Sonntag, 22. Juni 2014

Sententiæ LVIII

Ohne Manresa gäbe es Ignatius nicht, und ohne Subiaco nicht Benedikt, ohne die Klause im Vaterhaus nicht Caterina. Ohne die transjordanische Wüste nicht die "Stimme des Rufenden in der Wüste", die des Herrn Weg bereitet. Auf welche Art im Leben eines Christen diese Wüste sich verdeutlicht, wenn er nicht vor ihr flieht, kann er im voraus nicht sagen. Es ist aber gut, daß er mit ihr rechnet, ihr Raum gewährt. Vielleicht steht sie in der Mitte seiner Berufung.
Hans Urs von Balthasar

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Bitte, bitte die Quelle zu diesen Sätzen!
Danke!

Andreas hat gesagt…

Gerne doch ... das Zitat (wie die daran anschließenden Sententiae LIX) sind dem Beitrag "Apologie für die Kontemplativen" aus´Balthasars Schrift "Klarstellungen - Zur Prüfung der Geister" entnommen (Freiburg 1971, S. 124).