Samstag, 26. Juli 2014

Vorbildlich: Evangelisches Stift macht "Alte Messe" möglich

Über Fratzbuch stieß ich soeben auf die folgende Meldung der Gruppe Summorum Pontificum Freiburg:
Freiburg. Am 25. Juli 2014 um 15:47 Uhr erreichte uns per eMail die Nachricht, dass die Michaelskapelle auf dem Alten Friedhof, in der bisher regelmäßig die Heiligen Messen in der außerordentlichen Form des römischen Ritus gefeiert wurden, auf Grund eines Wasserschadens an der Stuckdecke des Chorraumes kurzfristig gesperrt wurde. In der kommenden Woche soll eine Firma die nötigen Reparaturen durchführen. Solange können dort keine Gottesdienste und Veranstaltungen stattfinden. 
Da trotz Rücksprache mit dem zuständigen Stadtdekanat keine andere Kirche oder Kapelle als Ausweichmöglichkeit gefunden werden konnte, bietet uns kurzfristig das Evangelische Stift in der Hermannstraße 10 in 79098 Freiburg eine Herberge. Bis auf Weiteres sind wir zur Feier der Heiligen Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus in der dortigen Kapelle herzlich Willkommen. Die Kapelle ist über die Einfahrt zwischen Hermannstraße 12 und 14 zu erreichen.
Meinetwegen mag es schwierig sein, innerhalb so kurzer Frist eine andere Kirche aufzutreiben. Courargierte Pfarrer, die kurzerhand - vielleicht auch abseits seelsorge-einheitlicher "Dienstwege" mit Rätebefragung etc. - eine Kirche zur Verfügung stellen, um der Not der betreffenden Gruppe abzuhelfen, scheint es in Freiburg leider nicht zu geben. Kirchen, die um diese Zeit nicht genutzt werden, gibt es jedenfalls einige ...
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Ein großes Vergelt's Gott an die Verantwortlichen des Evangelischen Stifts für die kurzfristig möglich gemachte Gastfreudschaft!
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Gott ist hier, an heiliger Stätte.
Gott versammelt sein Volk in seinem Haus,
er schenkt ihm Stärke und Kraft.
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(Introitus vom 17. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Kommentare:

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

Klasse.
Ich hoffe aber, dass die Michaelskapelle bis zum 15. 9. wiederhergestellt ist, dass wir endlich einmal in solider katholischer Umgebung das Heilige Messopfer feiern können.

Andreas hat gesagt…

Da könnte man ja mal einen Umtrunk einplanen - Theo schuldet mir noch ein Bier (seine Schildkröten mag er behalten) ...

Presbyter hat gesagt…

Wo bitte sollen denn die Schwierigkeiten liegen? Alle(sicher zahlreichen)Kirchen und Kapellen sind rund um die Uhr von betenden Gläubigen belagert? Wenn ich solche Meldungen lese, kommt mir einfach die Galle hoch. Für jede andere gruppe hätte man sich vor "ökumenischer Gastfreundschaft" überschlagen, aber für eine traditionelle katholische Messe findet sich leider kein Platz.
P.S.: Bitte nicht falsch verstehen; mein Ärger richtet sich selbstverständlich keineswegs gegen den sehr geschätzten Blogautor.

Anonym hat gesagt…

Nur mal so zur Probe: Kapelle des (ehem.) Franziskanerklosters, St. Cyriak, Adelshausener Kirche (?)
Mutterhaus Habsburger Strasse,
Karl Rahner Haus...
Die Offenheit gegenüber einer legitimen Form eines Ritus ist geradezu atemberaubend...

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

Warum nicht? Wir sind dann eine Woche in St. M.

Andreas hat gesagt…

In der Tat ist es einmal mehr ernüchternd und bedrückend, daß man die Anhänger der "Alten Messe" in der eigenen Kirche einmal mehr wie Parias zu behandeln scheint - man möchte fast an das Gleichnis von jenem Mann denken, der von Jerusalem nach Jericho ging und unter die Räuber fiel.

Was die Kapellen und Kirchen betrifft - nun ja, die Kapelle im Rahner-Haus dürfte zu klein sein - eine "alte" Messe in deren Rahmen fände ich aber in gewisser Weise im guten Sinn reizvoll ... :-)

Es gibt übrigens eine ganze Reihe von Kirchen und Kapellen, die in der Ecke in Frage kämen: Heilig-Geist-Stift, Kolpinghaus, das benannte Mutterhaus, das Herz-Jesu-Kloster ... selbst das "Café Achteck" verfügt meines Wissens über einen ansehnlichen Kirchenraum (wobei der aus verständlichen Gründen nicht "einfach so" zugänglich ist ... ;-)

Arminius hat gesagt…

Ihr habt ja jetzt einen neuen Bischof. Vielleicht wird das ja in Zukunft etwas entspannter.