Sonntag, 30. März 2014

Lætare Jerusalem!

Gott möge kommen! Er baue auf dieses Weib, das die Gehilfin Christi ist. Nicht als ob Christus der Hilfe bedürfe! Aber wir wünschen, durch die Kirche zur Gnade Christi zu gelangen. Der Bau ist jetzt im Gange, er wird jetzt gebildet. Jetzt wird das Weib geformt, jetzt gestaltet und jetzt geschaffen. Deshalb braucht die Schrift das neuartige Wort, daß wir auferbaut werden auf dem Fundament der Apostel und Propheten. Jetzt ersteht das pneumatische Haus zu einer heiligen Priesterschaft. Komm, Herr und Gott, baue dieses Weib, baue diese Stadt! Es komme auch dein Knecht! Denn ich glaube dir, wenn du versicherst: "Er wird mir meine Stadt erbauen" (Is 45, 13). Siehe dieses Weib, die Mutter aller! Siehe das pneumatische Haus, siehe die Stadt, die ewig lebt, weil sie den Tod nicht kennt! Sie ist nämlich die Stadt Jerusalem, die jetzt auf Erden sichtbar ist, die aber entrafft werden wird herrlicher als Elias - Elias war ja nur einer -, die entrückt werden wird herrlicher als Henoch, der nicht gestorben ist. Denn dieser wurde entrafft, damit die Bosheit sein Herz nicht verkehre. Jene aber wird von Christus geliebt als die Herrliche, die Heilige, die Makellose ohne Runzel ... Sie wird gänzlich entrafft werden, auf- und hinweggenommen werden in den Himmel ... Christus allein erbaut sie ...
St. Ambrosius: Expositio in Lucam II, 87 - zitiert nach: Odo Casel OSB: Mysterium der Ekklesia. Von der Gemeinschaft aller Erlösten in Christus Jesus. Mainz 1961. S. 289 f.

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