Mittwoch, 21. Mai 2014

Die mißratene Einleitung

Manch Blicke in aktuelle theologische Publikationen, seien es nun Bücher oder Zeitschriften, lassen mich mitunter etwas ratlos zurück. Nicht unbedingt einiger "frisch" dargebotenen Häresien wegen, die ohnehin zumeist nur aufgewärmt sind (wirklich "neue" Häresien gibt es kaum noch, es werden nur die Rezepturen ab und an variiert, wie man das bei Eintöpfen aus Dosen halt auch so macht). Ratlos bin ich eher ob der Frage, warum man eigentlich "Theologie" studiert und "Theologie" treiben und ein "Theologe" sein will, wenn am Ende von allem - oder wenn alles am Ende ist - im besten Fall ethisch ersäufte Religionsoziologie herauskommt, derweil die (unfreiwilligen?) Vertreter dieser Disziplin dennoch von jedweder Identitätskrise unangefochten bleiben und sich "Theologen" nennen mögen.
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Eigentlich sollte das nur die Einleitung zu einigen Gedanken von Hans Urs von Bathasar werden, die ich hier zitieren wollte. Das flappsige proœmium hat sich leider ein wenig verlaufen und passt nun nicht recht zu den ernsten und edlen Erwägungen dieses Theologen ... morgen also oder demnächst mehr.

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