Dienstag, 24. September 2013

Vergeßt Limburg - füllt die alte Leier in neue Schläuche!

Verbergt den Mond! Verbergt die Sterne! Es wird Schreckliches geschehn ... ein Limburg-Update dräut, diesmal aber metropolitös und erzdiözesan, die nächst größere Nummer! Wer immer nach Robert Zollitsch auf der Cathedra des heiligen Konrad landet, der arme Mann scheint heute bereits beklagenswert ...
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Warum? Gewahr ward ich gerade, Bagger seien auf dem "teuersten" Parkplatz der Stadt Freiburg aufgefahren. Muß nun erwähnt werden, daß sich dieser "teuerste" Parkplatz im Besitz der Kirche befindet? Wer auch sonst könnte sich "teuerste" Parkplätze leisten, mitten in der Stadt und nur wenige Meter hinterm Münsterchor? Schon jetzt, ihr Wensierskis und Bahners dieser Erde, könnt Blut ihr euch und die Finger lecken ...
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Der "teuerste" Parkplatz der Stadt war selbstverständlich auch mal was anderes. Bis zum 27. November 1944 erhob sich dort das Andlausche Haus - bis einige Bomben drauf fielen und weite Teile dieses frühklassizistischen Baus in den tiefen zweigeschossigen Keller stürzten. Nach Kriegende rettete man einige Architekturfragmente, barg sie behutsam im betrümmerten Keller, füllte das Ruinengrundstück auf, schüttete eine Lage Kies drauf, walzte Asphalt drüber und schuf so dem Priesterseminar und dem Ordinariat, beide in der Nachbarschaft gelegen, einen Parkplatz - in besten Lage, auf kostbarem Grund im Eigentum der Kirche, um letzteren Fakt nochmals gebührend zu beschreien.
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Nun rollen Bagger an, Archäologen im Gefolge. Denn die Kirche möchte das Areal bebauen - je nach Fundlage unter Verwendung diverser Spolien oder gar als Rekonstruktion des Andlausche Hauses. Wohnungen und Veranstaltungsräume sind angedacht, dabei kalkuliert man derzeit mit Kosten in Höhe von vier Millionen Euro - über den Daumen gepeilt.
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Da müssen der üblich verdächtigen Journaille doch die Glückskekse aufgehen! Die Kirche baut wieder und raunt von vier Millionen, ohne daß auch nur ein konkreter Plan gefaßt wäre! Archäologen haben die Finger mit im Spiel - wer die Szene kennt, weiß, daß man damit Kosten nur in eine Richtung treiben kann: nämlich immens in die Höhe. Und was will die Kirche bauen? Wohnungen. Veranstaltungsräume. Vielleicht, wer weiß, ist auch eine Kapelle dabei? Und all das im Fall des Falles gar als Rekonstruktion frühklassizistischen Pomps und Prunks ... 
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Wer nun, wichtigste Frage! Könnte dort wohl Wohnung nehmen wie eine fette Spinne im Netz zwischen Münster, Ordinariat und Priesterseminar? Und: Wo kommen die goldenen Wasserhähne hin? Welche Kleriker des Erzbistums Freiburg verfügen über Bonusmeilen? Wann endlich wird der neue Erzbischof von Freiburg ernannt, damit man diese vielversprechende story lostreten und ihm in die Schuhe schieben kann? Wer macht uns den Tebarz 2.0?
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Der Nachfolger des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz als Freiburger Erzbischof wird ein Prasser - das sollte schon heute fest stehen! Typisch Kirche.
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Der aktuelle Stand des kommenden Skandals in der Badischen Zeitunghier.

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