Dienstag, 30. April 2013

Verbunden im Wort auch mit dem Vater

Der Hochaltar der Adelhauser Kirche in Freiburg, ehemals
zum Kloster der Dominikanerinnen zählend, zeigt die beiden Patronate 
 dieser Kirche: Mariä Verkündigung und die hl. Katherina von Siena
O Maria, ich sehe, wie dieses Wort, das dir gegeben wurde, um in dir zu sein, dennoch nicht vom Vater getrennt ist. Es verhält sich wie mit dem Wort der Sprache, das der Mensch in seinem Innern trägt: auch wenn es geäußert und anderen mitgeteilt wird, trennt es sich nicht vom Herzen und bleibt mit ihm verbunden. Darin zeigt sich die Würde des Menschen, für den Gott so viele und große Dinge getan hat ... (aus einem Gebet der hl. Katherina von Siena, "verrichtet in Rom am Tag der Verkündigung an die selige Jungfrau Maria" - 25. März 1379).
Caterina von Siena: Meditative Gebete herausgegeben und übersetzt von P. Hilarius M. Barth O.P. Einsiedeln (2) 1981. S. 117.

Der ewige, gute Hirte

Pastor æternus: Der Kyrios als der
gute Hirt - Mosaik in der Liebfrauen-
basilika Zürich.
Das Wort von Christus als dem guten Hirten, welches uns die Ekklesia vor rund zwei Wochen, am zweiten Sonntag nach Ostern, erneut ins Ohr gelegt hat, wird gerne auf eine gewisse Niedlichkeit hin reflektiert. Wir denken mitunter eher an das in den synoptischen Evangelien hinterlegte – gewiß schöne - Bild jenes Menschen, der neunundneunzig Schafe zurücklässt, um das eine verirrte Schaf zu suchen (Mt 18, 12 und Lk 15, 4), als an das uns durch Johannes überkommene Herrenwort, welches den Kyrios als den guten Hirten ausweist, der sich nicht nur aufmacht, um einem verlorenen Schaf nachzugehen, sondern der sein Leben für die Schafe hingibt. 
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Der wichtigste Unterschied: Bei Matthäus und Lukas hören wir ein Gleichnis, bei Johannes eine Ankündigung des großen Pascha des Kyrios: "Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für seine Schafe ... Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen" (Joh 10, 11-18). Und wenige Sätze später: "Meine Schafe hören meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen" (Joh 10, 27 f.). 
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Der hl. Petrus Chrysologus fragt in einer Predigt (Sermo 40), ob und wie der Tod des Hirten den Schafen einen Nutzen bringen könne? Er weist dabei auf die Verfolgungen und Ärgernisse hin, denen die Herde Christi immer wieder ausgesetzt sei:
Denn vom Augenblick an, wo er sein Leben für seine Schafe hingab und sich von den rasenden Juden töten ließ, sehen wir seine Schäflein geraubt von den gleich Räuberhorden hereinbrechenden Heiden. Wir finden sie als Schlachtopfer in den Kerkern, ... finden sie ohne Unterlaß von den Verfolgern, die gleich sind wütenden Wölfen, zerfleischt, zerrissen von Irrlehrern mit giftigem Zahn wie von fremden Hunden. Das bezeugt der Apostel Schar durch ihren Tod; das ruft laut zum Himmel das Blut der Martyrer, das vergossen ist ringsum auf dem ganzen Erdkreis; davon sind laute Zeugen die Glieder der Christen, die den Tieren vorgeworfen, vom Feuer verzehrt, von den Fluten versenkt wurden. Und dies hätte alles doch ebenso gut durch das Leben des Hirten verhindert werden können, wie es eintreten musste, nachdem der Hirte gestorben war.
Der Kirchenvater spitzt seine Überlegungen sogar noch zu:
Wie will denn so der Hirt durch seinen Tod seine Liebe zu dir beweisen, dass er, obwohl er sieht, dass seinen Schafen Gefahr droht und er die Herde nicht verteidigen kann, lieber sterben will, ehe er noch das Unheil über seine Herde hereinbrechen sieht?
Die Antwort deutet der Heilige ganz aus den österlichen Mysterien heraus:
Aus diesem einen Tod des Hirten leuchtet hervor eine einzigartige Kraft. Der Hirt litt für seine Schafe den Tod, der über diese verhängt war, um den Satan, den Urheber des Todes, aufs neue, (obschon scheinbar selbst) gefangen, gefangen zu nehmen, (obschon scheinbar selbst) besiegt, zu besiegen, (obschon scheinbar selbst) dem Tode verfallen, ihn dem Todesurteil auszuliefern, und um so seinen Schafen durch seinen Tod den Weg zu zeigen, wie der Tod zu überwinden sei. Denn während der Teufel auf den Menschen Jagd machte, stürzte er auf Gott; während er wütete gegen den Angeklagten, fiel er auf den Richter.
So zeigt sich uns Christus, der gute Hirt, als der durch das Kreuz in der Auferstehung erhöhte und im Aufstieg zum Vater bestätigte Kyrios, den die Kirche nicht von ungefähr in der Osterzeit als jenen pastor æternus, als den "ewigen Hirten" anruft (vgl. hier), der, selbst aus dem Grab neu geboren, die Begrabenen von den Toten auferstehen heißt, da er sie in der Taufe gereinigt hat.

¶ Sententiæ XXXI

Die mühsamen geistigen Arbeiten langer Jahrhunderte, die uns vorangegangen sind, gehören so wesentlich zur christlichen Erbschaft wie alle Heiligkeit der Kirche, die sich seit dem ersten Pfingsttage angesammelt hat. Jeglicher Arbeiter im Gottesreich ist nicht ein Pionier, nicht ein Entdecker oder Erfinder. Er ist nur Erbe. Er erhält allerdings ein reiches Erbe von zehn Talenten, zu dem er nun durch seine Arbeit weitere zehn gewinnen muß.
Ansgar Vonier OSB: Klassischer Katholizismus. Freiburg 1933. S. 144.

Montag, 29. April 2013

Den ersten Maialtar ...

... diesen Jahres habe ich wundersamer Weise bereits vor einigen Tagen - am vergangenen Freitag - in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist zu Breitnau gesichtet. Offensichtlich hat man oben im Schwarzwald die Nase voll vom Winter und baut frühzeitig vor; Nos cum prole pia benedicat virgo Maria ... zur allmählichen Einstimmung auf den Wonnemonat:
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Mumpitz - eine kurze Nachlese

Der Mumpitz ist zu Ende. Elaboriert hat die Diözesanversammlung ein Kirchenbild, welches die Ekklesia als einen Verein - wie manch anderen - zu sehen scheint, den es gesellschaftspolitischen Entwicklungen anzugleichen gilt. Hand auf Herz: Gewollt werden letzten Endes Frauen am Altar, Laien auf der Kanzel und "Heiliges Brot" für alle, Geschiedene, Lesben und Schwule inklusive. Warum sich um göttliches Gebot oder zumindest das natürliche Sittengesetz scheren, wenn Ringelpiez mit Anfassen so schön sein kann? 
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Warum den beschwerlichen Weg der Mahnung und Rechtleitung einschlagen und die Ermahnten auf diesem für sie gewiß nicht einfachen Weg recht leiten und in Geduld begleiten, wenn man sich einfach dorthin dazustellen kann, wo sich diese gerade befinden? Was allzu oft als "pastorale Barmherzigkeit" verkauft wird, scheint mir zunehmend die Bequemlichkeit zu sein, sich selbst und andere dem Anspruch des Evangeliums zu entziehen, wo dieses allzu unzeitgemäß scheint. Lieber macht man sich mit jeder Teufelei gemein, als die Teufel auszutreiben.
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Die mit überwältigender Mehrheit als Empfehlung ummäntelten Forderungen - die rund dreihundert Delegierten sollen immerhin die Erzdiözese repräsentieren - sind überdies ein Armutzeugnis für Verkündigung und Katechese jüngerer Zeit in einer "Kirche von Freiburg", die es offenbar aufgegeben hat, Salz der Erde zu sein.
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Wäre es zum Beispiel vor 30 Jahren noch kaum vorstellbar gewesen, daß sich eine katholische Kirchenversammlung Punkte der schwul-lesbischen Agenda zu eigen macht, so wird dem heute (nicht zuletzt, da uns Schwule und Lesben beständig ihre heile und bunte Welt vorgegaukeln) Tür und Tor aufgetan. Was wird eine Diözesanversammlung in 30 Jahren fordern? Wie weit wird man in Zukunft gesellschaftlichen Trends nachhecheln? Die Akzeptanz von einvernehmlichem Sex zwischen Erwachsenen und Kindern? Auch hier sind Lobby- und Pressuregroups aktiv, die uns solches per Salamitaktik schmackhaft machen wollen - etwa durch eine zunehmend pädagogisch ummäntelte Sexualisierung selbst von Kleinkindern ... stünde es Christen nicht an, unter den Vorzeichen von Entklemmung und Enttabuisierung alsbald entsprechende Lebensentwürfe vorurteilsfrei und offen zu akzeptieren und ihnen Platz zu schaffen in der Mitte der Kirche?
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Interessant zuletzt, was wohl kaum Thema war: Wie etwa soll sich die Kirche in Zukunft zum Thema Abtreibung deutlich positionieren? Davon habe ich nirgendwo etwas gehört und gelesen. War aber vielleicht auch besser, daß dies mutmaßlich nicht zur Disposition bzw. auf der Tagesordnung stand ...

Sonntag, 28. April 2013

Die falsche Geschichte vom Putto "Kevin"

Blutunterlaufene Wange und Aussatz als
Folge: er kleine Putto Marvin wurde
Opfer einer bösen Rufmordkampagne.
(angel press, 28.04.13, 22:13). Er spielte in kindlicher Freude vor dem Herrn, doch dann wurde er unversehens ein Opfer der Medien: Das ist die Geschichte des Puttos Marvin. 
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"Diese infamen Unterstellungen haben mich beinahe zerstört", klagt der kleine Putto, dem das Schicksal der vergangenen Wochen geradezu ins Gesicht geschrieben ist. Eine Wange blutunterlaufen, dazu Aussatz an der anderen Backe und am Flügelansatz: "Eindeutig psychosomatisch bedingt", so die Diagnose von Dr. Cosmas, bei dem Marvin seit Anfang des Monats in Behandlung ist. Dessen ärztlicher Kollege Damian pflichtet bei, muß aber einräumen, daß die bisherige Behandlung nicht den gewünschten Erfolg zeitigt. "Wir werden Marvin nun an unsere Kollegin Dr. Hildegard überweisen", so Dr. Damian, "vielleicht findet sie die tieferen Ursachen, um der seelischen Verwundung des kleinen Putto Herr zu werden".
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Angefangen hatte alles mit einem Beitrag unter dem Titel "The Tragicall History of Late Kevin Putto" (hier) - nach Recherchen von angel press beruht der Artikel fast vollständig auf Fehlinformationen und Unterstellungen. Marvin wußte jedenfalls nicht mehr, wie ihm geschah: "Plötzlich hielten mich selbst Freunde für diesen Kevin und schnitten mich, es muß irgendwas mit dieser Attacke einiger bekloppter Emanzen auf diese russische Kathedrale zu tun haben". Marvin - ein Sündenbock? 
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In der Tat könne es vorkommen, daß ein Vorgang von solcher Unsäglichkeit auf einen Unschuldigen projiziert wird, um den Schock angesichts solcher ungeheuerlicher Vorkommnisse zu verarbeiten, versucht Dr. Damian den Hintergrund zu beleuchten: "Dann reichen oft schon vermeintlich kleine Indizien, ein ähnlicher Name oder eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Phantombild, um einen bis dato völlig unbescholtenen und unauffälligen Putto zum mutmaßlichen Täter zu stempeln" - mit allen fatalen Folgen. "Und", so der Mediziner weiter, "stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn Sie morgens auf einem Altarsims sehr unsanft geweckt werden und vor Ihnen steht ein SEK des Centrum Investigandum Angelorum (CIA) und setzt Sie, jegliches himmlisches Bürgerrecht ignorierend, gefangen, fast so wie damals die Mitverschwörer Luzifers. Da sehen Sie schon ihren persönlichen Engelssturz vor sich. Das sind alles hoch traumatische Erfahrungen!". 
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Marvin ist bis heute verstört und ratlos: "Warum hat es mich getroffen?" Mit dem Urheber jenes reißerischen Beitrages würde er sich vielleicht einmal unterhalten wollen, "doch noch habe ich nicht die Kraft dazu, das auch noch durchzustehen. Der Typ, der diese anonymen Behauptungen auf seinem Blog publiziert hat, hätte beinahe mein Leben zerstört". Derzeit erholt sich Marvin in der Thurner-Kapelle im Schwarzwald. In der Apotheose des hl. Wolfgang war eine passende Wolke an der Kirchendecke frei - die Strahlen des Heiligen bekommen dem kleinen Putto; immerhin etwas.

Unterwegs ... Wallfahrtskirche Maria in der Zarten - Hinterzarten

Die Pfarrkirche von Hinterzarten ist unter dem Titel "Maria in der Zarten" Unserer Lieben Frau geweiht und geht auf eine Wallfahrt zurück, das einen heilsam empfundenen Schwefelbrunnen am Zartenbach mit der Verehrung Mariens verknüpfte. Ältester Teil ist das - ehemals als Kapelle - dienende Untergeschoss der gedungenen Turmes. Die sich daran anschließende Choranlage wurde 1722 errichtet, das alte Langhaus wurde im Rahmen einer Erweiterung 1962 abgetragen und durch einen oktogonalen Kirchenraum ersetzt - dieser wiederum sollte den Turm trotz seiner geringen Höhe hinreichend zur Geltung bringen. Der Architekt Hugo Becker zitierte hierbei mit der tief herunter gezogenen Dachpartie die Architektur der Schwarzwaldhäuser. Bis heute gilt die Kirche als geglückte Synthese alter und neuer Bauteile.
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Vergänglichkeit. Und Verweis auf Unvergängliches



Hinter der Pfarr- und Wallfahrtskirche "Maria in der Zarten" (Hinterzarten im Schwarzwald) fanden sich einige alte Grabmale, über welche die Zeit hinweggeht; ein kleines Memento Mori in Bildern:
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Requiem æterna dona eis, Domine,
et lux perpetua luceat eis.

Themengruppen bei der Anbetung

Eucharistische Anbetung "und Arbeit in den Themengruppen" (?) auf der Freiburger Diözesanversammlung ... Ja, so in etwa gesamm ... ähh ... versemm ... ähh ... versammelt stelle ich mir das auch vor ...
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                                                                                                      Screenshot von erzbistum-freiburg.de (hier)
Mitvorn übrigens Weihbischof em. Wehrle, unter dessen Leitung die Vorlagen für den Mumpitz erstellt wurden. Wie schon anderweitig gesagt: everybody's darling. Nur nicht meiner, seit ich ihn einmal als Zelebranten erlebt habe ... Warum sollten sich Priester auch an die Vorgaben des Missale halten, wenn sich Bischöfe nicht drum scheren?

Samstag, 27. April 2013

Unterwegs ökumenisch: Evangelische Kirche Hinterzarten

Gestern hatte ich einen freien Tag, fuhr ein wenig im Schwarzwald hin und her und lief in Hinterzarten diesem Schaukasten über den Weg:
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"Unsere Kirche befindet sich hinter dem Gemeindehaus - schöne Innengestaltung - ganztägig geöffnet" ... bei so einer sympathischen Einladung muß man doch einen Blick hineinwerfen. Als ab um die Ecke. Die Kirche "Zu den zwölf Aposteln" erinnert von Außen ja eher an eine Endfünfziger-Turnhalle. Aber mal sehen ...
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Der Innenraum hat was - etwas, was ich leider nicht eingefangen habe, weil ich unbedacht den Blitz zugeschaltet hatte. Das Licht ist eigentlich etwas gedämpfter und empfängt vor allem von den beiden Farbfenstern rechts und links des Altarbereichs seine Prägung. Die Atmosphäre ist mithin sakraler, als es auf dem Bild rüberkommt (trotz der Stühle) ...
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Die Glasfenster erzählen in rund 100 Bildern überwiegend Szenen aus dem Leben Jesu und der Apostel und stehen damit in der Tradition der biblia pauperum, welche die Heilgeschichte auf einfache Weise anschaulich machen möchte. 
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Der Pfarrer, unter dem die Kirche errichtet und ausgestattet wurde, gehörte der Michaelsbruderschaft an, was womöglich das ein oder andere "katholisierende" Element dieses Gotteshauses erklären könnte. Am Rande gelesen: Gemäß Protokoll der letzten Gemeinderatssitzung ging es bei den Beratungen wohl auch um die Worte "Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach" bei der Feier des Abendmahls und überdies darum, daß sich der Pfarrer im Gottesdienst bekreuzigt. Leider war nicht mehr dazu vermerkt ...
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Verabschiedet wurde ich von einer freundlichen Katze am Ausgang und mit drei Chorälen vom Glockenspiel vor der Tür - bei Gelegenheit schaue ich gerne wieder mal rein!
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Am Tag der heiligen Vierzehn Nothelfer

Nothelfer-Bild aus der ehemaligen  Nothelferkapelle
in Freiburg;  jetzt in der Pfarrkirche St. Johann Baptist

Nothhelfer, zu euch kommen wir,
Die Sünd' vor Gott gethan,
Und um Vermittlung flehen wir,
Nehmt euch doch uns'rer an!
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Es sündigte zwar jeder oft
Vor Gottes Angesicht,
Doch, da er auf Verzeihung hofft,
Verlaß ihn, Helfer! nicht.
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Mit dem Vertrauen kommen wir,
Ihr Helfer in der Noth!
In dem Vertrauen bitten wir:
Helft, wenn Gefahr uns droht.
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Eilt, Heilige, zur Hülf' herbei,
Wenn Angst und Noth uns drängt!
Helft, daß das Loos erträglich sei,
So über uns verhängt.
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Ach, helft uns leiden mit Geduld
Die Strafen dieser Zeit,
Um hier zu büßen uns're Schuld,
Nicht - in der Ewigkeit.
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Maria! - größte Helferin
Im Leben und im Tod!
Du, der Betrübten Trösterin!
Hilf uns in jeder Noth!
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Ihr, vierzehn Heil'ge! Jeden Stand
Schützt stets und überall!
Bewahret Pfarr' und Vaterland
Vor jedem Unglücksfall!
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Denn, sind sie unter eu'rer Hut,
Ist ihre Schutzwehr fest;
Schützt sie vor Brand und Wasserfluth,
Vor Hunger, Krieg und Pest!
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Wallfahrts- und Andachtsbüchlein zur Verehrung der heiligen 14 Nothhelfer (hier digitalisiert). S. 25.

Freitag, 26. April 2013

Impuls zur Diözesanversammlung ...

Im Anfang, als Gott den Menschen schuf, stellte er ihn ins Paradies (...) Und der Mensch lebte im Genuß des Paradieses: im Gebet, in der Schau, in jeglicher Herrlichkeit und Ehre. Er stand im Besitz seiner unversehrten Sinne und war in seinem natürlichen Zustand, wie er auch erschaffen wurde. Denn nach dem Bild Gottes machte Gott den Menschen, das heißt unsterblich, sich selbst bestimmend, geschmückt mit jeglicher Tugend.
Als er aber das Gebot übertrat und von dem Baum aß, von dem Gott ihm zu essen verboten hatte, wurde er aus dem Paradies vertrieben: Er fiel nämlich aus seinem natürlichen Zustand heraus und stand im Widerspruch zu seiner Natur.
Dorotheus von Gaza: Doctrinæ diversæ I, 1 (Fontes Christiani 37/1, Freiburg 2000. S. 123).

Donnerstag, 25. April 2013

Diözesanversammlung - eine neue Runde Dialogsabbel?

Die Planung teilweise geradezu klandestin, der Auftakt ein Ärgernis: Seit heute veranstaltet das Erzbistum Freiburg einen auf drei Tageswenden angelegten Dialogrummel, "Diözesanversammlung" geheißen: "Christus und den Menschen nah" lautet die Parole, als ob dies der geschlechtslose und amorphe Funktions-"katholizismus" deutscher Nachkonzilsprägung tatsächliche einzulösen vermöchte.
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Ich gebe zu: Mein Blickwinkel ist gewiß nicht der am besten geeignete, um diese Veranstaltung mit jenem Gleichmut zur Kenntnis zu nehmen, der es auch ermöglicht, das Gute daran zu entdecken. Die Veranstalter selbst scheinen aber auch keinen Wert darauf zu legen, daß man diesen Mumpitz mit einem Vorschuß an Abwarten und Zuschauen begleitet.
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Denn zuerst sammelte man - vorab kaum einsehbar - einen Katalog zeitgeistiger Erwartungen samt kruder Forderungen zusammen, ließ alsdann einen emeritierten Weihbischof vom Typ everybody's darling über dieselbe Kollekte drüberbürsten und gibt die so aufbereiteten Ergüsse jetzt in die Debatte. Doch noch ehe man diese lostritt, holt man sich zwei Universitätstheologen aus dem Memorandistenlager, die - Angst vor "Abweichlern"? - zum Start die Schweigespirale nochmals latent festdrehen und obendrein Zielmarkierungen abwerfen. Letzteres erinnert an die sogenannten "Masterbomber" bei den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg ...
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Ehe jetzt einer laut Aua schreit ... Nein, ich bezeichne die Professoren Walter und Striet nicht als die Masterbomber der Diözesanversammlung, auch wenn mir deren Einsatz angesichts beider Impulsreferate (hier) ähnlich ankömmt. Besonders der Text des Fundamentaltheologen Striet hat es in sich. 
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Striets Taktik ist altbewährt. Man picke ein paar packende Schlagworte aus Schrift und Tradition, verabsolutiere diese und baue darauf einen vordergründig beeindruckenden Argumentationsgestus auf. Daß der Akademiker Striet dabei vor einem - mutmaßlich - eher gemischten Publikum mit einem hanebüchen unreflektierten Freiheitbegriff hantiert, der aber für den besagten Argumentationsgestus von großer Bedeutung ist, mag man hierbei, je nach Sichtweise, ärgerlich, unprofessionell, heimtückisch oder irreführend finden. Aber unzweifelhaft: Striet stellt eine ganze Reihe von interessanten Behauptungen auf, die um die Stichworte Moderne, Freiheit und Glaube kreisen. Kernaussage dürfte der folgende Passus sein:
Im Jahr des Glaubens ist daran zu erinnern, dass der Glaube selbst nach Freiheit verlangt. Gott sucht den Menschen zum Freund und zur Freundin, und Freundschaft gibt es nur zwischen Freien. Theologisch und kirchlich gilt es meines Erachtens endlich zu begreifen, dass der Freiheitswille in der Moderne der frohen Botschaft vom menschenwilligen und unbedingt menschenfreundlichen Gott gerade nicht entgegensteht. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn das letzte Konzil mit der Kategorie Freundschaft Gottes Sehnsucht nach dem Menschen beschrieben hat, so hat es den Kern des Evangeliums neu entdeckt.
Und jetzt der Höhepunkt, bitte anschnallen:
Noch nie gab es eine Epoche, in der Gottes Sehnsucht nach dem Menschen mehr hätte entsprochen werden können als in der Moderne, nämlich in tatsächlicher Freiheit. Diese Zeit ist deshalb auch gerade nicht als Teufelswerk zu begreifen. Wenn ich das so leidenschaftlich betone, so nicht, um die dunklen Seite unserer Zeit tot zu schweigen. Aber wer wollte ernsthaft auf Freiheit verzichten?
"Tatsächliche Freiheit"! Wer um Himmels Willen hat dem guten Mann denn diesen Floh ins Ohr gesetzt? Welche "tatsächliche Freiheit" im Sinne einer intakten Autonomie soll das denn sein? Sehen wir einmal vom politisch-korrekten Gutmensch-Freiheitsurrogat hierzulande ab ... weiß der Mann denn nicht, daß der Mensch in seinem Streben und Erkennen, in Tun und Lassen von der Ursünde verwundet ist? Gewiß weiß er davon, nur glauben wird er es womöglich nicht, obschon Indizien und Folgen allenthalben zu sehen sind; mit einem Halbsatz zu den "dunklen Seiten unserer Zeit" lassen sie sich jedenfalls nicht so einfach in die Ecke der Nachrangigkeit bannen. Und überdies: Die von Striet so sehr in die Mitte seiner Ausführungen gerückte "Moderne" ist nicht nur eine "Seite unserer Zeit", sondern blättert, um das Bild zu wechseln, noch ganz andere Seiten auf; je nachdem, wann man die Moderne starten läßt, zählt auch die Grande Terreur der Französischen Revolution bereits dazu, geschweige denn jene noch weit größeren - unzweifelhaft modernen - Massaker danach. Der Konjunktiv in Striets Lobpreis der Moderne ist - so gesehen - immerhin sehr trefflich formuliert: Noch nie gab es eine Epoche, in der Gottes Sehnsucht nach dem Menschen mehr hätte entsprochen werden können ... wie gesagt: so gesehen ist an diesem Satz ja etwas Wahres dran, sofern wir in Betracht ziehen, daß für so manchen von Strietens Kollegen die Moderne sowieso epochal abgehakt ist.
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Aber ist es denn nicht eher so, daß die gesamte Heilsgeschichte durch beide Testamente hindurch ein fortlaufender Eingriff Gottes in diverse Freiheitsambitionen des Menschen ist? Fortlaufend tönt es entgegen: Tu dies! Laß das! Verlasse das! Geh dahin! Sündige nicht mehr! Halte dich bereit! Der Mensch bedarf dieses Korrektivs unbedingt. Seine Freiheit empfängt der Mensch nicht aus sich selbst, sondern bekommt sie - letztlich eschatologisch - von Gott geschenkt, wenn er sich dem Anruf dieses für ihn heilsamen Korrektivs nicht widersetzt. Was hingegen Striet die "tatsächliche Freiheit" nennt und in der Moderne verortet, ist letztlich die Unfreiheit des von Gott distanzierten Geschöpfs. Und ausgerechnet hierauf soll die Kirche die Heilsgeschichte in der Zeit fortschreiben, indem sie sich ausgerechnet damit aussöhnt und ausgerechnet darauf Ja und Amen sagt? Gott behüte um der Menschen willen!
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Aber sobald es ans Eingemachte geht, zum Beispiel an das Ausloten des Verhältnisses der menschlich so vielgestaltigen "Freiheit" Gott gegenüber, verflüchtigt sich der Impuls in Phrasen, wie sie einer solchen Versammlung angemessener nicht sein könnten (etwa: "Dieser Gott klebt nicht kleinlich am Buchstaben eines Gesetzes. Er will, dass Menschen Luft zum Atmen haben" - Ja danke, schnarch).
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Genug für heute davon. Um den Abend schwach tröstend, aber dennoch versöhnlich zu beschließen - es bleibt die kleine Hoffnung, daß das Schlimmste auf diesem Treffen womöglich schon gesagt wurde ...

Montag, 22. April 2013

Auftrag erfüllt?

Nach meiner etwas kritisch Anfrage zu den Äußerungen der Dominikanerin Sr. Ingrid Grave (hier) hat sich heute Wolfram in einem Kommentar zu Wort gemeldet; das Charisma diverser Orden und die Frage, inwieweit dieses für die Gegenwart noch aktuell sei, im Blick, schreibt er:
Kommt vielleicht auch auf den Daseinszweck der jeweiligen Kongregation an.
Bei Dominikanerinnen hab ich mich immer schon gefragt, wozu die gut sind, die Dominikaner sind ein Predigerorden, aber Frauen dürfen nicht predigen, wozu also Dominikanerinnen?
So manche an Krankenpflege gebundene Orden oder Klöster haben zumindest in Westeuropa auch kaum mehr Sinn, weil die Professionalisierung der Krankenpflege sie schlicht überflüssig macht. Dann darf man auch getrost sagen, es hat seine Zeit gehabt, und für die Spiritualität stehen ja andere Orden und Häuser bereit.
Dem ersten Absatz würde ich zustimmen wollen. Der "traditionelle" Daseinszweck für den Orden der Tempelritter würde sich heute wahrscheinlich eher schwer begründen lassen.
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Bei den Dominikanerinnen würde ich das schon etwas anders sehen - vielleicht hat es Wolfram auch mit einem gewissen Augenzwinkern gesagt; der Bedeutungshorizont des Wortes prædicare, und das weiß Wolfram gewiß aus seiner eigenen Arbeit, reicht über das "Predigen" im Sinn der Kanzelrede zweifellos hinaus. Wie dem auch sei ... Dominikanerinnen haben häufig - und tun es teils bis heute - zum Beispiel sehr gute Schulen unterhalten.
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Auch bei der Krankenpflege würde ich die Meinung nicht teilen wollen. Hier in Freiburg und der näheren Umgebung gibt es zwei Schwesternkongregationen, die jeweils ein katholisches Krankenhaus betreiben. Zumindest von der einen Kongregation weiß ich, daß noch viele Ordensangehörige zu Krankenschwestern ausgebildet werden. Zugegeben: Heute kommen diese, wie so oft, überwiegend aus Indien und angrenzenden Regionen, wohin sie nach einigen Jahren, eine abgeschlossene Ausbildung im Gepäck, in der Regel auch wieder zurückkehren. Das aber ist ein anderes Thema - die Vereinbarkeit von Orden und Beruf funktioniert jedenfalls, wie zu sehen ist. Und selbst wenn das nicht funktionieren würde: Wie notwendig wären unserer Zeit Menschen, deren ausschließlicher Auftrag es sein könnte, sich für die Kranken und Leidenden "Zeit" zu nehmen, zuzuhören, zu trösten, je nach dem auch über die Schwelle des Todes zu geleiten.
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Daß sich Orden aufgelöst haben, verschwunden und ausgestorben sind, ist immer wieder vorgekommen. Je nach Sichtweise wird man auch Teile der im 19. Jahrhundert reich gegründeten Schwesternkongregationen als nicht dauerhaft überlebensfähig erachten, der soziokulturelle Rahmen der Gegenwart bläst ihnen schließlich hart ins Gesicht. Ich halte es aber für falsch, dort allein die Gründe für den quantitativen Niedergang des Ordenswesens zu verorten und eine vertiefte Spiritualität als Trostpflaster wider die Resignation angesichts umgreifender Auflösungserscheinungen zu postulieren, wie das Sr. Ingrid Grave nahelegt. Denn damit kann man sich falsche neue Konzepte und Richtungsentscheidungen samt deren fataler Wirkung auch bestens schön reden.

Kann eine Ordensgemeinschaft ihren "Auftrag" jemals als "erfüllt" betrachten und sich darob in die Auflösung schicken? Vielleicht. Im Zweifelsfall gab und gibt es aber auch die Möglichkeit, sich "neu zu erfinden". Diesen Weg sind etwa, auch wenn das Beispiel etwas abgelegen scheint, die Mercedarier gegangen ...

¶ Sententiæ XXX

Gegenwärtig scheint der Teufel alle diejenigen narren zu wollen, die er für fromme Schwärmerei empfänglich findet ... (St. Ignatius von Loyola in einem seiner Briefe).

Sonntag, 21. April 2013

Neu-Basilikalistik

In einigen Punkten schlägt der Alte-Messe-Molch in mir ein wenig aus der Art. So kann ich - andere verfallen da in Begeisterung - barock geschnittenen Meßgewändern eher selten etwas abgewinnen. Zwar bin ich auch kein Freund jener zumeist nachkonziliaren Paramente, welche in der Blogozese gelegentlich als "Pferdedecken" beleumundet werden, aber insgesamt ist mir eine gotisch geschnittene und ikonographisch das eine oder andere Heilssymbol aufgreifende Kasel lieber als ein Barockschinken mit Blümchenmuster. 
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Andererseits schätze ich Barockkirchen und barocke Architektur. Da mögen dann auch die entsprechenden Meßgewänder ihren berechtigten Platz haben. Doch so richtig warm ums Herz wurde mir gestern, als ich - die Gelegenheit, mich noch ein wenig umzuschauen, ausnutzend - in Zürich die Liebfrauen-Basilika betrat. Klar, natürlich handelt es sich um ... ja, wie nennt man sowas eigentlich? Neo-Kirchenväter-Architektur? Neu-Basilikalistik? Aber egal ... ich liebe es:
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Für die am Ende des 19. Jahrhunderts erbaute und überwiegend während des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts ausgestattete Kirche standen die Basiliken St. Paul vor den Mauern (Rom) und St. Miniato al Monte (Florenz) gewissermaßen Pate. Sehr gelungen finde ich auch das Bildprogramm: Szenen aus dem Leben Christi im Kirchenschiff, Verkündigung und Evangelisten jeweils zu den Seiten des Chorbogens, die Apostel und eine Imagination der himmlischen Liturgie im Presbyterium. Das alles orientiert sich an Gestaltungsnormen, die sich bis heute zum Beispiel in den Gotteshäusern der Ostkirche erhalten haben.
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Die Apsis schmückt eine sogenannten Deësis: Sie zeigt Christus als den Kyrios, flankiert von Maria und Johannes dem Täufer als Fürbittern. Maria trägt hierbei unter ihrem Mantel ein purpurblaues Colobion (eine ärmellose Tunika) mit den Claves (einem goldgewirkten, stolaähnlichen Gewandstück) - einst im kaiserlichen Byzanz Zeichen herrscherlicher Würde.
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Vor der Apsis erhebt sich das Ziborium, dem man leider die Mensa genommen hat - eine Feier versus Dominum ist derzeit nicht möglich; der zum Schiff hin gerückte (und erhöhte) Volksaltar ist nur hintergehbar. Das Ziborium selbst soll übrigens aus dem Nachlaß eines Dienstmädchens (!) bezahlt worden sein; ich vermute, daß hier eine großherzige Seele sehr lange gespart hat ...
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Firmung mit Bischof Vitus Huonder

Einen Festtag für die Ekklesia sah gestern die Herz-Jesu-Kirche in Zürich-Oerlikon: Bischof Vitus Huonder von Chur firmte in der von P. Martin Ramm FSSP betreuten Personalpfarrei  Hl. Maximilian Kolbe (hier) rund 30 junge Christen und nahm den Übertritt zweier junger Frauen in die Gemeinschaft der Kirche entgegen.
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In einer kurzen Ansprache vor der Firmung erinnerte Bischof Huonder an den 1618 in den Wirren der Konfessionalisierung zu Tode gefolterten Erzpriester Nicolò Rusca, an dessen Seligsprechung in Sondrino er am heutigen Sonntag teilnehmen wird. Dieses Martyrium war übrigens mit ein Grund für eine häßliche Gegenaktion - zwei Jahre danach wurden im Rahmen des sog. "Veltliner Mords" 600 reformierte Christen massakriert. Möge der selige Nicolò Rusca uns also nicht nur Beispiel sein durch sein Zeugnis im Glauben, sondern auch ein Fürsprecher für die Einheit des Leibes Christi.
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Kleine Notiz am Rande: Bisher hatte ich vor Bischof Vitus Huonder, der es als Hirte in seinem Schweizerischen Bistum nicht immer einfach hat, vor allem eines: großen Respekt. Heute habe ich ihn zum ersten Mal persönlich erlebt und als einen den Menschen sehr zugewandten Zeitgenossen wahrgenommen, nicht zuletzt später beim Apéro mit der Gemeinde. Ich denke, er ist heute mein "Lieblingsbischof" geworden ...
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Während der Heiligen Liturgie hatte ich den Bischof freilich fast nur im Rückspiegel, da sich in meinem Blickfeld ein beinahe bemerkenswerter Kontrapunkt zur ansonsten etwas radikal purifizierten Neogotik des Kirchengebäudes breitmachte (die Horizontaltrompeten waren in den höheren Lagen leider ziemlich verstimmt).
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Donnerstag, 18. April 2013

Trauer und Angst und Auflösung?

Sr. Pat Farell vom LCWR war in diesen Tagen auch auf einer Veranstaltung des Luzerner Romerohauses zu Gast. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, bei der es offenbar auch um die Zukunft katholischer Ordensgemeinschaft ging, scheint es zu einer bemerkenswerten Einlassung einer weitere Ordensschwester gekommen zu sein:
Die Schweizer Dominikanerin Ingrid Grave meinte auf dem Podium im Romerohaus, die Schwestern in Heimen usw. hätten früher kaum Zeit gehabt, über Spiritualität nachzudenken. Heute bestünde mehr Gelegenheit dazu. Erst eine reflektierte und gelebte Spiritualität erlaube es den Gemeinschaften, allenfalls "ohne Resignation" sich aufzulösen, weil sie spürten, dass sie ihren Auftrag erfüllt hätten (Quelle: hier).
Was soll man dazu nun sagen? Kann angesichts von Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art (das alles ist schließlich Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi), kann also angesichts dieser Tatsachen auch nur eine Ordensgemeinschaft zum Ergebnis kommen, sie löse sich vor allem deswegen nach und nach auf, weil sie ihren Auftrag erfüllt haben könnte?
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Oder handelt es sich hier eher um eine Beruhigungspille, derweil der Hund womöglich ganz woanders begraben liegt?

Mittwoch, 17. April 2013

¶ Sententiæ XXIX

Nachdem der Sohn Gottes wie der Tau auf das Vlies (vgl. Ps 71, 6) mit dem vollen Öl der Gottheit sich ergossen hat in unser Fleisch, ist er von dem Öl genannt worden Christus (der Gesalbte). Und nur ein Träger dieses Namens existiert, welcher so übergossen und durchdrungen ist von dem göttlichen Wesen, daß er als Mensch und Gott nur ein Gott war. Diesen Namen des Öls goß er dann auch aus über uns, die wir nach Christus "Christen" heißen. Und so ist erfüllt worden, was gesungen wird in dem Hohen Liede: "Ausgegossenes Öl ist dein Name" (Hld 1, 2).
 Aus einer Predigt des hl. Petrus Chrysologus über das Apostolische Glaubensbekenntnis (Sermo 60).

Dienstag, 16. April 2013

Gedanken und Herzen auf der Wanderschaft

Agnus redemit oves - Das Lamm erlöst die Schafe: Ostern!
Glasfenster in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Freiburg
Dankbarkeit sei, ich glaube, das hat Romano Guardini einmal gesagt, das Gedächtnis des Herzens. Vieler Gedanken sind heute gewiß irgendwann zu Benedikt XVI. gewandert und haben das Herz dabei mitgenommen. In großer Dankbarkeit ihm Gottes Segen zum Geburtsfest!

Montag, 15. April 2013

Wo die Welt ruft

Die Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche hat gestern den Herbert-Haag-Preis an die LCWR (Leadership Conference of Women Religious) verliehen, also an jenen Dachverband von überwiegend dahinalternden Ordensfrauen, die mit der römisch-katholischen Lehre gelegentlich über Kreuz liegen und die sich überdies in gewisser Regelmäßigkeit unfreiwillig komisch öffentlich präsentieren - erinnern wir uns nur an "Nuns for choice" oder an das Absingen kitschiger Liedchen mit erhobenem rechtem Arm, um von peinlich berührenden "Frauenliturgien" und ähnlichen Entgleisungen zu schweigen. Aber, so gibt sich die Stiftung in der Medienmitteilung zur Preisverleihung überzeugt 
... ihr Einsatz dort, wo sie die Welt ruft, und ihre sorgfältige Reflexion der Zeichen der Zeit im Geiste des Zweiten Vatikanischen Konzils machen sie zu einer Säule der US-amerikanischen katholischen Kirche.
Das einzige, was daran stimmen mag, ist der etwas mißverständliche Satz vom Ruf der Welt, dem die LCWR-Schwestern gerne folgen. Der Rest ist Geschwafel, der weder von den "Zeichen der Zeit" noch vom Konzil eine Ahnung hat. 
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Ein Trost immerhin: Man kann diesen ganzen Vereinen, Verbänden, Dachorganisationen und Stiftungen beim Aussterben zusehen.
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Update: Papst Franziskus möchte der LCWR gegenüber die bisherige Linie offenbar beibehalten - und in den Medien läuft die Schonfrist in Sachen Artikelillustration womöglich schon ab ...

Sonntag, 14. April 2013

Kirchenväterkeile ;-)

Nicht zu unterschätzen ist das Vorbild des Kirchenvaters Hieronymus, wenn es darum geht, anderen gegen's Schienbein zu treten und trotzdem heilig zu werden. Heute kamen mir die folgenden Zitate unter die Augen:
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1. Sankt Hieronymus über den hl. Ambrosius:
Eine häßliche Krähe, die sich mit fremden Federn schmückt.
2. Sankt Hieronymus über seine Heimat Stridon im Allgemeinen und den dortigen Priester Lupicinus im Besonderen:
In meiner Vaterstadt, der Heimat bäurischer Rohheit, ist der Bauch Gott, es wird in den Tag hineingelebt, und der gilt als der Heiligste, der am reichsten ist. Zu einer solchen Schüssel kam dann noch (...) der passende Deckel, nämlich der Priester Lupicinus, oder es traf das andere Sprichtwort zu (...): für ein Eselsmaul sind Disteln der passende Salat. So regiert natürlich ein unkundiger Steuermann ein durchlöchertes Schiff, führt ein Blinder Blinde in die Grube und paßt der Führer zu den Geführten.
Zitate aus: Joseph Barbel: Geschichte der frühchristlichen griechischen und lateinischen Literatur. Band 2. Aschaffenburg 1969. S. 7 / 22 f.

Der du, ewiger Hirte, deine Herde ...

Ex oriente lux - am Morgen des zweiten Sonntages
nach Ostern aus dem Fenster geschaut
... 
Qui, natus olim e Virgine,
nunc e sepulcro nasceris,
tecumque nos a mortuis
iubes sepultos surgere,
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Qui, pastor æternus, gregem
aqua lavas baptismatis:
hæc est lavacrum mentium:
hæc est sepulcrum criminum.
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Einst geboren aus der Jungfrau,
bist du nun aus dem Grab erneut geboren;
mit dir heiße nun von den Toten
uns Begrabene auferstehen,
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der du, ewiger Hirte, deine Herde
im Wasser des Taufquells gereinigt hast:
dies ist das läuternde Bad des Geistes
und unserer Missetat Grab.
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 zwei Strophen aus dem Hymnus Rex sempiterne cælitum zur Matutin in österlichen Zeit im Breviarium Romanum.

Samstag, 13. April 2013

Von den Mietlingen

Vernehmt aber, daß auch die Mietlinge notwendig sind. Viele nämlich, die in der Kirche zeitliche Vorteile suchen, predigen dennoch Christus und durch sie wird die Stimme Christi gehört, und es folgen die Schafe, nicht dem Mietling, sondern der Stimme des Hirten durch den Mietling. Hört, wie der Herr selbst die Mietlinge zeichnet: "Die Schriftgelehrten" sagt er, "und die Pharisäer sitzen auf dem Stuhl des Moses; was sie sagen, tut, was sie aber tun, tut nicht" . Was anders habe ich gesagt als: Durch die Mietlinge hört die Stimme des Hirten? Sitzend nämlich auf dem Stuhl des Moses, lehren sie das Gesetz Gottes, also lehrt Gott durch sie. Sollten sie aber das Ihrige lehren wollen, so hört nicht darauf, tut es nicht. Denn gewiß suchen solche das Ihrige, nicht das, was Jesu Christi ist; kein Mietling jedoch hat es gewagt, dem Volk Christi zu sagen: Suche das Deinige, nicht das, was Jesu Christi ist! Denn was er Böses tut, das predigt er nicht vom Lehrstuhl Christi aus; da fügt er Schaden zu, wo er Böses tut, nicht da, wo er Gutes sagt. Pflücke die Trauben, meide den Dorn! (St. Augustinus: In Johannis Evangelium Tractatus 46, 6).
Ob das der hl. Augustinus heute auch noch so sagen würde ... angesichts des einen oder anderen unserer zeitgenössischen Theologen ...?

Das Dogma, die Mystik und der Schluß der Oper

Von ungefähr flogen mir heute Mittag einige Gedanken zum nicht immer entspannten Verhältnis zwischen Dogma und Mystik zu - an was man eben so denken kann, wenn man bei einem Kaffee sitzt und die Sonne auf ein schattenspendendes Dach fällt. 
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Was der Mystiker erfährt, läßt sich gelegentlich nur noch schwer mit den Worten des Dogmas umhegen. Und doch ist das Dogma auf den Mystiker immer wieder einmal angewiesen, will es mehr sein als Buchstabe, der auch töten kann. Der Mystiker wiederum benötigt das Dogma, um sich der Lauterkeit dessen, was er erfahren hat, gewiß sein zu können.
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Irgendwie kam mir die Oper Capriccio von Richard Strauss in den Sinn. Diese dreht sich um eine Frage, die ein wenig ähnlich gelagert scheint.
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Das Werk stellt eine junge Gräfin vor die Entscheidung, ob in der Kunst dem Wort oder der Musik der Vorzug gebührt. Beides wird personifiziert in zwei Personen, welche der Gräfin (et vice versa) herzlich zugetan sind: dem Musiker Flamand und dem Dichter Olivier - "Sind es die Worte, die mein Herz bewegen, oder sind es die Töne, die stärker sprechen?", fragt sich die Gräfin und spielt auf der Harfe ein Sonett, zu dem Olivier den Text und Flamand die Musik schrieb. Sie kann sich nicht entscheiden:
Vergebliches Müh'n, die beiden zu trennen. In eins verschmolzen sind Worte und Töne - zu einem Neuen verbunden. Geheimnis der Stunde - Eine Kunst durch die andere erlöst!
Verhält es sich womöglich mit Dogma und Mystik ähnlich? Eine Kunst durch die andere erlöst? Ja? Nein? Und wenn Ja - kann diese Antwort befriedigen? 
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In Capriccio bleibt sie dann doch vorläufig. Madeleine schaut während der letzten Takte - ehe der Vorhang fällt - in einen Spiegel und denkt über sich, ihre beiden Freunde und die große Frage des Werkes nach ...
Du schweigst? - O, Madeleine! Madeleine! Willst du zwischen zwei Feuern verbrennen? ... Du Spiegelbild der verliebten Madeleine, kannst du mir raten, kannst du mir helfen den Schluß zu finden für ihre Oper? Gibt es einen, der nicht trivial ist? -
Nebenbei bemerkt: Wie nun ist der Schluß dieser Oper? Der Haushofmeister tritt auf und beendet den inneren Monolog der Gräfin mit einer Vermeldung: "Frau Gräfin, das Souper ist serviert" ...

Freitag, 12. April 2013

Soirée: The Hallelujah Trail

Das ist jetzt zwar übelstes Themen-Recycling, denn diese Mucke hatte ich bereits in der Osterzeit des vergangenen Jahres gepostet. Aber weil es so schön österlich dahertrailt - vor allem ab dem Choreinsatz bei 3:45 ... und ich überdies aus dem Hallelujah-Ohrwurm ab 4:04 fast versucht wäre, einen Alleluja-Ruf zu elaborieren ...
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Hierzulande kennt man The Hallelujah Trail unter dem Titel "Vierzig Wagen westwärts" (vgl. hier). Es geht um den Versuch, vierzig Wagenladungen Whisky vorbei an Indianern und Choräle singenden Abstinenz-Emanzen nach Denver zu schaffen. Deswegen wird dieser Beitrag unter anderem auch unter Spiritualia abgelegt: Hallelujah Prost! Wie man so in der deutschen Synchronfassung zu singen pflegt ...

Zu den Vorteilen der Fastenzeit ...

... gehört der Umstand, daß der ganze Ostersüßkram, den man sich alsdaweil im Großen und Ganzen verkniffen hat, nach Ostern eindeutig billiger zu haben ist. So wie das meiste hier in dieser süßen Schale:
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Wogalaw-ei-a: Rabattiertes Osternest zum Wagner-Jahr
Die Migros, ein Schweizer Supermarkt mit Ableger in Freiburg, verkauft noch jetzt gefühlt tonnenweise Restbestände an Ostereiern und Osterhasen mindestens zum halben Preis. Vielleicht mache ich mich morgen doch noch auf den Weg in die Stadt und kaufe mir das um 75 Prozent reduzierte Pralinen-Ei Superieur für knapp 4 Euro ... so ein Luxusteil mit Schleife drum wollte ich schon immer mal haben, mhh ...

Donnerstag, 11. April 2013

Ein Übergang

Quod itaque Redemptoris nostri conspicuum fuit, in sacramenta transivit ...
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Was daher an unserem Erlöser sichtbar war, ist in die Mysterien übergegangen ...
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... schreibt der hl. Papst Leo der Große, dessen Fest die Kirche heute feiert, in seiner zweiten Predigt auf die Himmelfahrt des Kyrios (Sermo 74). Von Worten wie diesen aus entfaltete Odo Casel OSB seine Mysterientheologie; überdies mag Abt Ansgar Vonier OSB dieses Leo-Zitat im Kopf gehabt haben, als er die Zeilen schrieb, die ich gestern auf dieser Seite zitiert hatte. Bitten wir den hl. Leo, er möge uns seinen Satz stets ins Ohr flüstern, sobald wir Gefahr laufen zu vergessen, was wir in den heiligen Mysterien feiern und wem wir dabei begegnen können.

Mittwoch, 10. April 2013

¶ Sententiæ XXVIII

... Denn für die Liturgie brauchen wir Christi geheimnisvolles Fortleben im Neuen Bunde. Die Geburt, die Taufe, der Tod, die Auferstehung und die Himmelfahrt des Herrn - um nur die höchsten Punkte seines Lebens zu nennen - haben in der geistigen Welt dauernde, unveränderliche Wirklichkeiten hinterlassen ... die Begebenheiten des Lebens Christi sind immer noch mit uns.
Ansgar Vonier OSB: Klassischer Katholizismus. Freiburg 1933. S. 73.

Dienstag, 9. April 2013

Das Pascha als österlicher Tanz

In den vergangenen Tagen kamen mir Auszüge einer Pascha-Homilie des Hippolyt von Rom in die Finger, die - dem Thema entsprechend - einen Bogen spannt vom Kreuzestod des Kyrios zu dessen Auferstehung, um alsdann in hymnischem Schluß aufzulaufen, indem zuerst anhand der bekannten Wechselrede des 23. Psalms geschildert wird, wie die "Mächte" den "oberen Heeresscharen" das Kommen des Königs der Herrlichkeit künden und diese, da sie "das neue Wunder ersahen, daß ein Mensch mit Gott vermischt war", nach der Hoheit dieses Königs fragten, worauf ihnen als Antwort zuteil ward:
"Der König der Mächte, er ist der König der Herrlichkeit, der Starke, Kräftige, gewaltig im Streit" - O des Vortänzers im mystischen Tanze! O des geistlichen Hochfestes! O des göttlichen Pascha, übergehend von den Himmeln bis zur Erde, und von der Erde wiederum aufsteigend in die Himmel! O neue Feier aller Dinge! O kosmische Festversammlung! O Freude des Universums, o Ehre, o Lust, o Entzücken, durch die der finstere Tod vernichtet, das Leben dem All mitgeteilt, die Tore des Himmels geöffnet wurden, Gott als Mensch erschien und der Mensch als Gott emporfuhr, durch den die Pforten der Hölle zerschmettert und die ehernen Riegel gesprengt wurden. Und das untere Volk ersteht von den Toten und verkündet der Fülle droben: der Chor der Erde kehrt zurück! (Hippolyt von Rom, De Pascha Homilia 6, MPG 59, 743 ff. - dt. von Hans Urs von Balthasar).
Ein, wie ich finde, sehr bewegender Text - und ein Text voller Bewegung! Von Ab- und Aufsteigen ist die Rede bei dieser "neuen Feier aller Dinge", einer "kosmischen Festversammlung", voller Freude, voller Lust, voller Entzückens. Das Herz hüpft dabei geradezu mit im Leib. Das ist womöglich kein Zufall, denn die Metapher des Tanzes bildet eine große Klammer in den hymnischen Versen gegen Ende dieser Homilie:

Wirft man einen Blick in das griechische Original, wird das noch etwas deutlicher. Zuerst ist die Rede von Christus als quasi des "Vortänzers im mystischen Tanze": Ho tes choregías tes mystikes. Am Ende nun heißt es, der "Chor der Erde" kehre zurück: apò ges apedóte chorós. Ursprünglich nun bedeutet Choros der "Tanzplatz" und der Choregos ist der "Tanzführer", dessen Aufgabe die choregia ist. Wir haben es mit einem Bild des Tanzes der Erlösung und der Tanzes der Erlösten zu tun, mithin ein Bild bewegter Osterfreude, die auch auf uns - im wahrsten Sinn des Wortes - "überspringen" möchte. So müssen wir Ostern feiern!

Montag, 8. April 2013

Erfüllung

Die Verkündigung - Glasfenster in der Pfarrkirche Christkönig, Titisee
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Ave Maria, gratia plena:
Dominus tecum.
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Freue dich, Maria, Gnadenvolle:
Der Herr ist mit dir!
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(Lk 1, 28)
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Derselbe nämlich ist in deinem Herzen, wächst heran in deinem Schoß, erfüllt deinen Geist und deinen Leib (St. Augustinus).
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Zum Fest der Verkündigung des Engels an Maria paßt eigentlich auch der Beitrag hier vom Ostermontag ...

¶ Sententiæ XXVII

Wie sie ihn,
den Verheißnen empfing,
so bekommt sie ihn jetzt,
den Vollbrachten.
Sie birgt ihn wieder
im Schoß,
den von allen Verlachten.
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Paul Claudel: Der Kreuzweg. Dreizehnte Station.

Sonntag, 7. April 2013

Einfach aufhängen?

Braut des Lammes hatte vor Ostern gewisse Sympathien für die Schlafgemach-Ikonographie der Altvorderen an den Tag gelegt (hier). Genauer: für jene (zumeist) biblischen Bilder in üppigem Querformat, die - Prunkrahmen drumrum -  oft die Schlafzimmer der (Groß-) Eltern dominierten. Ihr selbst sei ein "Guter Hirt" von ihrer Oma hinterlassen worden (hier), mir von meiner Oma eine "Heilige Familie":
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Während, wie zu lesen ist, Braut ihren "Hirten" in die Küche umgesiedelt hat (bei mir, erworben als Ausstellungsplakat einer lokalen Jugendstil-Ausstellung, hängt dort eine halbnackte Salome rum), staubt meine "Heilige Familie" in einer Ecke ein. So ganz konnte ich mich bislang nicht entschließen, sie über meinem Bett ... sagen wir mal: zu restaurieren. 
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Soll ich ... soll ich nicht? Zuvor müßte auf jeden Fall die Aufhängung "restauriert" werden, denn ich möchte auf Jesus, Maria und Joseph gerne meine Hoffnung setzen, aber nicht unbedingt von den Dreien im Schlaf erschlagen werden ... 
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Was meint ihr dazu? Soll das Bild wieder über's Bett?