Montag, 26. Mai 2014

Der heilige Morgenmuffel

Mein atheistischer Kollege überfiel mich heutmorgen geradezu freudigst, er habe im Radio eine Andacht gehört und es wäre von "so'nem Heiligen" (Meinereiner: "Der heilige Philipp Neri?" - Er: "Genau") die Rede gewesen; die folgende Geschichte habe ihm dabei besonders gefallen: 
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Philipp Neri sei es in der Früh' nicht leicht gefallen, aus dem Bett zu kommen, so daß er sich oft verspätete. Ein Priester riet nun dem Morgenmuffel, er solle sich vorstellen, sein Bett sei das Fegefeuer und mit dem Aufstehen gelange er ins Paradies. Als sich der Heilige am darauffolgenden Tag erneut verspätete, hakte der Priester nach, ob er den Rat nicht beherzigt habe. Doch, soll der Heilige geantwortet haben, aber als er so im Bett gelegen und sich vorgestellt habe, es sei das Fegefeuer, seien ihm seine vielen Sünden in den Sinn gekommen - und da habe er sich lieber nochmals umgedreht und sei liegen geblieben.
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Vielleicht sollten wir uns - gerade in diesen Zeiten - eine Scheibe von der heiteren Gelassenheit des hl. Philipp Neri abschneiden? Vielleicht ließen sich manche Mitmenschen damit eher erreichen als mit den missmutigen Mienen, die wir so oft mit uns herumtragen und die so wenig von dem durchlassen, was wir in Zuversicht glauben und in Freude bekennen ... sollten? Der heilige Philipp Neri verhelfe uns dazu ... ora pro nobis!

Kommentare:

Bellfrell hat gesagt…

Damit kann man wirklich was anfangen! :-D

martina hat gesagt…

H. Filippo Neri ist so einzigartig!
'Vielleicht sollten wir uns - gerade in diesen Zeiten - eine Scheibe von der heiteren Gelassenheit des hl. Philipp Neri abschneiden?' Bin dafür einverstanden: wir werden sicherlich viel besser leben!