Mittwoch, 18. Juni 2014

Geist und Feuer, Brot und Wein

Es ist eine schöne Fügung, daß der hl. Diakon Ephräm der Syrer, dessen die Ekklesia heute gedenkt, uns aus dem vierten Jahrhundert auf das morgige hohe Fronleichnamsfest einstimmen kann - im Rahmen seiner Kirchenväter-Katechesen kam Papst Benedikt XVI. am 28. November 2007 bei einer Generalaudienz auf den hl. Ephräm zu sprechen und zitierte einen Abschnitt aus dessen Lied über den Glauben (10, 8-10), der die Berufung des Propheten Jesaja (6, 1-8) eucharistisch deutet:
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In deinem Brot verbirgt sich der Geist, 
der nicht gegessen werden kann;
in deinem Wein ist das Feuer, 

das man nicht trinken kann.
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Der Geist in deinem Brot, 
das Feuer in deinem Wein:
Siehe, ein Wunder, 
das von unseren Lippen aufgenommen wird. .
.
Der Seraph konnte 
seine Finger nicht der Glut nähern,
die sich nur dem Mund des Jesaja näherte;
weder Finger haben sie genommen, 
noch Lippen haben sie geschluckt;
uns aber hat der Herr gestattet, beides zu tun.
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Das Feuer kam mit Zorn herab, 
um die Sünder zu zerstören,
aber das Feuer der Gnade 
kommt auf das Brot herab und bleibt dort.
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Statt des Feuers, das den Menschen zerstörte, 
haben wir das Feuer im Brot gegessen
und sind belebt worden.
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¶ Benedikts Ephräm-Katechese ist hier zu finden.

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