Freitag, 13. Juni 2014

Mit Herzen, Hand und Zunge

St. Antonius - Pfarrkirche St.
Mansuetus, Biederbach
Aus einer Predigt des hl. Antonius von Padua ...
Wer keinen Glauben hat oder der Todsünde verfällt, verleugnet ihn mit dem Herzen. Stephanus sagt in der Apostelgeschichte (7, 35): Sie hatten Moses verleugnet, indem sie sagten: "Wer hat dich zum Fürst und Richter über uns gemacht?" Moses, das bedeutet "im Wasser lebend", verkörpert den Glauben, der sich von den Wassern der Taufe nährt; oder von der Gnade der Reue. Der Glaube ist die erste Tugend, ist der Fürst; Richter ist die Gnade der Reue, mit der der Sünder über sich selbst richtet und das vollbrachte Übel verdammt. Sie verleugnen Moses und wollen nicht, dass er Fürst und Richter über sie sei, die keinen Glauben haben oder der Todsünde verfallen sind.
Mit der Zunge verleugnet derjenige Christus, der durch die Lüge die Wahrheit zerstört, oder den Nächsten verleumdet. Petrus spricht (Apg 3, 13-14): "Ihr habt den Rechten verleugnet und gebeten, dass ein Mörder freigelassen würde". (...) Jene leugnen Christus, die die Wahrheit mit der Lüge und die Nächstenliebe mit der Verleumdung schlagen und zerstören.
Mit der Hand verleugnet auch derjenige Christus, der verderbte Taten vollzieht. Er verleugnet Gott mit den Werken, sagt der Apostel (Tit 1, 16). Mögen also diejenigen, die Christus in der Dunkelheit der Sünde verleugnen, bei der Predigt des Wort Gottes bereuen, bis sie im Licht der Reue zusammen mit Petrus dreimal bekennen können: 
Ich liebe, ich liebe, ich liebe!
Uns, die wir Christus immer wieder im Herzen oder mit Zunge und Hand verleugnen, helfe der heilige Antonius durch seine Fürsprache, daß wir trotz allem stets den Draht zu Gott finden ... ora pro nobis!

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