Freitag, 11. Juli 2014

Baum und Gefäß an Wassern des Lebens

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"Selig" sei der Mann, mit diesen Worten öffnet sich uns das Buch der Psalmen (Ps 1, 1-3) ...
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... der nicht dem Rate der Gottlosen folgt, 
der Sünder Weg nicht betritt, 
im Kreise der Spötter nicht sitzt;
vielmehr seine Freude hat am Gesetz des Herrn,
bei Tag und Nacht über Seinem Gesetze sinnt.
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Dieser Mann ...
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... ist wie ein Baum,
an Wasserbächen gepflanzt,
der Frucht hervorbringt zur rechten Zeit,
und dessen Blätter nicht welken:
alles, was er beginnt, gerät ihm wohl.
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Die Liturgie vermag uns heute am Hochfest des heiligen Vaters Benedikt diese Verse zu deuten, wenn wir in den Lesung der kleinen Horen das Lob des Hohenpriesters Simeon aus dem Buch Jesus Sirach (50, 3-4, 10-11, 13-14) hören, das die betende Ekklesia auf den Vater des abendländischen Mönchtums überträgt:
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In seinen Tagen flossen die Wasserspeicher über
von einer Fülle dem Meere gleich über alles Maß.
Er - Sorge trug er für sein Volk
und rettete es vor dem Verderben.
Er - wie ein Gefäß von gediegenem Gold,
geziert mit mannigfachem Edelgestein.
Er - wie ein grünender Ölbaum
und wie eine hochragende Zypresse;
um ihn der Brüder Kreis,
wie Zedernschößlinge auf dem Libanon,
so standen um ihn
wie Palmzweige alle Söhne Aarons
in ihrer Herrlichkeit.
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Daß auch wir Anteil haben dürfen an den Verheißungen dieser Bilder - dazu verhelfe uns der Heilige Vater Benedikt durch seine Fürsprache ... ora pro nobis!
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Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus einem Holzrelief mit Szenen aus dem Leben des hl. Vaters Benedikt; zu finden in der Pfarrkirche St. Benedikt zu Eisenbach im Schwarzwald.

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