Montag, 2. Juni 2014

Zuflucht nehmen

Herz Jesu, des Sohnes des ewigen Vaters - Bekrönung des
Hochalters in der Pfarrkirche St. Gallus, Norsingen
Zum Einklang in den Herz-Jesu-Monat eine kurze Erwägung des sel. Kardinals Newman, die erst einmal nichts mit dem Herzen Jesu zu tun hat:
Ein Mensch, der sich so seiner Größe begibt und sich auf gleichem Boden mit seinen Brüdern weiß, empfindet nicht nur Liebe zu den anderen, sondern vermag auch ihnen wieder Liebe einzuflößen. Obwohl ganz beherrscht von glühender Gottesliebe, hat er doch keine Faser von dem Reichtum des menschlichen Gemütslebens verloren, dem wunderbaren Dornbusch vergleichbar, der von den Flammen, die ihn umhüllten, nicht versehrt ward.
Wenn man das bereits von einem Menschen sagen kann, um wie viel mehr mag dies dann auf Jesus Christus zutreffen, der uns im Bild seines brennenden Herzens das Zeichen unablässiger Liebe weist? Ein Herz, auf das wir vertrauen dürfen - gerade auch dann, wenn wir meinen, geistlich nicht voranzukommen, überhaupt in allem bestenfalls auf der Stelle zu treten oder wenn wir gar in unserer Schwachheit einmal mehr Rückschritte getan haben ... dieses Herz ist uns geschenkt, damit wir mit allem, was wir sind und haben und was wir nicht haben und nicht sein sollen ... damit wir also mit uns selbst bei ihm unsere Zuflucht nehmen:
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Brennender Feuerherd der Liebe,
geduldig und von großer Erbarmung,
Heil derer, die auf dich vertrauen:
Herz Jesu,
erbarme dich unser!

1 Kommentar:

viasvitae hat gesagt…

Ein sehr schöner, Mut machender Beitrag! Mir war, ehrlich gesagt, gar nicht bewusst, dass wir gerade in den Herz-Jesu-Monat hinübergegangen sind, umso mehr freut mich dies! Auch eine sehr schöne Symbolik im Anschluss an den Marienmonat Mai. Überhaupt schön, wenn die "weltliche" Zeit von der göttlichen geprägt ist.