Freitag, 25. Juli 2014

Pilgerschaften

Der hl. Apostel Jakobus der Ältere
Eine schöne Fügung knüpft an das Fest des hl. Apostels Jakobus das Gedächtnis des hl. Christopherus - als Scharnier zwischen beiden mag der Begriff der Pilgerschaft gelten. Christopherus zog durch die Welt auf der Suche nach dem höchsten Herrn, dem allein er dienen wollte. Er fand diesen Herrn in einem Kind, das ihn bat, er möchte es durch einen Fluß tragen. Die vermeintlich "leichte" Aufgabe zwang ihn beinahe in die Knie, denn er trug den Kyrios, der das All trägt: Der Heilige aber hatte seinen Meister gefunden - und fortan hat Gott ihn getragen. 
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St. Christopherus
Auch auf dem Weg zu diesem Herrn sind Menschen, die seit Jahrhunderten zum Grab des heiligen Jakobus pilgern, früher mehr als heute ein entbehrungsreicher und zuweilen nicht ungefährlicher Gang. Wer selbst einmal eine die Kondition vielleicht etwas fordernde Fußwallfahrt unternommen hat, vielleicht zu einem naheliegenden Heiligtum Unserer Lieben Frau, vielleicht sogar ein Stück gen Santiago de Compostela, der konnte womöglich die "Last" des hl. Christopherus ein wenig nachfühlen. Am Ziel angekommen finden wir jedoch ein Stück mehr zu uns selbst, denn auch wir haben - so wir lauteren Sinnes aufgebrochen sind - Gott in unseren Herzen getragen. Nirgendwo anders können wir uns selbst näher kommen als in der Gegenwart Gottes, dessen Licht unsere gehaltenen Augen erfüllen, öffnen kann.
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Daß uns dies auf dem großen Pilgergang unseres Lebens ebenso gelinge, dazu helfe uns die Fürsprache des hl. Jakobus und des hl. Christopherus ... orate pro nobis!
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Bilder: Oben der hl. Apostel Jakobus der Ältere - in der Pfarrkirche St. Wendelin zu Altglashütten im Schwarzwald; darunter ein Mosaik des hl. Christopherus an einer Außenwand der Pfarrkirche St. Blasius im Glottertal.

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