Dienstag, 13. Mai 2014

Fatima - ad Martyres

Blick in die Kuppel des vom römischen Pantheon inspirierten Domes von
St. Blasien im Schwarzwald - das zentrale Fresko zeigt die 
Aufnahme Unserer Lieben Frau in den Himmel
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Den heutigen Tag bringt die katholische Welt vor allem mit dem Andenken an die Erscheinungen Mariens zu Fatima in Verbindung; das Datum birgt aber ein weit älteres Kleinod der Verehrung Unserer Lieben Frau: Am 13. Mai 609 weihte Papst Bonifatius IV. die römische Kirche Santa Maria ad Martyres - wir kennen den ehedem heidnischen Tempel vor allem unter der Bezeichnung Pantheon.
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Ich gebe zu, daß ich über die Botschaft von Fatima relativ wenig weiß. Auch die Erregung, die manche Gemüter jenes mysteriösen "dritten Geheimnisses von Fatima" wegen ergreift, bleibt mir eher fremd. Ehrlich gesagt: Die Botschaft dieses Geheimnisses interessiert mich noch nicht einmal besonders; keineswegs aus Verachtung, vielleicht einer Ungemutheit geschuldet, die mich bei überbordend "südländischer" Frömmigkeit (wie gerne geht diese mit dem Thema "Fatima" einher) auf Abstand hält. 
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Wenn es etwas gibt, was ich von Fatima mitnehme, dann die dringende Ermahnung, den Rosenkranz zu beten. Ich glaube, daß dies ohnehin der Kern dessen ist, was uns die Mutter Gottes mitgeben wollte. Alles andere können wir nur Gott anempfehlen - durch die Hände Unserer Lieben Frau, die am 13. Mai 609 mit dem Gedächtnis ad Martyres geehrt worden und die auch heute die Königin jener ist, die Christi Zeugen sein sollen und Christi Zeugen sind - selbst, wenn es das Leben kostet.
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Dich, o Mutter, rühren so viele Ruinen 
der Welt und der Seelen, 
so viele Schmerzen,
so viele Ängste von Vätern und Müttern,
von Ehegatten, Brüdern 
und unschuldigen Kindern;
dich rühren so viele in der Blüte der Jugend
dahingeraffte Menschenleben,
so viele gemarterte und sterbende Menschen,
so viele Seelen, die in Gefahr sind,
ewig verloren zu gehen.
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Du, o Mutter der Barmherzigkeit,
erbitte uns von Gott den Frieden!
Erbitte uns vor allem jene Gnaden,
die in einem Augenblick 
die Seelen umwandeln können;
erbitte uns jene Gnaden, 
die den Frieden 
vorbereiten, herbeiführen und sichern!
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Königin des Friedens,
bitte für uns und gib der Welt den Frieden,
nach dem die Völker seufzen,
den Frieden in der Wahrheit,
in der Gerechtigkeit, in der Liebe Christi!
Gib der Welt den Frieden der Waffen
und den Frieden der Seelen,
damit in der Ruhe der Ordnung
das Reich Gottes sich ausbreite.
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(Pius XII.)

1 Kommentar:

Tarquinius hat gesagt…

Wo ich das Bild der Aufnahme Unserer Lieben Frau sehe...im Pantheon wurde - ob es immer noch gemacht wird, weiß ich leider nicht - durch die Kreisrunde Öffnung der Kuppel eine Statue der Gottesmutter am Fest ihrer Himmelfahrt hochgezogen.