Donnerstag, 5. Dezember 2013

Ausgesperrt von Kircheninitiative: Mein Facebook-Profil

Kölner Kircheninitiative Es gibt viele Möglichkeiten. Wir laden zur Diskussion ein und verstehen uns nicht als Besserwisser, die anderen sagen wie es zu gehen hat. Für manche scheint das schwer auszuhalten sein.
... und für die Kölner Kircheninitiative (KK) waren meine Einlassungen wohl so schwer auszuhalten, daß mein Facebook-Profil beim KK-Facebook-Auftritt (hier) gesperrt wurde und, wenn ich das richtig überblicke, auch alle meine Kommentare und Einlassungen gelöscht worden sind (andere Nutzer waren natürlich auch betroffen). Immerhin darf ich die Seite noch betreten. Danke, KK!
Kölner Kircheninitiative Es gibt viele Möglichkeiten. Wir laden zur Diskussion ein und verstehen uns nicht als Besserwisser, die anderen sagen wie es zu gehen hat. Für manche scheint das schwer auszuhalten sein.
Ich gebe zu: Eine interessante Erfahrung - noch nie wurde ich irgendwo gesperrt. Ich muß mich ja himmelschreiend fulminant daneben benommen haben! Vorsorglich läßt die KK jetzt obendrein jeden, der des Weges kommt, wissen: 
Liebe Besucher unserer FB-Seite.Sehr gerne tauschen wir uns mit Ihnen kreativ und tolerant über die Möglichkeiten der Mitbestimmung aus und nehmen auch gerne Ihre Kritik entgegen. Wir möchten jedoch nicht beschimpft oder sonstwie angegangen werden. Wenn uns jemand durch ein solches Verhalten auffällt, dann werden wir diese Person blockieren.Bitte haben Sie Verständnis.
Man nehme sich also zu Herzen, daß die KK weder "beschimpft" noch "angegangen werden" möchte. "Beschimpft" habe ich meines Ermessens niemanden. Sehe ich obendrein von anderthalb in der Tat nicht wirklich sachdienlichen Belustigungen im Blick auf das KK-Logo ab (aber auch diese bar allen Schimpfs), würde ich behaupten, daß die weiteren Rückmeldungen meinerseits zwar en detail einen kabarettistischen Unterton pflegten, aber en gros durchaus sachbezogen respektabel waren. Aber das reicht wohl hin, damit sich die Damen und Herren von der KK "angegangen" fühlen. Gerade mal zur Erinnerung:
Kölner Kircheninitiative Es gibt viele Möglichkeiten. Wir laden zur Diskussion ein und verstehen uns nicht als Besserwisser, die anderen sagen wie es zu gehen hat. Für manche scheint das schwer auszuhalten sein.
Vielleicht hätte ich auf entsprechende Pointierungen verzichten sollen? Aber Himmel hilf! Wie soll man sich dessen auch enthalten, wenn die KK beispielswegen zuerst im Hinterzimmer eine Medienkampagne plant und dabei das religionskritischste "Sturmgeschütz" der Medienlandschaft klandestin mit ins Boot holt, dann die Spuren des sich verplappernden Zulehners zu verwischen sucht, um schließlich mit einer Soli-Erklärung ("Statement") von P. Klaus Mertes SJ hausieren zu gehen, in der die Rede davon ist, daß "Transparenz Vertrauen stärkt". Das schreit ja nach Pointe ... Nein! Das ist selbst schon Pointe!
Kölner Kircheninitiative Es gibt viele Möglichkeiten. Wir laden zur Diskussion ein und verstehen uns nicht als Besserwisser, die anderen sagen wie es zu gehen hat. Für manche scheint das schwer auszuhalten sein.
Dieses KK-Schnipsel ist übrigens eine von drei Reaktionen der KK auf Einlassungen von mir und bezog sich auf folgende kritische Feststellung meinerseits:
Was lese ich da auf Ihrer Homepage ... 
"Die rund zwei Millionen Katholiken im Erzbistum Köln könnten direkt oder indirekt, z.B. durch Wahlmänner und -frauen wählen.Alternativ könnten die diözesanen Beratungsgremien diese Aufgabe übernehmen. Das sind zuerst die offiziell eingerichteten wie der Priesterrat ... und der Diözesanpastoralrat ... – da diese bei Sedisvakanz aufhören zu bestehen, handelt es sich hierbei um den ehemaligen Priester- und Diözesanpastoralrat – sowie der Diözesanrat ... Zusätzlich sollten noch Elemente einbezogen werden, die die Pfarrgemeinderäte, Dekanatsräte, die Vertretung der Ständigen Diakone ... und der Pastoral- oder Gemeindereferenten berücksichtigen" ... 
ALSO: einen halben Satz zu einer potentiellen Direktwahl und viele bereits ausgeklügelte Gedanken, wer denn sonst in "Volkes Namen" wählen können soll. Wäre ich einer dieser "Wir sind Kirche"-Mitläufer, fühlte ich mich jetzt aber reichlich ver...eimert.
Kölner Kircheninitiative Es gibt viele Möglichkeiten ...
... nicht zuletzt die, unliebsame Kommentatoren auszusperren.

Kommentare:

Geistbraus hat gesagt…

ach, sowohl dieser Artikel wie die Facebook-Seite machen einfach so großen Spaß zu lesen!!

Da eröffnet die KöKiI ein eigenes Facebookprofil, und was liest man dort? Reihenweise Posts von katholischen Bloggern, für die es scheints nichts schöneres gibt, als die KöKiI nach Strich und Faden durch den Kakao zu ziehen...

Das hatten sich die Herrschaften wohl anders vorgestellt... kein Wunder, dass sie not amused sind...

ed hat gesagt…

Hahahahaha, grandios! Gratuliere zum gelungenen Auftritt ;-)

Arminius hat gesagt…

Was treibst Du Dich auch auf kirchenfeindlichen Seiten rum?

Stanislaus hat gesagt…

Naja, war doch eigentlich klar, daß diejenigen, die sich groß "Dialog" auf die Fahnen schreiben, dazu selbst nur unzureichend in der Lage sind. Ich denke da auch an manche Blogs ...

Braut des Lammes hat gesagt…

…und mir ist spontan jene Gruppe eingefallen, denen neulich das Geld aus dem katholischen Medienpreis zugeflossen ist. Die schalten nämlich nur „Bravo“-Kommentare frei (wenngleich es davon offenbar nur zwei gab). Alle anderen sehen, offenbar in alle Ewigkeit, einen Bildschirm, auf dem steht, der Kommentar warte auf Freischaltung. Keiner anderer, der die Seite aufruft, weiß allerdings, daß da wahrscheinlich etliche Kommentare im Datennirvana vor sich hindümpeln.