Dienstag, 10. Dezember 2013

Die Sau, das Domkapitel, der Papst und die Kölner Kircheninitative

Es ist immer wieder interessant, reformversoffene Kräfte auf Facebook bei der Verschleierung ihrer Absichten zu beobachten ...
Kölner Kircheninitiative Im Hinterzimmer geplante perfide Täuschung? Verschwörungsplan? Unaufrichtiger Umgang mit der Öffentlichkeit? … Wir bitten das Domkapitel und den Papst um Einbeziehen des Kirchenvolks bei der Bischofswahl und nutzen dazu die Medien, weil wir die Öffentlichkeit sonst nicht erreichen können.
Ähh, nochmal bitte ...
… Wir bitten das Domkapitel und den Papst um Einbeziehen des Kirchenvolks bei der Bischofswahl und nutzen dazu die Medien, weil wir die Öffentlichkeit sonst nicht erreichen können.
Ich bitte jemanden und nutze dazu die Medien, weil ich die Öffentlichkeit sonst nicht erreichen kann? Was hat die Öffentlichkeit damit zu tun? Richtet sich die Bitte an das Domkapitel und den Papst? Oder an die Öffentlichkeit - womöglich an die Medien? O wankende Logik irrlichtenden Gedankens! Wie auch immer: Hätte diese Initiative ehrlich antworten wollen, sie hätte schreiben müssen:
… Wir bitten das Domkapitel und den Papst um Einbeziehen des Kirchenvolks bei der Bischofswahl und nutzen dazu die Medien, weil wir die Öffentlichkeit ...
... mobilisieren wollen, um Druck zu machen. Denn eigentlich "bitten" wir nicht, sondern wollen eine Kampagne starten, um dem Domkapitel und dem Papst die Pistole auf die Brust zu setzen. Darum haben wir uns vorab mit Spiegel Online (nebst dem nur lokal relevanten Kölner Stadt-Anzeigerverabredet in der Erwartung, die Sau und das Domkapitel und den Papst mit größtmöglichem Erfolg durch unser Dorf treiben zu können. Daß Spiegel Online das religions- und kirchenkritischste Massenmedium dieses Landes ist und in der Regel nichts Perfides unversucht läßt, um die katholische Kirche in ein schlechtestmögliches Licht zu rücken, schert uns nicht.
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Letzteres bleibt als Makel an dieser Initiative allemal haften. Wenn man nur einen Funken Sentire cum Ecclesia im Leib hat, dann kooperiert man nicht mit Spiegel Online!
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Mittels einiger billiger rhetorischer Fragen läßt sich zudem der Verdacht, es sei eine Kampagne im Hinterzimmer geplant worden, nicht wirklich aus der Welt schaffen. Denn ... Überraschung! ... Es wurde - teils minutengenau! - eine Kampagne im Hinterzimmer geplant, die geheim genug hätte bleiben sollen, um sie von Plauder-Pauls Zulehner-Blog stracks verschwinden zu lassen, nachdem Grund zur Annahme bestanden hatte, die Sache könne ruchbar werden und Kreise ziehen. Da kann sich die Initiative noch dreimal dumm stellen und so tun, als wäre die peinliche Geschichte absolut normal ...

1 Kommentar:

Arminius hat gesagt…

Wir dulden keine andere Kirche neben uns.

Liebe Grüße
Ihr Bundesverband Deutscher Kircheninitiativen