Donnerstag, 20. Februar 2014

Guardini goes Baywatch

Ich habe einmal gelesen, wie bei einem Fischervolk in der Südsee die Menschen sich, auf einem bloßen Brett reitend, in die Brandung werfen, zum Spiel, zur Lust! Welch unendlicher Rausch der Naturverbundenheit muß über einen solchen Menschen kommen! Als sei er ein Wasserwesen, oder selbst ein Stück Welle!
Hätte Guardini geahnt, daß Surfen heute eine "Trendsportart" ist, und hätte er obendrein all den Schnickschnack, der drumherum getrieben wird, vorhergesehen, die zwischen 1923 und 1925 publizierten Briefe vom Comer See wären womöglich noch eine Spur kulturkritischer ausgefallen, als sie es ohnehin schon sind ...

Kommentare:

Surfbraus hat gesagt…

ha - bezüglich des "Schnickschnacks, der drumherum getrieben wird", hab ich zufällig grad einen bereits vor einem halben Jahr erschienenen Artikel gefunden, der vielleicht nochmal eine neue Perspektive auf Guardinis Baywatch-Visionen ermöglicht...

Andreas hat gesagt…

Danke ... mag helfen, das Staunen Guardinis quasi neu nachvollziehen zu können (und Staunen ist ja ein wichtiges Moment in der religiösen Wahr-Nehmung) ...