seht, Johannes reift zum Lobe,
Doch zu Qualen der Despot;
Blindlings dient der Tor dem Weisen,
Reinheit schwebt zu höhern Kreisen,
Da Verderbtheit sie bedroht.
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... eine Strophe aus einer Sequentia des Adam von Sankt Viktor zum heutigen Fest der Enthauptung des Täufers. Das erinnert uns nicht nur an einen Geburtstag in die Herrlichkeit Gottes hinein, sondern auch an die Christen im Nahen Osten, denen verderbte, despotische Toren unserer Tage (was fast zu harmlos klingt für die muslimischen Schlächter im Irak und in Syrien) den Kopf abgeschlagen; von Vergewaltigung, Vertreibung, Slaverei ... von all den anderen zahllosen Qualen ganz zu schweigen. 
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Vergessen wir das nicht - zumal man sich schleichend an den Schrecken in Bildern und Nachrichten gewöhnen kann: Der hl. Johannes rüttle uns auf und helfe den Verfolgten durch seine Fürsprache ... ora pro nobis!
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 Adam von Sankt Viktor: Sämtliche Sequenzen. Einführung und formgetreue Übertragung von Franz Wellner. München (2) 1955. S. 261. Im Bild der Ausschnitt eines Johannes-Altarblatts in der Filialkirche St. Michael zu Niederrotweil am Kaiserstuhl.

Kommentare:

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

Du vertust Dich. Die islamischen Schlächter schlagen nicht den Kopf ab. Sie schächten ihre Opfer. Schau Dir deren kleine Messer an. Damit werden die Kehlen aufgeschnitten, so das die Opfer qualvoll ausbluten. Das ist teuflisch und hat nichts mit "Kopfabhacken" zu tun.

Andreas hat gesagt…

Solche "Feinheiten" scheinen mir beinahe schon "nebensächlich" ... :-(

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

Feinheiten? Das ist nur das genau-gucken-Spiel.

jos.m.betle hat gesagt…

Ihr Beiden, angesichts des Blutes, das jedesmal in Strömen fließt ... - am Ende ist der Tod. Wie qualvoll und grausam beide Schlachtmethoden" wirken ist auch klar. Welche der beiden für den Betroffenen die schlimmere ist - ich kann es nicht erahnen, wahrscheinlich aber das stummelige stumpfe Messer.
Im Zusammenhang mit der Enthauptung des Johanns d. T. habe ich aber auch schon beide Versionen gesehen.

Andreas hat gesagt…

Das würde ich auch so sehen.