Freitag, 30. Mai 2014

Einen neuen Aufbruch wagen

Unsere Liebe Frau - Schirmherrin des
Erzbistums Freiburg; Glasfenster
im Freiburger Münster
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... Christum habitare per fidem in cordibus verstris: in caritate radicati, et fundati, ut possitis comprehendere cum omnibus sanctis, quæ sit latitudo, et longitudo, et sublimitas, et profundum:
Scire etiam supereminentem scientiæ caritatem Christi, ut impleamini in omnem plenitudinem Dei. Ei autem, qui potens est omnia facere superabundanter quam petimus, aut intellegimus, secundum virtutum, quæ operatur in nobis: Ipsi gloria in Ecclesia, et in Christo Jesu in omnes generationes sæculi sæculorum. Amen.
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... daß Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, in der Liebe verwurzelt und gegründet. So sollt ihr fähig werden, mit allen Heiligen zu erfassen, was die Breite und Länge, die Höhe und Tiefe ist, und zu erkennen die Liebe Christi, welche die Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes. Dem aber, der über alles hinaus, was wir bitten und denken, überschwänglich mehr tun kann gemäß der in uns wirkenden Kraft, ihm sei die Ehre in der Ekklesia und in Christus Jesus bei allem Geschlechtern von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen (Eph 3, 17-21).
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Der Domkapitular und Kirchenjurist Stephan Burger wird unser neuer Erzbischof. Die Reaktionen aus den verschiedenen Lagern, die ich bislang mitbekommen habe, hinterlassen bei mir den Eindruck, daß jede Seite aktuell vor allem jene - tatsächlichen oder vermeintlichen - Eigenschaften Burgers positiv hervorhebt, die den je eigenen Erwartungen am ehesten entsprechen mögen. Mir sagt der Name fast kaum etwas, hingegen sind mir die sonstigen Freiburger Verhältnisse, deren Verwahrlosung bis in höhere Ämter und Gremien reicht, hinreichend vertraut. Daher wünsche ich dem designierten Erzbischof von Herzen Gottes Segen, einen starken, mutigen und kraftvollen Glauben und eine entschlossene Hand, um einen neuen Aufbruch gegen den im Bistum wabernden Ungeist zu wagen und durchzusetzen.

Kommentare:

remmimartin hat gesagt…

Da hilft nur abwarten, lieber Andreas - dennoch herzlichen Glückwunsch zu Eurem 'Neuen'. Wenn er nicht Kandidat derer war, die ihn gewählt haben, wäre es nicht so schnell gegangen (mit Wahl und Ernennung). - Wenn er aber Kandidat des Kapitels war...dann wird sich wohl kaum viel ändern. Weiterschmoren im eigenen Saft sozusagen. - Nun sind wir ja in der Pfingstnovene und bekennen: Die Wende kommt immer von oben, von jenem, um dessen Gaben wir bitten. Allerdings muß man die Landebahn unten schon freimachen. Auch in Freiburg. Ich bin gespannt! Gruß. UR. (Windlicht)

Andreas hat gesagt…

Man sagt - zu Recht, zu Unrecht? - dem Freiburger Kapitel nach, es wähle entweder einen, der ganz auf "Linie" liege, oder einen schwachen Kandidaten, der sich leicht lenken lasse (aber das probiert wahrscheinlich ohnehin jedes Domkapitel). Auf Zollitsch mag ersteres zutreffen, auf Saier traf wohl zweiteres zu. Burger nun wird das Erzbistum, sofern alles seine gewohnten Gänge geht, knapp das nächste Vierteljahrhundert prägen: Zeit, um in Ruhe aufzuräumen oder den Karren weiter an die Wand zu fahren. Ich hoffe, einige Auspizien scheinen dafür zu sprechen, daß er sich die erste Alternative zur Herzenssache nimmt - Veni Creator ... auf und über uns alle!

sophophilo hat gesagt…

Ich seh's gelassen: Noch mehr vor die Wand kann man den Karren eigentlich nicht fahren. ;)

Anonym hat gesagt…

Jedenfalls schon mal ein kraftvolles bischöfliches Motto. Auch hat sich der Vorgänger in seiner Audio-Botschaft zur Ernennung nicht eben überschlagen. Das könnte gut aussehen.